DCG
 Deutsche China-Gesellschaft e.V.

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Veranstaltungen der DCG 

Die DCG lädt regelmäßig zu Vorträgen ein. Sie finden seit Oktober 2002 stets an einem Donnerstag ab 19 Uhr im Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, Universitätsstr. 100, statt. Eintritt für DCG-Mitglieder: frei, Eintritt für Nichtmitglieder 3 €, ermäßigt 1,50 €. Im Anschluss an die darauf folgenden Diskussionen bietet sich bis 23 Uhr Gelegenheit zu informellen Gesprächen im Café des Foyers.

Europaweite China-Veranstaltungen, zusammengestellt von der DCG

Stand: 15. März 2008. Änderungen vorbehalten

Sämtliche DCG-Veranstaltungen nach dem 15.03.2008 sind unter

http://dcgev.wordpress.com/veranstaltungen/

verzeichnet.

Datum ReferentIN Veranstaltungsthema

Ort

Erläuterungen

12.06. Prof. Dr. R. Heuser (Universität Köln)
Moderation:
Prof. Dr. Gregor Paul oder Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Chinesisches Recht in Geschichte und Gegenwart (unter Berücksichtigung spezifischer Kontexte und menschenrechtspolitischer Fragen) Köln Prof. Heuser ist einer der renommiertesten deutschen sinologisch versierten Rechtswissenschaftler. Auf chinesische Rechtsgeschichte, gegenwärtige Rechtslage und den Rechtsstaatsdialog spezialisiert. 
Der Vortrag schließt an die Podiumsdiskussion vom 13. 12.2007 an.
08.05.

PD Dr. Wolfgang Martin (Berlin).
Moderation: Dr. Alexander Bell

Westliche Ideale chinesischer Schrift – 
und ihre Wirkung auf die europäische Kunst der Gegenwart
Köln

Wolfgang Martin ist Kultur-, Literaturwissenschaftler und Medientheoretiker. U. a. hat er an der Universität Bochum gelehrt.
Der Vorschlag schließt an das Referat vom 18.11.2007 an.

10.04. Prof. Dr. R. Trauzettel (Universität Bonn)
Moderation:
Prof. Dr. Gregor Paul
Die chinesische Skizze. Eine kritische systematisch-historische Darstellung einer spezifischen Art des chinesischen Essays. 

NÄCHSTE KÖLNER VERANSTALTUNG
Köln Prof. Dr. R. Trauzettel (Universität Bonn). Einer der bedeutendsten deutschen Sinologen.
Die Skizze ist auch in der Gegenwart ein wichtiges Mittel, sich in kulturbezogenen und soziopolitischen Fragen zu artikulieren.
13.03. Prof. Dr. H. Holz (Bochum).
Moderation:
Prof. Dr. Gregor Paul
Ein lateinischer Dao-de-jing-Kommentar aus dem 18. Jahrhundert. Zur ‚westlichen'
Hermeneutik eines ‚östlichen' Textes.

Köln Geboten werden: Textgeschichte, ideengeschichtlicher Hintergrund sowie ein Überblick über den ideensystematischen – sprich: theologisch-spekulativen –
Rahmen der damaligen Daode-jing-Kommentierung von westlicher, d. h. also jesuitenmissionarischer Seite. Dies auch im Kontext a
ktueller Relevanz.
Prof. Dr. H. Holz war u.a. Ordinarius und Direktor des Seminars für Philosophische Grundfragen der Theologie an der Universität Münster und dann auch Professor für Philosophie. Er ist ein exzellenter Kenner des Daode jing und der europäischen Natur- und Kulturphilosophie.
20.02.   Universale Ethik

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität,
Engesser Str. 3
Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.
14.02. Frau Dr. Shu-Jyuan Deiwiks (Rösrath)

Moderation:
Prof. Dr. H. Vittinghoff

Die manjurischen Geheimakten zum Prozess gegen den Kölner Jesuiten Adam Schall  Köln Dr. Shu-Jyuan hat an der Universität Köln gelehrt und ist eine ausgezeichnete Kennerin der Materie.
10.01.2008 Wolf Dietrich (Sulzheim)


Moderation:
Prof. Dr. H. Vittinghoff

Musik der Ujguren in Xinjiang
Mit Musikbeispielen
Köln Wolf Dietrich ist Mathematiker. Seit 1966 arbeitet er als Musikethnologe. Er ist für mehrere Rundfunkanstalten tätig, für die er denn auch einschlägige
Sendungen durchgeführt hat.
13.12.

N.N., Dr. Walter Kraft (Köln), Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe) und Prof. Dr. Helmolt
Vittinghoff (Köln) 

Podiumsdiskussion: Recht in China – Philosophie, Gesetzestexte und Wirklichkeit
Köln Was kennzeichnet rechtsphilosophische Traditionen in China? Wieweit unterscheiden sie sich in wichtigen Hinsichten von europäischen Rechtsphilosophien? Welche Gesetze galten und gelten? Z. B. in der Tang-Zeit und insbesondere im gegenwärtigen China? Wie verhielten und verhalten sich dabei Text und Rechtswirklichkeit? So garantiert ja auch die chinesische Verfassung Menschenrechte. Und bestehende Gesetze verbieten die Folter. Wie ist in solchen Zusammenhängen ein Konzept wie das der Religionsfreiheit zu verstehen? Und ist das chinesische Zivilrecht wirklich neuesten Datums? Solche und ähnliche Fragen sollen zumindest in Ansätzen diskutiert und beantwortet werden. Dabei sollen durchaus gegensätzliche Einschätzungen zur Sprache kommen.
Die Teilnehmer sind qualifizierte Juristen, Sinologen und Philosophen.
28.11. Kamingespräch Universale Ethik Karlsruhe,
Gästehaus der Universität,
Engesser Str. 3
Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.
10.-11.11.   Symposium und Feier zum 50-jährigen Bestehen der DCG  Karlsruhe Vgl. Jubiläum.
08.11.

PD Dr. Wolfgang Martin (Berlin)

Westliche Ideale chinesischer Schrift –
Fenollosa und die Folgen

Köln Traditionelle Analysen der Eigenschaften lateinischer Schrift – wie sie z. B. schon Lessing anbietet – und das Gefühl, dass es ihr an Informationsgehalt und ästhetischer Qualität mangele, führen immer wieder dazu, insbesondere in den chinesischen Schriftzeichen eine höherwertige Alternative zu sehen. Die folgenreichsten Einschätzungen dieser Art sind vielleicht auf Fenellosa und Pound zurückzuführen. Aber auch heute sind solche Einschätzungen einflussreich. Der Vortrag geht den historischen und sachlichen Gründen nach, illustriert die Geschichte der Bewertungen chinesischer Schrift und erörtert ihre Wirkung bis in die moderne Medienkunst hinein. 
Wolfgang Martin ist Kultur-, Literaturwissenschaftler und Medientheoretiker. U. a. hat er an der Universität Bochum gelehrt.
11.10.

Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer (Köln)

Was heißt „Ostasien verstehen“?

Köln

Jede wissenschaftliche Beschäftigung mit Ostasien, die darauf zielt, dem westlichen Beobachter zentrale Phänomene eines fremden Kulturkreises darzustellen und verständlich zu machen, ist darauf angewiesen, diejenigen Methoden und Interpretationsmuster anzuwenden, die im Verlauf eines Jahrhunderte währenden Prozesses der europäischen Geistesgeschichte entwickelt worden sind. Es erhebt sich die Frage, ob diese Methoden und diese Sprache dem Denken einer Kultur angemessen sind, die in ihrer Geschichte ganz andere Methoden entwickelt hat. Vereinfacht gesagt: Wie viel von dem, was wir für Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Arbeit halten, entstammt letzten Endes nicht der Kultur, die wir erforschen wollen, sondern den Denkmustern unserer eigenen Kultur? Würde beispielsweise ein Chinese, der in den Traditionen dessen aufgewachsen ist, was wir als „Konfuzianismus“ bezeichnen, in unseren Schilderungen konfuzianischen Denkens seine eigene  Tradition wiedererkennen? Anhand einiger Beispiele sollen die Dilemmata aufgezeigt werden, die sich aus diesem Problem jedes interkulturellen Vergleichs ergeben, ohne dass es darum gehen könnte, eine endgültige Antwort und Lösung zu finden. Es sind ganz einfach Fragen, die es immer wieder kritisch zu reflektieren gilt.
Professor Weber-Schäfer hatte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 den Lehrstuhl für Politik Ostasiens an der Ruhr-Universität Bochum inne. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Geschichte der politischen Ideen in China und Japan im Vergleich mit der politischen Philosophie des europäischen Kulturkreises sowie Fragen der theoretischen Grundlagen desinterkulturellen Vergleichs. Neben Büchern und Aufsätzen zu diesen Themenkreisen, hat er auch eine Anzahl von Übersetzungen belletristischer Literatur aus dem Chinesischen, dem Japanischen und dem Englischen veröffentlicht.

09.10. Kamingespräch Universale Ethik

NÄCHSTE KARLSRUHER VERANSTALTUNG

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität,
Engesser Str. 3
Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.
14.06.

Prof. Dr. Dietrich Neumann 

Über Kraniche, Mandarin-Enten und den Phönix: Naturalismus, Scheinnaturalismus und Symbolik in der ostasiatischen Malerei 

Köln

Die einzigartige ostasiatische Bilderwelt mit Vögeln steht in einem weiten Spannungsfeld von besinnlicher Naturbeobachtung, dekorativer Komposition und Legendenschatz des Volksglaubens bis hin zu dem mythischen gefiederten Wundertier, dem chinesischen Fèng (in Japan als Hō, bei uns als Phönix bezeichnet). Zu den seit der frühen Tang-Zeit ausformulierten ästhetischen Grundregeln der Malkunst stehen an oberster Stelle ‚objektgetreue Ähnlichkeit’ und ‚Widerhall der Lebenskraft’, d.h. beim vorliegenden Sujet Wiedergabe der lebendigen Bewegung, also zugleich auch der arttypischen Gestalt und Lebensweise eines Tieres. Am Beispiel der in Ostasien weithin beliebten Kranich-Bildnisse kann besonders gut erläutert werden, wie neben exzellenten Kunstwerken unzulängliche Naturobjektkenntnis von zahlreichen Malern zu modisch bestimmten Trugbildern führte. Weitere Vogelarten werden im Vortrag behandelt. Ohne einer naturalistischen Illustration zu verfallen – was einer ästhetisch hohen Kunst zuwider stehen würde, – ist naturkundliches Wissen für die Bewertung dieser Stilrichtung der Malkunst unabweisbar einzubeziehen. Der Biologe kann dabei aufgrund der heute vorliegenden Naturkenntnis helfen, ästhetisch angemessene Interpretationen der ostasiatischen Bildwerke zu erreichen.
Dietrich Neumann ist Professor emeritus am Zoologischen Institut der Universität zu Köln. Neben seiner zoologischen Wissenschaft mit Schwerpunkten in Ökologie und Chronobiologie publiziert er seit mehreren Jahren auch über Beispiele ostasiatischer und abendländischer Naturmalerei.

15.05. Kamingespräch Universale Ethik. Mit einem Impulsreferat Dr. Birgit Mayer-Königs über Konzepte kultureller Identität in der Geschichte Indiens 

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität,
Engesser Str. 3

Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.

10.05. PD Dr. Peter Hoffmann (Universität Tübingen) Zur Lage der chinesischen Bauern –
Das Buch von Chen Guidi und Wu Chuntao
Köln

In der Veranstaltung macht Peter Hoffmann mit den zentralen Inhalten des Buches vertraut. Dabei wird er zentrale Passagen verlesen, kommentieren und zur Diskussion stellen. Das Buch, das über die auf dem Land entstandenen
soziopolitischen Probleme berichtet, ist bereits Gegenstand lebhafter Debatten. Deutsche Medien haben sich mehrfach mit ihm auseinander gesetzt. Hoffmann, der es ins Deutsche übersetzt hat, ist wie kaum ein anderer qualifiziert, es vorzustellen und zu analysieren.
Hoffmann studierte Sinologie, Osteuropäischen Geschichte und Germanistik. Mehrfache Aufenthalte in Taiwan und der VR China. An der Universität Tübingen war er auch als Wissenschaftlicher Angestellter und Assistent tätig. Hoffmann hat zudem wiederholt mit der Universität Leiden zusammengearbeitet. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählt
Die Welt als Wendung – Zu einer Literarischen Lektüre des Wahren Buches vom Südlichen Blütenland (Zhuangzi).

Mittwoch, 

den 11.04. 2007, 19 Uhr 15

 

Professor Dr. Thomas Heberer (Universität Duisburg-Essen)

Hartz IV in China?
Die soziale Neuordnung der chinesischen Städte

Köln

Der Vortrag thematisiert die im Zuge der Modernisierung und Wirtschaftsentwicklung Chinas entstandenen und entstehenden Probleme und deren Lösungsversuche. Dabei geht es insbesondere um die Lage in den großen chinesischen Städten. Vergleiche mit deutschen Entwicklungen dienen der Verständlichkeit der Ausführungen.
Thomas Heberer ist Professor für die Politik Ostasiens am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg-Essen. 1977-81 war er als Lektor und Übersetzer beim Verlag für Fremdsprachige Literatur in Peking tätig. Seitdem jährlich 2-3 Monate zur Feldforschung in verschiedenen Teilen Chinas. Zahlreiche Veröffentlichungen zur soziopolitischen Entwicklung und Urbanisierung Chinas. Homepage: http://www.uni-due.de/oapol/Team.shtml

15.03. Kamingespräch Universale Ethik. Mit einem Impulsreferat Dr. Birgit Mayer-Königs über Konzepte kultureller Identität in der Geschichte Indiens 

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität,
Engesser Str. 3

Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.

15.03.

Dr. Heinrich Geiger (KAAD Köln)

Traditionelle Begriffe des Schönen in der Bildenden Kunst und Literatur Chinas

Köln

Was schön ist, versteht sich nicht von selbst. So hängt der Begriff des Schönen nicht zuletzt vom eigenen Selbstverständnis und einem Gegenwartsverständnis ab, das aus einem geschichtlichen Rückblick erwächst. Ja, in der Auseinandersetzung mit dem Schönen will man auch erkennen, wie man selbst ist. Angesichts dessen verwundert es nicht, dass die Ästhetik gerade innerhalb der neueren Philosophie und Kunstwissenschaft Chinas zu einem stark beachteten Gebiet geworden ist. Für die 1980er Jahre konnte sogar ein besonderes „Krankheitssymptom“, nämlich das „Ästhetikfieber“ (meixue re), diagnostiziert werden.
Heinrich Geiger studierte Sinologie
, Philosophie, chinesische Kunst und Archäologie. Seit 1990 ist er Referatsleiter der Asien-Abteilung beim Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst (KAAD) in Bonn und seit 2004 Gastprofessor an der Pädagogischen Hochschule Shanghai. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählt Die große Geradheit gleicht der Krümmung. Chinesische Ästhetik auf ihrem Weg in die Moderne (Freiburg: Alber 2005).

08.02.

Julia K. Reuß M.A.

Die Kunst der Liao-Dynastie (916-1125)  Zur gleichzeitigen Ausstellung im Museum 

Köln

Julia Reuß ist Ostasienwissenschaftlerin und Museumspädagogin in Köln

16.01.

Kamingespräch

Yasukuni-Schrein, Japan und China, kulturelle Identität und universale Ethik Mit einem Impulsreferat von Prof. Dr. Gregor Paul

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität,
Engesser Str. 3

Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.

11.01.2007 PD Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt (Universität Marburg) Mit gefletschten Zähnen das Mitgefühl der Buddhas verkörpern: Zur Deutung furchterregender Gottheiten
im tibetischen Buddhismus
Köln Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt ist eine durch zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen ausgewiesene Kennerin des tibetischen Buddhismus.

21.12.2006

Dr. Vivian Wagner (St. Gallen)

wg. kurzfristigen Absage der Referentin Ersatzvortrag durch Dr. Martin Wösler (Witten-Herdecke)

Chinas Kultur: 
Vom Trauma der Kulturrevolution zum Kultur-Export der Konfuzius-Institute



Köln

Das chinesische Reich hat sich schon immer als Kulturnation verstanden. Umso größer war der Schock der kommunistischen Funktionalisierung und Ideologisierung der Kultur und der Wendung gegen die (konfuzianische) Tradition, die schließlich im Trauma der Kulturrevolution mit einer Reduktion auf wenige kulturelle Musterstücke mündeten. Die Archive der Kulturrevolution wurden inzwischen geöffnet und Wagner hat sie durchsucht.
Heute meldet sich China, auch finanziell massiv durch das Bildungsministerium unterstützt, weltweit mit eigenen „Konfuzius“-Instituten zurück und knüpft damit an die Tradition der Sinisierung des asiatischen Raums an.

Dr. Vivian Wagner ist Ständige Dozentin für Kultur und Gesellschaft Chinas mit den Schwerpunkten Politik, Kultur und Gesellschaft Chinas an der Universität St. Gallen (Schweiz). Forschung in den Themenbereichen „Die Lieder der Roten Garden“ und „Erinnerungsverwaltung in China“ (DFG).

MITTWOCH [!],13.12.2006

Michael Henss (Zürich)

Peking – Stadtbild, Geschichte, Bauten. Mit Dias

Köln

Der Vortrag ist als kulturhistorische und städtebauliche Monogarphie angelegt. Er thematisirt u. a. Stadtanlage und Stadtentwicklung und informiert auch über jüngste Restaurierungen.
Der renommierte Chinawissenschaftler und Kunsthistoriker Michael Henss hat sich auch mit seinen fesselnden Referaten einen Namen gemacht. Sein Vortrag wird neueste Erkenntnisse und Studien berücksichtigen.

09.11.2006

Prof. Dr. Lutz Bieg (Köln)

Der chinesische Einfluss auf die Staatsexamina in Europa


Köln

Staatsexamina als öffentlicher Wettbewerb entstanden in Europa erst in der Napoleonischen Zeit. Dabei dürfte das chinesische Prüfungssystem als ein Modell gedient haben. Der Vortrag versucht, diese Entwicklung nachzuzeichnen.
Im Übrigen dürfte der Vortrag auch Gelegenheit bieten, chinesische und europäische Bildungssysteme überhaupt kritisch zu vergleichen.
Lutz Bieg
studierte Sinologie, manjurische und japanische Sprache, sowie Germanistik und Philosophie. Von 1977 bis 1982 war er DAAD-Lektor in der VR China und Hongkong. Seit 1989 ist er Professor für „Chinesische Literatur des 20. Jahrhunderts und Philosophie“ an der Universität Köln.
Bieg ist durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt geworden. Zu der von Wolfgang Kubin herausgegebenen Geschichte der chinesischen Literatur wird er Band 8 – eine „Bibliographie zur chinesischen Literatur in deutscher Sprache“ – beisteuern.

31.10.2006

Kamingespräch

Yasukuni-Schrein, Japan und China, universale Ethik und vergleichende Kulturwissenschaft. Mit einem Impulsreferat von Prof. Dr. Gregor Pauls

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität, 
Engesser Str. 3

Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.

12.10.2006

Dr. Wolf Donner (Köln)

Zwischen Gobi und Altai – Der wilde Westen der Mongolei. Mit Illustrationen


Köln

Die in Zentralasien gelegene, meerferne Mongolei hat eine vielfältige Landschaft, in der sich wenige Menschen gegen eine feindliche Umwelt behaupten. Sie reicht von der bewaldeten Taiga im Norden bis in die Gobi, welche die Grenze zu China bildet. Nur selten wird der wilde Westen des Landes, der an Russland und Kasachstan grenzt, besucht. Der Vortrag zeigt die vielfältigen Lebensräume der Menschen, erläutert die Rolle der Jurten, Dörfer und kleinen Städte und berichtet über die Wiederbelebung des Buddhismus. Ein hartes Klima und schwie­rige Wegeverhältnisse setzen der Entwicklung Grenzen. Dr. Wolf Donner hat die Reise 2004 unternommen und zeichnet sie in Wort und Bild nach.
Der langjährige Vorsitzende der Deutsch-Nepalischen Gesellschaft und durch zahlreiche wichtige Veröffentlichungen ausgewiesene Geograph Wolf Donner hat schon mehrfach vor der DFG referiert und das Publikum dabei stets faszinieren können.

12.09.2006

Kamingespräch

Konzepte des Barbarentums in sinoasiatischen Kulturen. Mit Impulsreferaten des Japanologen Dr. Gerhard Pfulb und Prof. Gregor Pauls

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität, 
Engesser Str. 3

Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.

21.06.2006

Kamingespräch

Konzepte des Barbarentums in sinoasiatischen Kulturen. Mit Impulsreferaten des Japanologen Dr. Gerhard Pfulb und Prof. Gregor Pauls

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität, 
Engesser Str. 3

Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.

08.06.2006 Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff (Universität Köln) Fußball in China – früher und heute

Mit Lichtbildern 


Köln

Schießpulver, Kompass, der Druck mit beweglichen Lettern u.v.a. waren in China erheblich früher bekannt als im Westen.
Ist China vielleicht auch das Ursprungsland des Fußballspiels? Wurde Fußball gespielt? Und wenn ja, wie? Als Mannschaftsport oder als Zweikampf? Diente es nur zur Unterhaltung? War es ein Volkssport? Ist Fußball heute ein Volkssport in China oder nur ein Geschäft? Wird China auch im Fußball bald zur Weltspitze gehören?
Auf all diese Fragen soll der Vortrag eine Antwort geben.


Professor Dr. Helmolt Vittinghoff ist Sinologe an der Universität Köln und Vorstandsmitglied der Deutschen China-Gesellschaft und der Deutschen Vereinigung für China-Studien. Er ist sowohl mit Fragen der klassischen wie der modernen
chinesischen Kultur vertraut und durch entsprechende Veröffentlichungen
ausgewiesen.

04.05.2006 Prof. Dr. Gregor Paul 
(Universität Karlsruhe)
Chinesische Kultur aus japanischer Sicht: Identifikation und Abgrenzung. Die „japanische“ Feststellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden

Mit Lichtbildern


Köln

Gerade „deutsche“ Interpretationen chinesischer Kultur führen immer wieder auf die Fragen: Lesen „wir“ „unsere“ Ansichten in die „chinesische“ Kultur hinein? Verwandeln wir mit der Anwendung „unserer“ Begriffe „Chinesisches“ in „Deutsches“? Wann kann und soll von Gemeinsamkeiten und Unterschieden gesprochen werden? 
Diesen und ähnlichen Fragen geht Gregor Paul in einer neuen Weise nach. Êr bietet kein abstraktes Referat über Methoden des Vergleichens, sondern erörtert  diese Fragen an Beispielen aus Literatur und Bildender Kunst, und zwar der japanischen Auseinandersetzung mit China. Gregor Paul stellt einige der methodisch interessantesten und historisch wirksamsten Fälle vor, in denen japanische Gelehrte zwischen „japanischer“ und „chinesischer“ Kultur unterschieden. In der Tat dürfte es ja nirgends zu so ausführlichen und detaillierten Auseinandersetzungen mit „chinesischer“ Kultur gekommen sein, wie sie über 1500 Jahre hinweg in Japan üblich waren. Extremfälle sind dabei die einander entgegengesetzten Versuche, japanische Kultur als Teil chinesischer Kultur zu begreifen, oder sie als radikal anders, als „ganz anders“ zu verstehen. Mit dem Vortrag soll damit auf einige allgemeine – von jeder spezifischen und insbesondere jeder „spezifisch deutschen“ Sicht unabhängige – Probleme der Interpretation chinesischer Kultur aufmerksam gemacht werden. Außerdem sollen ohne akademischen Jargon einige unbestreitbare Kriterien angegeben werden, die bei der Feststellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu beachten sind.

Stichwörter des Vortrags sind Menzius, Itō Jinsai, Motoori Norinaga, Rationalismus und Irrationalismus, Allgemeinmenschlichkeit und japanischer Nationalismus. Doch ist der Vortrag so angelegt, dass er ohne jede Vorkenntnis verständlich sein dürfte.

Zu Gregor Pauls einschlägigen Buch-Veröffentlichungen zählen Asien und Europa – Philosophien im Vergleich, Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, Aspects of Confucianism, Philosophie in Japan und Konfuzius. Eine systematische Studie zu den Methoden komparativer Philosophie und des Kulturvergleichs überhaupt hat er im Jahrbuch für Deutsch als Fremdsprache 2000 veröffentlicht. Eine Einführung in die Interkulturelle Philosophie wird im nächsten Jahr in der WBG erscheinen.

18. 04.2006 19:00

Kamingespräch

Konzepte des Barbarentums in sinoasiatischen Kulturen. Mit Impulsreferaten des Japanologen Dr. Gerhard Pfulb und Prof. Gregor Pauls 

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität, 
Engesser Str. 3

Für Nicht-DCG-Mitglieder telefonische Anmeldung erforderlich. Rufnummer: 0721-816802.

06.04.2006 PD Dr. Stefan Kramer  (Universität Konstanz) China als Mediengsellschaft. Konstruktionen und Dekonstruktionen kultureller Identität (Vortrag mit Bild- und Filmbeispielen)



Köln In der Wahrnehmung europäischer Medienteilnehmer zumeist als das große Andere des eigenen Selbstverständnisses fixiert, definiert die chinesische Kultur und Gesellschaft sich inzwischen in Wirklichkeit nicht nur als ökonomischer und geopolitischer, sondern längst auch als kultureller Mitspieler und Protagonist der globalisierten Medienkultur. Unter den Bedingungen postindustrieller Neuanordnungen der Weltgemeinschaft konstruieren die Menschen (und Mediennutzer) in China ihre individuellen und kollektiven Selbstverständnisse mehr und mehr jenseits aller nationalen Homogenisierungsbemühungen, für die nach wie vor insbesondere die Printkultur einsteht. Multipel fragmentierte Identitäten bilden sich vor allem im Kontext einer globalen Medienproduktion heraus; durch die Bilder des Fernsehens und des Internets sowie unter den Bedingungen von deren lokaler Nutzung und (bildschirm-)Wahrnehmung. Der Vortrag wird anhand von zahlreichen Beispielen die Anordnungsbedingungen der Medienwahrnehmung und deren Wechselwirkung mit einer hegemonialen und/oder widerständigen globalen wie lokalen Bedeutungs- und Identitätsproduktion in China thematisieren.

Dr. phil. habil. Stefan Kramer ist Hochschuldozent für Medienwissenschaft an der Universität Konstanz und assoziierter Mitarbeiter am Institut für Sinologie und Koreanistik der Universität Tübingen. Buchpublikationen: Schattenbilder (Dortmund 1996); Geschichte des chinesischen Films (Stuttgart, Weimar 1997, Seoul 2000); Bilder aus dem Reich des Drachen (mit Hu-Chong Kramer, Bad Honnef 2002); Vom Eigenen und Fremden (Bielefeld 2004); Globalization, Cultural Identities and Media Representations (mit N. Gentz, Hg., New York 2006); Das chinesische Fernsehpublikum (Bielefeld 2006).
02.03.2006 Prof. Dr. Stefan Messmann (Universität Budapest) Die gebundenen Füße der Chinesinnen – Sinnlichkeit oder männliche Dominanz? (mit Lichtbildern)


Köln

Die Sitte, die Füße einzubinden, nahm ihren Anfang wahrscheinlich im frühen 10. Jahrhundert und verbreitete sich im Laufe der nächsten Jahrhunderte vom Norden in Richtung Süden. Sie wurde im Laufe der Geschichte mehrere Male verboten, zuletzt 1949, doch auch heute noch sieht man mancherorts in China alte Frauen mit verbundenen Füßen. Über die Ursachen der Sitte gibt es verschiedene Theorien. Die meisten von ihnen versuchen die Fußbindung mit 1. Statussymbolik, 2. der Notwendigkeit, die Frauen keusch zu halten, 3. Schönheitsidealen, 4. Sexualität, 5. Fetischen, 6. Mode, 7. Abgrenzung gegen andere Völkern und 8. der Bekämpfung von Feinden zu erklären. Von diesen Erklärungen erscheint die der Dominanzbestrebung der Männer am ehesten einleuchtend.

Prof. Dr. Stefan Messmann wurde in Jugoslawien geboren und arbeitete nach Jura-Studium in Genf als Syndikus in Deutschland sowie als Manager (VW) und Anwalt in Shanghai. Er ist z. Z. Dekan und Professor für International Business Law an der Central European University in Budapest, wo er von 1999 bis 2003 auch als Akademischer Pro-Rektor tätig war. Er spricht mehrere Fremdsprachen und hat zahlreiche Bücher und Artikel veröffentlicht. 

Weitere biographische Informationen und Kontakt: http://www.ceu.hu/legal/faculty_perm.html#Stefan_Messmann

09.02.2006


PD Dr. Hans Peter Hoffmann (Universität Tübingen) Mit den Füßen denken, mit dem Kopf gehen – Daoismus und Dekonstruktion des taiwanesischen Autors SHANG Qin

Köln Hans Peter Hoffmanns Interessen gelten vor allem Vergleichen chinesischer und westlicher Diskurssysteme, moderner chinesischer Literatur, philosophischem Daoismus, der traditionellen chinesischen Malerei und der Popkultur Chinas.

Hoffmann studierte Sinologie, Osteuropäischen Geschichte und Germanistik. Mehrfache
Aufenthalte in Taiwan und der VR China. An der Universität Tübingen war er auch als Wissenschaftlicher Angestellter und als Assistent tätig. Hoffmann hat zudem wiederholt mit der Universität Leiden zusammengearbeitet. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählt Die Welt als Wendung – Zu einer Literarischen Lektüre des Wahren Buches vom Südlichen Blütenland (Zhuangzi).

12.01.2006

Prof. Dr. Ulrich Kautz (Universität Mainz, im Ruhestand)

Was lehrt Wang Shuo den Wissenschaftler? Begegnung mit dem "chinesischen Konsalik" Wang Shuo

 

 
Köln Ulrich Kautz berichtet über seine Beschäftigung mit dem bekannten chinesischen Schriftsteller Wang Shuo, dem Autor zahlreicher verfilmter Bestseller, die in China teils als Trivial- oder gar 'Hooligan'-Literatur etikettiert werden, teils von renommierten Intellektuellen wie dem Schriftsteller Wang Meng gute Kritiken bekommen haben. Der Referent unternimmt
eine differenzierte Würdigung des kommerziell wohl
erfolgreichsten Autors im China der Reformperiode und geht auf die Herausforderungen ein, die Wang Shuos Texte für einendeutschen Übersetzer und ein westliches Lesepublikum bereithalten.
Ulrich Kautz gehört zu den führenden deutschen Übersetzern moderner chinesischer Erzählliteratur und ist einer der wenigen Sinologen, die das Übersetzen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt haben, wie auch sein Standardwerk"Handbuch Didaktik des Übersetzens und Dolmetschens. München, Iudicium 2002 (2. Auflage)" belegt. 

08.12.2005

Michael Henss (Zürich)

Die Welt als Garten – Natur und Baukunst in China: Die Gärten von Suzhou. Mit Dias

Köln

Die Gärten von Suzhou gelten seit Jahr­hun­derten als herausragende Beispiele chinesischer Gar­tenbaukunst und haben selbst die europäische Landschaftsarchitektur geprägt. Ein Universum im Miniaturformat und ein Paradies auf Erden, illustrieren sie das Natur- und Weltverständnis der Chinesen.

Der renommierte Chinawissenschaftler und Kunsthistoriker Michael Henss hat sich auch mit seinen fesselnden Referaten einen Namen gemacht. Sein Vortrag wird neueste Erkenntnisse und Studien berücksichtigen.

25.11.-













Kunst-Ausstellung








Malerei der Fischer der Zhoushan-Inseln


IHK Karlsruhe,
Lammstr. 13-17
Tel. 0721-174-0

Die Malerei der Fischer der Inselgruppe von Zhoushan gehört zu den besten Beispielen moderner chinesischer Volkskunst. Muster der seit etwa 20 Jahren stetig bekannter gewordenen Arbeiten wurden unter anderem in Australien, Japan, Schweden, Norwegen, Spanien, Belgien und den USA gezeigt. Die Karlsruher Ausstellung soll dazu beitragen, auch einem deutschen Publikum Besonderheiten und Universalität wie Modernität gegenwärtiger chinesischer Kunst näher zu bringen. Ein Katalog und einfache Memorabilien können die Erinnerung an einen Besuch wach halten. Außerdem werden Werke zum Verkauf angeboten.

25.11., 18:00

Eröffnung mit Vertretern der Provinz Zhechuan, der chinesischen Botschaft und des Rathauses Karlsruhe

 

IHK Karlsruhe,
Lammstr. 13-17
Tel. 0721-174-0

 

25.11., 19:30

Bild-Vortrag von Frau JIANG Shenghui, Leiterin des Kunstverbandes von Zhoushan

Über die Malerei der Fischer von Zhoushan

NÄCHSTE
VORTRÄGE

IHK Karlsruhe,
Lammstr. 13-17
Tel. 0721-174-0

Chinesisch mit deutscher Übersetzung

26.11., 14:30

Bild-Vortrag von
Prof. Dr. Gregor Paul

Chinesische Bildende Kunst als Beispiel natürlicher Präformation. Mit Farblichtbildern



IHK Karlsruhe,
Lammstr. 13-17
Tel. 0721-174-0

Ob z. B. Wurzel-, Bambus-, Walnuss-, Rhinozerushorn- oder Elfenbein-Schnitzereien, Garten- oder Wolkendarstellungen auf Marmorstücken – chinesische Künstler sind darum bemüht, gemäß den natürlichen materialgegebenen Strukturen zu gestalten, ja, diese gewissermaßen zu „interpretieren“. Sie folgen damit universalen einer Regel, die im Westen u. a. Leonardo und Goethe formuliert haben und die die Surrealisten in Techniken wie der Frottage und Décalcomanie anwandten. Man kann allgemein von einem Prinzip der natürlicher Präformation sprechen.

Ästhetik, Kunsttheorie und Kunst gehören zu den bevorzugten Interessen des Referenten, der sich seit seiner Dissertation und Habilitation kontinuierlich mit den im Vortrag angesprochenen Fragen auseinandergesetzt hat.

28.11., 18:00

Vortrag von Herrn MIAO, Vertreter der Regierung der Provinz Zhejiang

Über die chinesische Wirtschaft

IHK Karlsruhe,
Lammstr. 13-17
Tel. 0721-174-0

Chinesisch mit deutscher Übersetzung

22. 11. 19:00

Kamingespräch

Migration

Karlsruhe,
Gästehaus der Universität, 
Engesser Str. 3

 

03.11.2005

Dr. Thilo Diefenbach (Universität Köln)

Kultur im Zeichen des Aufschwungs. Zur chinesischen Literatur des vergangenen Jahrzehnts

 

Köln

Die ökonomische Entwicklung Chinas während der letzten Jahre wird im Westen allgemein mit Erstaunen und Bewunderung aufgenommen; nur wenige Beobachter registrieren jedoch die gewaltigen sozialen Verschiebungen, die durch den Umbau des chinesischen Wirtschaftssystems hervorgerufen wurden und die für den Großteil der Bevölkerung negative Auswirkungen haben. Davon abgesehen betrifft der gigantomanische Umgestaltungsprozess natürlich auch den kulturellen Sektor. Der Vortrag wird zunächst die Rahmenbedingungen literarischen Schaffens im Vergleich zu den 80er Jahren umreißen und anschließend anhand einiger Fallbeispiele (u.a. Liu Jiming, Zhang Wei, Liu Qingbang) zeigen, wie unterschiedlich chinesische Intellektuelle auf die neue Situation reagieren.

Dr. Thilo Diefenbach promovierte im Jahre 2003 an der Universität zu Köln mit einer Dissertation zum Thema Kontexte der Gewalt in moderner chinesischer Literatur. Seine Forschungsschwerpunkte sind moderne Literatur Chinas sowie Kultur und Geschichte des frühen chinesischen Mittelalters (220-589). Seit Mitte 2004 arbeitet er als Stipendiat der Fritz-Thyssen-Stiftung an einem Forschungsprojekt zur neuesten chinesischen Literatur, das die Grundlage für diesen Vortrag bildet.

06.10.2005

Prof. Dr. Wolfgang Ommerborn (Universität Bochum)

Konfuzianismus und Religion im traditionellen China

 

Köln

Der Vortrag bietet einen umfassenden und objektiven Überblick der chinesischen Religionsgeschichte und ihrer konfuzianischen Prägung und Interpretationen.

Der Sinologe und Philosoph Wolfgang Ommerborn ist Lehrbeauftragter am Lehrstuhl „Politik Ostasiens“ der Universität Bochum so­wie Mitarbeiter des von der Thyssen-Stiftung finanzierten Projekts Das Buch Mengzi im Kontext der Menschenrechtsfrage. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die chinesische Philosophie, und dabei vor allem der Konfuzianismus, sowie die politische Ideengeschichte Chinas. 

Wichtigste Publikationen:

Geistesgeschichtliche Forschung in der VR China: Die gegenwärtige Bewertung des Zhu Xi (1130-1200) und seiner Konzeption von Li und Qi
, Studienverlag Dr. N. Brockmeyer, Bochum 1987. Die Einheit der Welt. Die Qi-Theorie des Neo-Konfuzianers Zhang Zai (1020-1077), Verlag B. R. Grüner / Benjamins, Amsterdam / Philadelphia 1996.

16.06.2005

Prof. Dr. Natascha Gentz (Universität Heidelberg)

Zwischen Kunst und Kulisse: Zur Entstehung des modernen chinesischen Theaters auf den Bühnen Pekings, Shanghais und Tōkyōs. Mit Illustrationen.

Köln

Der Vortrag behandelt die Auseinandersetzungen um ein modernes Theater in China zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei ging es insbesondere um die Herausbildung eines Sprechtheaters nach westlichem Vorbild und in Abgrenzung vom indigenen traditionellen Theater, das gemeinhin als Pekingoper bezeichnet wird. Verbunden mit dieser Entwicklung war eine normative Kategorisierung in ein „neues“ und „altes“ chinesisches Theater, die maßgebliche Konsequenzen für das Selbstverständnis und die weitere Entwicklung des Theaters im 20. Jahrhundert gehabt hat. Illustriert mit anschaulichem zeitgenössischen Bildmaterial beschäftigt sich der letzte Teil mit bisher kaum untersuchten hybriden Übergangsformen von altem und neuen Theater nicht nur in Beijing und Shanghai, sondern auch in Tōkyō.

Zu den Publikationen von Natascha Gentz zählen Geschichte der Partei entwunden – Eine semiotische Analyse des Dramas Jiang Qing und ihre Ehemänner (1991) von Sha Yexin, Projekt Verlag 1995; Die Anfänge des Journalismus in China 1860-1911, Harrassowitz 2002; und Mapping Meanings. The Field of New Learning in Late Imperial China , (Hrsg. zusammen mit Michael Lackner), Brill, 2004. 

12.05.2005

Prof. Dr. Gregor Paul, Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff, Shi Ming

Podiumsdiskussion

Köln

Der so genannte Schulbuchstreit ist nur ein Symptom der gravierenden politischen und kulturellen Konflikte, die bereits über ein Jahrhundert zwischen China und Japan bestehen. In der Veranstaltung sollen die wichtigsten Komponenten erklärt werden. Dabei wird sich der durch zahlreiche Beiträge in öffentlichen Medien profilierte Journalist Shi Ming zur innerchinesischen Diskussion und ihren Hintergründen äußern. Der Sinologe Helmolt Vittinghoff wird das gegenwärtige Verhältnis zwischen China und Japan thematisieren und der Kulturwissenschaftler Gregor Paul die nationalistische Ideologie skizzieren, mit der Japan einst seinen Totalitarismus, Imperialismus und Militarismus zu rechtfertigen suchte und die bei japanischen Rechtsextremisten noch immer virulent ist.

14.4.2005

PD Dr. Hans Peter Hoffmann (Universität Tübingen)

Der Nichtstuer – Festliche Geschichten vom daoistischen Nichtstun

Köln

Hans Peter Hoffmanns Interessen gelten vor allem Vergleichen chinesischer und westlicher Diskurssysteme, moderner chinesischer Literatur, philosophischem Daoismus, der traditionellen chinesischen Malerei und der Popkultur Chinas.

Hoffmann studierte Sinologie, Osteuropäischen Geschichte und Germanistik. Mehrfache
Aufenthalte in Taiwan und der VR China. An der Universität Tübingen war er auch als Wissenschaftlicher Angestellter und als Assistent tätig. Hoffmann hat zudem wiederholt mit der Universität Leiden zusammengearbeitet. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählt Die Welt als Wendung – Zu einer Literarischen Lektüre des Wahren Buches vom Südlichen Blütenland (Zhuangzi).

Symposium am 12. März 2005

04.-20.03.2005


Frauenperspektiven:
Ferner Osten – Naher Westen?
Mit dem Schwerpunktthema China www.karlsruhe.de/frauenperspektiven

Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), Lorenzstr. 19, Karlsruhe

Zwischen Macht und Ohnmacht – Frauen im heutigen China
Stichworte: Karriere, Sexualität und kulturelle Identität 
www.zkm.de
10:00 Begrüßung durch Christiane Riedel, Geschäftsführende Vorstandsreferentin des ZKM, und  Elisabeth Schraut, Leiterin des Fachbereichs Internationale Beziehungen der Stadt Karlsruhe
Einführung und Moderation:
Prof. Dr. Gregor Paul (Präsident der Deutschen China-Gesellschaft)
Vorträge und Diskussionen
10:30 – 11:40  Prof. Dr. Nicola Spakowski
(Sinologin, Historikerin an der Internationalen Universität Bremen): Feminismus und Frauenbewegung in China – neue Freiheiten, neue Herausforderungen
12:00 – 13:10 Karin Hasselblatt (Sinologin, Übersetzerin von Shanghai Baby, Berlin):
Konstruktion und Selbstdarstellung moderner Sexualität
14:00 – 15:10 Vera Schick M.A. (Sinologin in Tübingen und Stuttgart): Selbstmorde und Selbstmordgefährdung
15:30 – 16:45 Shi Ming (Journalist): Die moderne Chinesin in den Augen des chinesischen Mannes

 

 

 

 

 

10.03.2005

Dr. Barbara Beuys (Köln)

Gelehrte Frauen – dichtende Beamte
Ban Zhao, Su Dongpo, Li Qingzhao und andere

Köln

Der Vortrag geht aus vom Beamtenmilieu zur Zeit der Song-Dynastie, in dem Li Qingzhao, Chinas größte Dichterin, aufgewachsen ist. Dieses Milieu ist Resultat einer Tradition, die schon damals über ein Jahrtausend Chinas politische und geistige Elite geprägt hat.
Barbara Beuys war dreißig Jahre lang Redakteurin, u.a. beim Stern und der Zeit. Sie hat ein Dutzend historischer Sachbücher geschrieben, u.a. über den Großen Kurfürsten und Hildegard von Bingen, den Widerstand im Dritten Reich, Familienleben in Deutschland, Heimat und Hölle. Jüdisches Leben in Europa durch zwei Jahrtausende. Ihr neues Buch befasst sich mit einer  in Europa wenig bekannten Persönlichkeit und Epoche: Der Preis der Leidenschaft. Chinas große Zeit: das dramatische Leben der Li Qingzhao.

10.02.2005

Botschafter a.D. Dr. Hannspeter Hellbeck

China am Anfang des Jahres 2005

Köln

Hannspeter Hellbeck war Stellvertretender Generalkonsul in Hongkong, Leiter des Referats Ostasien im Auswärtigen Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter in Beijing. Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu Fragen Asiens und insbesondere Chinas gehören zu den wichtigsten einschlägigen Analysen und finden entsprechende Beachtung.

13.01.2005

Prof. Dr. Dietrich Neumann – Köln

An der lebenden Natur teilnehmen -
Naturbeobachtung und Malkunst im Alten China

Köln

Bildkunst kann widerspiegeln, wo und wann und wie in der Kulturgeschichte der Völker ursprüngliche Natur und ihre Organismenwelt beobachtet und gewürdigt wurde. Chinesische Gelehrte der Song-Zeit begründeten eine Stilrichtung, in der aufgrund besinnlicher Naturbeobachtung Pflanzen, Vögel, Fische und Insekten in ihrer Lebensweise in einer solchen Weise gemalt wurden, dass der aufmerksame Betrachter etwas ästhetisch Nacherlebbares und Wesentliches aus der ökologischen Wirklichkeit der Organismen wahrnehmen kann. Dieses wird an Tierdarstellungen von der Songzeit (960-1279) bis hin zur Regierungsperiode des Qing-Kaisers Qianlong (1736-1795) erläutert.
Dietrich Neumann ist emeritierter Profes-sor am Zoologischen Institut der Universität zu Köln. Neben seiner zoologischen Wissenschaft mit Schwerpunkten in Ökologie und Chronobi-ologie beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit der chinesischen, japanischen und abendländischen Naturmalerei.

09.12.2004

Prof. Dr. Wolfgang Ommerborn (Bochum), Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe), Prof. Dr. Heiner Roetz (Bochum) und Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff (Köln)

Forever and again: die Aktualität des so genannten Konfuzianismus

Köln

Podiumsgespräch.
Im Oktober ging in Beijing ein großer internationaler Konfuzius-Kongress zuende, über den unter anderem auch Der Spiegel berichtete.
Längst ist die Rede von einem neuen „Konfuzius-Fieber“. Das Bild des „Heiligen“ findet sich auf allem, was Abbildungen zulässt. Qufu ist eines der chinesischen Touristenzentren. Das bekannte „rote Buch“ ist dem roten Buch der „Gespräche des Konfuzius“ gewichen. Chinesische Politiker und „moderne Neo-Konfuzianer“ preisen „den Konfuzianismus“ als Alternative zur amoralischen „westlichen“ Kultur und degenerierten Demokratie. Das Menzius wird er-neut als menschenrechtsrelevanter Text gesehen.
Das Gespräch setzt sich kritisch mit diesen Sachverhalten auseinander.

06.12.2004


Erstes Treffen des DCG-Gesprächskreises Sinoasiatische Kultur

19 Uhr,
im Kaminzimmer des Gästehauses (Heinrich-Hertz-Hauses) der Universität Karlsruhe,
Engesser Str. 3, Karlsruhe

Die für DCG-Mitglieder und geladene Gäste reservierten „Kamingespräche“ finden in regelmäßigen Abständen statt. Termine und Themen werden von den Teilnehmern kurzfristig vereinbart. Nähere Informationen über den Präsidenten oder über www.dcg.de

11.11.2004

Michael Henss (Zürich)

Tibet und China – Tausend Jahre Kunst und Kultur

Köln

Der Vortrag thematisiert Marksteine der sino-tibetischen Beziehungen. Dabei geht es vor al­lem um Beispiele aus Bildender Kunst und Architektur.

Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuchhandlung „Asiatica“. Er befasst sich seit Jahren mit Themen und Fragen, die für die DCG von Interesse sind und hat denn auch mehrfach entsprechende Referate gehalten, die auf große Resonanz stießen. Zur Geschichte der tibetischen Kunst und Kultur hat Michael Henss zahlreiche Studien veröffentlicht. Sie ge­hört zu seinen engeren Arbeitsfeldern.

07.10.2004

Vera Schick, M.A. (Stuttgart und Tübingen)

Selbstmord als Thema chinesischer Literatur

Köln

Der Vortrag wird vor allem die Darstellung des Selbstmords in der chinesischen Literatur der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts beleuchten.

Die Sinologin Vera Schick ist seit 2000 Dozentin für chinesische Sprache an der Fach­hoch­schule Stuttgart und war bis 2003 Lektorin für klassisches und modernes Chinesisch am Seminar für Sinologie und Koreanistik der Universität Tübingen. Ihr besonderes Interesse gilt der chinesischen Literatur und Literatur­kritik sowie einer Thanatologie und Suizidologie der chinesischen Kultur. Sie arbeitet an einer Dissertation mit dem Thema Das Selbstmord-Motiv in der chinesischen Literatur der 20er und 30er Jahre.

17.06.2004

Generalkonsul a.D. Dr. Hans Wolfgang Schumann (Königswinter)

Der Buddha des Mah?y?na-Buddhismus

Köln

Im Mahayana, dem „Großen Fahrzeug“, gilt der Buddha oft als eine Art übermenschliches, ja (fast) göttliches Wesen. Der Vortrag geht der Geschichte der Herausbildung dieser Buddha-Vorstellungen und der Funktion und Wirkung der Entwicklungen nach. Chinesische Buddhi-sten verstanden – und verstehen – sich im All-gemeinen als Mah?y?nisten.
Hans Wolfgang Schumann ist einer der be-kanntesten deutschen Indologen und Buddhologen. Seine Veröffentlichungen zählen zu den erfolgreichsten einschlägigen Veröffentlichungen. Genannt seien nur Der historische Buddha, Die großen Götter Indiens und Handbuch Buddhismus.

13.05.2004

Privatdozentin Dr. Gisela Hildenbrand (Köln)

Traditionen der Selbstkultivierung in China

Köln

Der Gedanke, das Leben zu pflegen und zu kultivieren (yangsheng), taucht in China sehr früh auf. Philosophen und Heilkundige formulierten unterschiedlichste Vorschläge und Regeln, die dann in
praktischen Übungen ihren Ausdruck fanden. Vor allem Methoden der Selbstübung, in denen es um Körperhaltung- und Bewegung, um Atmung und um Sammlung, Ruhe und Imagination
geht - heute unter dem Begriff Qigong zusammengefasst - haben sich im Westen etabliert. 
Je nach Herkunft und Ziel werden in den überaus zahlreichen und vielfältigen überlieferten Verfahren unterschiedliche Übungselemente betont, seien es medizinische, religiöse oder künstlerische.
Die Beziehung zu den Künsten, insbesondere zur Schriftkunst und zur Musik, und hier vor allem zur Musik der Qin, zeigt sich in den Begriffen, den Übungsanforderungen und im
philosophischen Fundament des Yangsheng. Die Beziehung zur chinesischen Heilkunde wird in der Einbindung der Konzepte, die auch der Akupunktur zugrunde liegen, deutlich. Die religiösen
Elemente zeigen, dass insbesondere die daoistischen Schulen der Inneren Alchemie einen reichen Schatz an Praktiken zur Kultivierung des Lebens entwickelt haben.
Dr. med. Gisela Hildenbrand ist Privatdozentin an der Universität Bonn und führendes Mitglied der Medizinsichen Gesellschaft für Qigong e.V. 

15.04.2004


Podiumsdiskussion über ein aktuelles Thema

Köln


11.03.2004

Dr. Xu Pei (Köln)

Die Lyrikerin Xu Pei liest aus ihrem neuesten Gedicht-band „Schneefrau“

Köln

Die Lesung bietet auch Gelegenheit zu einem Gespräch über chinesische und deutsche Litera-tur. Außerdem können von Xu Pei signierte Bände ihrer bibliophilen, von namhaften Künst-lern illustrierten Gedichtsammlungen erworben werden.
Xu Pei, geboren und aufgewachsen in der VR China, lebt seit Ende 1988 in Europa. Pro-motion im Fach Germanistik 1996. Xu Pei erhielt mehrere Literatur-Stipendien. Zu ihren Veröffentlichungen gehören: Täglich reitet der Herzog aus. Gedichte (1993). Frauenbilder der Ro-mantik. Dissertation (1997). Lotosfüße. Gedichte (2001).

12.02.2004

Dr. Thomas Täubner (Freiburg)

Chinas neuer Heiliger. Lu Xun in der 
Volksrepublik China – Die gesellschaftsführende Funktion von Kunst und Literatur

Köln

„War Konfuzius der Heilige der Feudalgesell-schaft, so ist Lu Xun der Heilige des modernen Chinas“ (zitiert aus der Rede „Über Lu Xun“, die Mao am 19. 10. 1937 in der Nord-Shaanxi-Akademie zu Yan’an anlässlich des ersten Jah-restags des Todes von Lu Xun hielt). Thomas Täubner untersucht mittels der neuentwickelten „Gesellschaftsführungslehre (Soziagogie)“ die gesellschaftsführende Funktion von Kunst und Literatur in der Volksrepublik China. Täubner zeigt am Beispiel der chinesischen Lu-Xun-Rezeption der 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts, wie es der chinesischen Obrigkeit bis heute immer wieder gelingt, den 1937 von Mao Ze-dong in den Rang des Kulturheiligen erhobenen linksgericheten Schriftsteller Lu Xun (1881-1936) dem Volke gemäß den Normen zu prä-sentieren.
Thomas Täubner studierte an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i.Br. Sinologie, Philo-sophie und Kunstgeschichte. Während eines zweijährigen Auslandsaufenthaltes in der VR China studierte er am Literaturinstitut der Uni-versität Nanjing in der Doktorandenklasse Pro-fessor Bao Zhongwens, des Direktor des chine-sischen Literaturinstituts und führendem Mit-glieds der Jiangsuer Lu Xun-Gesellschaft. Im Sommer 2003 promovierte Täubner bei Prof. Dr. jur. Dr. phil. Harro von Senger.

15.01.2004

Prof. Dr. Joachim Gentz (Universität Göttingen)

Einheit der „Drei Lehren“? 
Konfuzianismus, Daoismus und Buddhis-mus im traditionellen China

Köln

In welcher Weise wurden die „Drei Lehren“ in der Geschichte Chinas tatsächlich als Einheit gesehen? Wer sah und sieht sie so? Und warum? Gab es auch andere einflussreiche Einschätzungen? In seinem Vortrag wird der Sinologe und Religionswissenschaftler Joachim Gentz all diesen Fragen nachgehen.

04.12.2003

Dr. Manfred Dahmer

Qin
Die klassische chinesische Griffbrettzither und ihre Musik

Köln

KONZERT, VORTRAG UND GESPRÄCH
Die Qin besaß seit frühester Zeit eine Sonderstellung in der chinesischen Kulturgeschichte: Für kein anderes Instrument wurden vergleichbar viele Kompositionen überliefert. Über kein anderes Instrument wurde so viel geschrieben. Für Gelehrte, Maler, Dichter, Philosophen und Mächtige war sie Teil kultivierten Lebens.
Der renommierte Musiker, Musikwissenschaftler und Sinologe Manfred Dahmer studierte die Qin an der Zentralen Musikhochschule Peking und in Taiwan. Zu seinen Veröffentlichungen zählt das Buch Qin – die klassische chinesische Griffbrettzither, das kürzlich in einer erweiterten Neuauflage und mit CD erschien.

13.11.2003

Christian Schwermann M. A. (Sinologie Bonn)

Antiintellektualismus im alten China

Köln

Der Vortrag beschreibt die intellektualitäts- und bildungsfeindlichen Strömungen bis zum Beginn der Kaiserzeit (210 vor Chr.) und beleuchtet ihre ideen- und sozialgeschichtlichen Hintergründe.
Eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der einschlägigen aktuellen Hypothesen.
Christian Schwermann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und arbeitet z. Z. an einer Dissertation über den Begriff der Dummheit in altchinesischen Texten. Sein Hauptinteresse gilt der Klassischen Philologie und Geistes- und Kulturgeschichte des alten China (bis 220 n. Chr.).

09.10.2003

Werner Neite

Die europäischen Bauten des Alten Sommerpalastes in Peking. Werden und Niedergang. Mit Dias.

Köln

Nach Sturz der Ming-Dynastie (1644) nahmen die Qing-Kaiser Peking in Besitz. Im Nordwesten Pekings installierten sie eine Sommerresidenz mit herrlichen Parkanlagen (Yuan ming yuan). Um 1745 entwarfen italienische und französische Missionare für einen kleinen Teil des Gartenkomplexes Anlagen im europäischen Stil. Die Bauten wurden 1860 zuerst von der englisch-französischen Interventionsarmee und dann 1900 von den acht fremden Mächten geplündert und niedergebrannt. Heute sind dort nur noch Ruinen.
Der Dipl.-Pyschologe Werner Neite besichtigte 1991 das Ruinenfeld und fotografierte es. Das „Herzstück“ seines Vortrags bilden freilich von ihm erworbene einmalige Original-Fotografien von 1870 (25 mal 35 cm). Seine Überzeugung, dass Geschichte nur bei leibhaftiger Anschauung lebendig werde, motivierte ihn, sich in das Thema zu vertiefen.

31.08.2003


Sommertreffen


Auf der Terrasse des Cafés Hirsch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln (Universitätsstraße 100, Tel. 0221-4309882) findet am Samstag, den 31. August 2003, von 14 Uhr 30 bis 18 Uhr ein Treffen von Mitgliedern und Freunden der DCG statt. Dieses Treffen soll das persönliche Kennenlernen von langjährigen und neueren Mitgliedern fördern.

05. Juni 2003

Prof. Dr. Konrad Wegmann (Bochum)

Das Daode jing

Köln

Gegenstand des Vortrags ist das Daodejing (Tao-te-king), wie es insbesondere aus der Sicht einer nicht-daoistischen klassischen chinesischen „Schule“, der „Schule“ des Legalismus, gesehen wurde. Der Legalismus avancierte in mancherlei Hinsicht zur Ideologie des Reichseinigers und „Ersten Kaisers“ Qin Shi Huang.
Konrad Wegmann ist Sinologe und Politologe an der Universität Bochum. Er ist einer der besten deutschen Kenner des Daode jing, des den meisten Deutschen als Tao-te-king bekannten, Laozi bzw. Lao-tzu zugeschriebenen Klassikers des Daoismus oder Taoismus. Zuletzt hat Konrad Wegmann u.a. die Reihe Strukturen der Macht: Studien zum politsichen Denken Chinas herausgegeben und eine Analyse der „Laozi-Textversionen im Vergleich“ (Monumenta Serica 47) veröffentlicht.

08. Mai 2003

Dr. Volker Klöpsch (Krefeld)

Der Übersetzer als Verräter? Wider die Mär von der Unübersetzbarkeit chinesischen Dichtung

Köln

Der Vorwurf des Verrats ist fast so alt wie die Profession des Übersetzens. Er gilt bereits für die Übertragungen zwischen miteinander verwandten europäischen Sprachen. Umso schwieriger erscheint die Vermittlung einer so fremden Kultur und andersartigen Literatur wie der chinesischen in den deutschsprachigen Raum. Bei der Übertragung von Dichtung, dem in China mit Abstand am höchsten geschätzten literarischen Genre, muss der Übersetzer neben dem bloßen Verständnis für den Text auch ein Gespür für die strikten prosodischen Formen und die ganz unterschiedliche Funktion des Gedichtes in der chinesischen Gesellschaft aufbringen.
Der Vortrag gibt einen Abriss der Geschichte von Übersetzungen chinesischer Poesie ins Deutsche und beschreibt anhand einiger Beispiele die ver-schiedenen methodischen Ansätze. Sodann wird versucht, die grundsätzlichen Probleme dieses Vermittlungsprozesses zu beschreiben und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Am Ende könnte die Frage nach poetischen Universalien stehen, die Original und Übersetzung miteinander verbinden und die Mühsal des Übersetzers rechtfertigen.
 Dr. Volker Klöpsch studierte Germanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und Sinologie an den Universitäten Freiburg, Berlin, Edinburgh, Salamanca, Shanghai und Heidelberg. Er arbeitete am Bochumer Sinicum, lehrte als DAAD-Lektor an der Taiwan-Universität in Teipeh deutsche Sprache und Literatur und unterrichtet seit 1990 am Ostasiatischen Seminar der Universität Köln. Neben Übersetzungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts legte er mit Der seidene Faden. Gedichte der Tang die erste vollständige Übertragung der wichtigsten und in China am weitesten verbreiteten Anthologie von Tang-Lyrik ins Deutsche vor. Er ist zudem Mitherausgeber der Hefte für ostasiatische Literatur.

03. April 2003

Dr. Martin Woesler

Zwischen Exotismus und Chinoiserie. Parallelen und Unterschiede zwischen chinesischer und deutscher Literatur. Einflüsse und Abgrenzungen.

Köln

Um Hintergründe geht es in diesem Referat, Motive und Intentionen beim geistigen Austausch zwischen China und Deutschland. Diese haben stets die entscheidende Rolle gespielt, sowohl bei der Idealisierung der Chinoiserie und des Maoismus wie auch bei der Exotisierung, der bewussten Betonung des Anderen, des Unterschiedlichen, des Unverstandenen. Zentrale Figuren in diesem geistigen Austausch sind die frühen Reisenden, dann die Übersetzer und schließlich die eigenen Autoren, die das oft schon gefilterte Chinabild in Andeutungen (Effi Briest) exotisierten oder in Gleichnissen idealisierten (Der gute Mensch von Sezuan). Spannend sind auch überraschende Parallelen, die sich unabhängig in beiden Kulturkreisen entwickelt haben – ist der Traum der Roten Kammer dem Faust oder eher den Buddenbrooks seelenverwandt? Heißt Heinrich Böll auf chinesisch Wang Meng? Texte, in die andere Sprache übertragen, erreichen ähnliche Wirkungen, etwa wenn in China Guo Moruos Übersetzung von Goethes Werther eine Selbstmordwelle auslöst.
Woesler ist Vorstandsmitglied der DCG. Sein Fachinteresse als Sinologe gilt vor allem der chinesischen Literatur und den Möglichkeiten, die der Computer für die Chinawissenschaften bietet. Zur Zeit arbeitet er – zum Teil wechselnd – in Bochum, Germersheim und Peking. Dabei befasst er sich insbesondere mit Rezeption des Traums der Roten Kammer und dem Aufbau  einer chinesischsprachigen Volltext-Datenbank im Internet. Aufenthalte u. a. an der Peking- und der Harvard-Universität. Zu seinen Veröffentlichungen zählen China‘s digital dream (2002), The Chinese Essay in the 20th Century (2000), und Geschichte des chinesischen Essays (1998).

06. März 2003

Jürgen Kahl

Unbezahlbares Wachstum? Chinas ökologische Herausforderung

Köln

China hat seit Rio 1992 den Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung adoptiert und sich ehrgeizige umweltpolitische Ziele gesetzt. Der Vortrag geht der Frage nach, um welchen ökologischen Preis das Land seine hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten erzielt, welche Fortschritte und welche Defizite im Umweltschutz zu verzeichnen sind. Dabei geht es auch um die Perspektiven, die sich aus den internationalen Maßnahmen zum Klimaschutz und aus dem WTO-Beitritt der Volksrepublik für die bi- und multilaterale umweltpolitische Zusammenarbeit mit China ergeben.
Jürgen Kahl ist Historiker und Politologe. Nach dem Staatsexamen erhielt er ein China-Sti-pendium der Stiftung Volkswagen-Werk. Kahl arbeitet als Journalist. 1985-1992 war er China-Korrespondent der Süddeutschen und Neuen Zürcher Zeitung. Gegenwärtig ist er Sonderkorrespondent der NZZ. Veröffentlichungen in Fachpublikationen zur chinesischen Innen- und Außenpolitik.

06. Februar 2003

Generalkonsul a. D. Dr. Wolfgang Schumann (Königswinter)

Der Buddha in Kunst und Geschichte

Köln

Hans Wolfgang Schumann ist Indologe und Religionswissenschaftler. 1960-63 war er Lektor an der Hindu-Universität in Benares. Danach trat er in den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ein, für den er zuletzt als Generalkonsul in Bomaby tätig war. Wolfgang Schumann hat zahlreiche Arbeiten über den Buddhismus und die indische Kultur veröffentlicht. Für seine Bücher Der historische Buddha und Die großen Götter Indiens erhielt er – zusammen mit einem weiteren Indologen – 2000 den Rabindranath-Tagore-Preis der Deutsch-indischen Gesellschaft.
Der Vortrag mit Dias von Originalschauplätzen bietet eine Biographie des historischen Buddha.

09. Januar 2003

Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch (Hürth)

Synästhesie in der chinesischen Landschaftsmalerei

Köln

Wie haben traditionelle chinesische Maler z. B. den Wind, den Mond, den Schnee oder die Wasserfälle dargestellt, damit der Betrachter die Kälte des Windes, den Glanz des Mondes, die Reinheit des Schnees oder das Tosen des Wasserfalls wahrnehmen kann? Sie verzichteten auf die Wiedergabe zahlreicher Einzelheiten und schilderten nur die zur Identifizierung unbedingt notwendigen Elemente. Durch die visuelle Wahrnehmung dieser Bildelemente soll beim Betrachter die synästhetische Darstellungserweiterung einsetzen. Der Vortrag wird anhand der stimmungsvollen Landschaftsmalereien veranschaulichen, welche synästhetischen Mittel chinesische Maler in ihrem künstlerischen Konzept angewandt haben, das im Laufe der Zeit mehr oder weniger präzise im Maltraktat formuliert und schematisch tradiert wurde.
Frau Jeong-hee Lee-Kalisch ist promovierte Kunsthistorikerin. Nach ihrer Tätigkeit an der Universität Köln und im Museum für Ostasiatische Kunst der Stadt Köln war sie Kuratorin der erfolgreichen Ausstellungen in der Villa Hügel in Essen wie „Das Alte China" (1994-1995) und „Die Alten Königreiche Koreas" (1999-2000), die europaweit eine großen Resonanz fanden. Seit 2001 lehrt sie ostasiatische Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin.

12. Dezember 2002

Prof. Dr. Thomas Scharping (Köln)

Geburtenplanung in China: Wirtschaftliche und soziale Aspekte

Köln

Der Vortrag wird die Hintergründe und Durchführungsprobleme der chinesischen Ein-Kind-Politik beleuchten und die Ergebnisse der letzten chinesischen Volkszählung vom November 2000 vorstellen.
Thomas Scharping ist Professor für Neuere Geschichte Chinas mit den Schwerpunkten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zu seinen engeren Forschungsgebieten gehören Bevölkerungspolitik und demographische Entwicklung Chinas, zu denen er zahlreiche Arbeiten in Deutschland und den USA veröffentlicht hat, darunter: Chinas Ein-Kind-Kampagne 1978-1994, in: Geburtenplanung in China, Hamburg 1995; sowie Birth Control in China 1949-2000, Population Policy and Demographic Development, Armonk/Honolulu 2001.

21. November 2002

Prof. Dr. iur. Robert Heuser (Köln)

Der Weg des „chinesischen Rechtsstaats“: In neuen Schuhen auf alten Pfaden?

Köln

Ein fundamentales Anliegen des chinesischen Gemeinwesens ist die Herausbildung von Institutionen der Machtkontrolle. Als zentrales Mittel gilt die „Errichtung eines sozialistischen Rechtsstaats“. Damit wird ein Konzept aufgegriffen, das seit über 200 Jahren im Zentrum der europäischen Verfassungsgeschichte steht. Vor dem Hintergrund des Wesens des europäischen
Rechtsstaats soll im Vortrag aufgewiesen werden, wie „Rechtsstaat“ heute in China gedacht wird, welche neuen Institutionen in Umsetzung dieses Konzepts entstanden sind oder sich in der Entstehung befinden, und ob das sozio-politische und wertspezifische Umfeld sich für diese Neubildungen als tragfähig erweisen kann.
Nach Tätigkeit als Ostasienreferent am Heidelberger Max-Planck-Institut für vergleichendes öffentliches Recht und Völkerrecht und als DAAD-Lektor für deutsches Recht an Universitäten in Osaka, Kobe und Taibei lehrt Robert Heuser seit 1992 Chinesische Rechtskultur an der Universität Köln. Zu früheren Buchpublikationen gehören Das Rechtskapitel im Jinshu. Ein Beitrag zur Kenntnis des Rechts im frühen chinesischen Kaiserreich, München 1987, und Miyazawa Toshiyoshi, Verfassungsrecht, Köln 1986. Zuletzt sind erschienen: Einführung in die chinesische Rechtskultur, Hamburg 1999 (2. Auflage 2002), und Umweltschutzrecht der VR China, Hamburg 2001.

01.11.2002



Köln

Anlässlich des Jubiläums der Deutschen Asia Pazific Gesellschaft, die am 07. und 08. November ihre 10. China-Tage  durchführt,
laden DCG und DAPG am Vorabend zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Museum für Ostasiatische Kunst ein.
Prof. Dr. Gregor Paul
wird dabei einen Vortrag mit dem Titel
Traditionelle Kultur, nationales Wirtschaftssystem und internationales Geschäft
Anmerkungen zum deutsch-chinesischen Mit- und Gegeneinander
halten.

17.10.2002

Generalkonsul a.D. Dr. Wolfgang Runge (Königswinter)

Kooperation im Wandel: 30 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China

Köln

Was waren die Schwerpunkte der  Beziehungen zwischen beiden Staaten? Wie verliefen die unterschiedlichen Phasen im Verhältnis beider Staaten, von der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Oktober 1972 bis zur Gegenwart? Welche Bedeutung kam den wechselnden Konstellationen der internationalen Politik und den innen- und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der VR China zu? Wie stellt sich heute das Spannungsfeld übereinstimmender Interessen und abweichender Grundüberzeugungen dar?
Wolfgang Runge ist promovierter Historiker (für Neuere Geschichte). 1965 tat er in den Auswärtigen Dienst ein. Sein Haupttätigkeitsfeld lag im Bereich der Außenwirtshaftspolitik. Aus dieser Pespektive haben ihn die deutsch-chinesischen Beziehungen wiederholt beschäftigt, zuletzt als Generalkonsul in Guangzhou (Kanton).

05.06.2002

Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer (Bochum)

„Esoterik“ und Wissenschaft – Interpretationen Ostasiens

Köln

Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politik Ostasiens an der Ruhr-Universität Bochum. Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt seit längerem auf dem Gebiet der politischen Philosophie und Ideengeschichte unter kulturvergleichendem Aspekt.
Die europäische Beschäftigung mit fernöstlichem Denken war von ihren Anfängen an von zwei unterschiedlichen Fragestellungen beherrscht: Der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem, was die Kulturen Ostasiens von der unseren unterscheidet, steht immer wieder eine „esoterische“ Beschäftigung mit dem Fernen Osten gegenüber, die in einer angeblich tiefen und geheimnisvollen Weisheit des Ostens die Rettung vor dem Unbehagen am „Rationalismus“ modernen westlichen Denkens sucht. Nur allzu oft verschwindet bei dieser Suche das reale Ostasien hinter einer Nebelwand mystischer Projektionen.

15.05.2002

Michael Henss (Zürich)

Marco Polo und China (Diavortrag)

Köln

Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuchhandlung „Asiatica“. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte tibetischer Kunst und Kultur veröffentlicht und ist Gründungsmitglied des „International Committee for Marco Polo Studies“.
Marco Polo (1254 bis 1324) stand am Anfang europäischer Entdeckungsreisen nach Fernost. In Peking war Khubilai Khan, im 13. Jahrhundert Herrscher des mongolischen Imperiums und Kaiser von China, sein Gastgeber. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf China und Zentralasien. Henss zeigt neuere Bilder zu den Orten von Marco Polos Reise und ältere Dokumente und geht auf den aktuellen Stand der Forschung sowie aktuelle Diskussionen ein, wie z.B. auf dem Marco Polo-Kongress in Tianjin 2000.

10. April 2002

Referent: Dr. Hermann-Josef Röllicke (Düsseldorf)

Thema: Der Buddha der Zeit - eine zentrale Gestalt des Mahâyâna-Buddhismus

Köln

Mit Dias von Malereien aus Dunhuang, dem Ort der buddhistischen Höhlen im Nordwesten Chinas.
Hermann-Josef Röllicke ist promovierter Sinologe und Philosoph. Schwerpunkte seiner Forschung und seiner Publikationen sind die vorbuddhistische und die buddhistische chinesische Philosophie und Dichtung. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit Fragen der Kunst, der Geschichte und der Religion in China. Er ist zur Zeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am EKO-Haus der Japanischen Kultur, Düsseldorf.
Maitreya, der „Freundliche“, ist im Mahâyâna-Buddhismus der „zukünftige“ Buddha. Im Lotos-sûtra und im Sûtra der Auflösung des tiefen Geheimnisses fragt er den gegenwärtigen Buddha nach dem Zeitsinn der Meditation und des Erwachens. Hat der Buddha ein Alter? Erlischt in der Versenkung und im Erwachen die Zeit? Wenn Meditation „Innehalten“ und „Betrachten“ bedeutet, was ist darin „Zeit“?

06. März 2002

Referent: Dr. Norbert Deuchert (Ulm)

Thema: Neuer Fund in China – Die frühbuddhistischen Skulpturen von Qingzhou. Mit Dias

Köln

Norbert Deuchert ist promovierter Historiker, Mitbegründer und Leiter des Museums Villa Rot bei Ulm, dessen Schwerpunkt Asien ist. Langjährige Beschäftigung mit der Kunst Tibets und Ostasiens, kulturhistorische Forschungsaufträge und Publikationen.
Mehr als 400 frühbuddhistische Skulpturen wurden 1996 in Qingzhou/Provinz Shandong entdeckt. Wegen ihrer künstlerischen Qualität und historischen Bedeutung gelten sie als einer der wichtigsten Funde Chinas in den letzten Jahren. Der Referent, der den Fundort 2000 besuchte, stellt die Meisterwerke anhand von Dias vor und versucht eine religions- und kunstgeschichtliche Einordnung mit Bezügen zum Kulturtransfer entlang der Seidenstraße.
Der Vortrag fällt in die Zeit einer Ausstellung des Rietberg–Museums in Zürich, die 33 Skulpturen zeigt (vgl. Veranstaltungshinweise S. 87).

06. Februar 2002

Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Gregor Paul / Dr. Bernhard J. Trautner
Prof. Dr. Rolf Trauzettel / Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Oberst a.D. Reinhart Dietrich


Köln

R e l i g i o n  u n d  G e w a l t

Gregor Paul ist Professor für Philosophie (Universität Karlsruhe). Bernhard J. Trautner ist Politik- und Islamwissenschaftler (Universität Bremen). Rolf Trauzettel ist Professor für Sinologie (Universität Bonn). Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie (Universität Köln). Reinhart Dietrich war Militärattaché an der Deutschen Botschaft in Peking.
Gegenstand der Diskussion ist die Frage, ob religiös motivierte Gewalt stets Missbrauch an sich guter religiöser Lehren ist, oder ob sie auch durch die Lehren selbst begünstigt werden, ja gefordert sein kann. Das Hauptinteresse soll Inhalt und Geschichte der Religionen in chinesischen Kulturen gelten, doch die Diskussion wird auch indische, islamische und christliche Religionen einbeziehen.

09. Januar 2002

Referentin: Ute Griesser (Köln)

Thema: Thankas – Rollbilder des tibetischen Buddhismus. Kulturelle Bedeutung und Möglichkeiten der Konservierung. Mit Dias

Köln

Ute Griesser ist Diplom–Restauratorin. Sitz ihres Restaurierungsateliers ist Köln. Zu ihren Hauptaufgabengebieten der Konservierung und Restaurierung zählen Gemälde, gefasste Holzskulpturen und Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst. Im Bereich der Ausstellungsbetreuung war die Referentin von 1995 bis 2000 an der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn tätig. Seit über sechs Jahren befasst sie sich mit der Konservierung von Thanka–Gemälden.
Anhand von Bildbeispielen wird deutlich werden, dass die mit dem kulturellen Gebrauch von Thankas verbundenen Schäden auch spezielle Konservierungsverfahren erfordern.

12. Dezember 2001

Referent: Professor Dr. Helmolt Vittinghoff (Köln)

Thema: Fengshui – "Wellness" aus dem chinesischen Schatzhaus?

Köln

Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie am Ostasiatischen Seminar der Universität zu Köln. Sein Hauptaugenmerk in Lehre und Forschung gilt der traditionellen Geistesgeschichte Chinas und ihrer Rezeption im gegenwärtigen chinesischen Kulturraum, der auch seine neueste Publikation "Recent Bibliography in Classical Chinese Philosophy" gewidmet ist. Sie erscheint als erster Teil einer auf vier Bände konzipierten Folge im Fachorgan Journal of Chinese Philosophy (Malden, USA) als Doppelband 1/2 des Jahrgangs 2001.
Der Vortrag stellt chinesisches Fengshui und dessen merkantil geprägte Aufnahme im Westen dar. Fengshui lehrt, sich beim Wohnen und allgemeinen menschlichen Handeln an "Naturkräften" zu orientieren.

14. November 2001

Referentin: PD Dr. med. Gisela Hildenbrand (Bonn)

Thema: Qigong Yangsheng – Übungen zur Pflege des Lebens

Köln

Gisela Hildenbrand beschäftigt sich seit 1984 mit chinesischer Heilkunde und insbesondere mit Qigong, das sie dann auch als Qigong Yangsheng von 1986–1997 bei Professor Jiao Guorui studierte. 1991 war sie Mitbegründerin der "Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng" in Bonn. Seitdem ist sie auch 1. Vorsitzende der Gesellschaft. Sie ist Herausgeberin von Jiao Guoruis Lehrbuchreihe Qigong Yangsheng und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Qigong Yangsheng.
Qigong, ein junger Begriff für eine vielfältige Tradition der Selbstkultivierung, rückt zunehmend in das Interesse westlicher Medizin. Der Vortrag behandelt Herkunft, Stationen der geschichtlichen Entwicklung, Inhalte, Prinzipien und Ziele von Qigong–Übungen sowie deren Rezeption und Anwendungsgebiete im Westen.

10. Oktober 2001

Referent: Professor Dr. Rolf Trauzettel (Bonn)

Thema: Chinesische Mythologie und Geistesgeschichte

Köln

Professor Trauzettel, einer der renommiertesten deutschen Sinologen, ist auch einem weiteren Publikum bekannt. Seine gemeinsam mit Herbert Franke verfasste Darstellung Das Chinesische Kaiserreich (Frankfurt a.M. 1968) gehört nach wie vor zu den vielkonsultierten Standardwerken deutschsprachiger sinologischer Literatur. Seit einiger Zeit gilt Rolf Trauzettels Interesse vor allem Fragen der chinesischen Geistesgeschichte und Philosophie. Gemeinsam mit Silke Krieger gab er 1990 (bei Hase & Koehler in Mainz) den Band Konfuzianismus und die Modernisierung Chinas heraus. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen zählt die Studie "West–Östliches. Exempel zum Problem chinesisch–abendländischer Komparatistik", die in den minima sinica (2/2000, S. 1-37) erschien.
Der Vortrag wird sich unter anderem auch mit der Frage nach dem Stellenwert von Mythos und Ritual auseinandersetzen.

23. September 2001

Vortrag in Wuppertal

Ort: Fuhlrott–Museum, Raum M 212, Auer Schulstraße 20, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202–563-2618. Zeit: 11 Uhr 30.`

Köln

Referent: Professor Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Konfuzianismus und klassische chinesische Philosophie

Gregor Paul setzt sich seit vielen Jahren mit der chinesischen Philosophie auseinander. Seine letzte einschlägige Veröffentlichung ist Konfuzius (Freiburg: Herder 2001).



Sommertreffen

Köln

Auf der Terrasse des Cafés Hirsch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln (Universitätsstraße 100) findet am Samstag, 25. August 2001, um 15 Uhr ein Treffen von Mitgliedern und Freunden der DCG statt. Dieses Treffen soll das persönliche Kennenlernen von langjährigen und neueren Mitgliedern fördern.

Initiator: Dr. Ulrich Irion, Tel. 0221–522011. Keine Anmeldung erforderlich.

13. Juni 2001

Referent: Thilo Diefenbach (Köln)

Thema: Falun Gong - Herkunft und Hintergründe einer chinesischen Massenbewegung

Köln

Thilo Diefenbach ist Sinologe und Doktorand bei Prof. Dr. Lutz Bieg, Universität Köln. Mo-derne Literatur und Neuere Geschichte Chinas sind seine Arbeitsschwerpunkte.
Diefenbachs Vortrag will eine plakative Bewertung der Falun Gong-Bewegung ebenso vermeiden wie eine pauschale Rechtfertigung oder Verdammung der offiziellen chinesischen Reaktionen. Zielpunkte des Vortrags sind die Objektivität einer vielseitigen Darstellung und ein kulturhistorisch vergleichender Blick auf das Phänomen.

11. April 2001

Referent: Shi Ming (Köln)

Thema: Massen und Massenkultur in China

Köln

Shi Ming war in China als Journalist und Beauftragter für Rechtsfragen einer Außenhandelsfirma tätig. Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch einen Vortrag und als Beiträger unseres Symposiums 1999 bekannt. Er arbeitet als Journalist und Autor für ARD, Deutsche Welle, Deutschland-Radio, FAZ und Süddeutsche Zeitung.
Der Vortrag behandelt die Entwicklung von der uneingeschränkten Herrschaft der KPCh, die sich als Partei der Volksmassen versteht, zur zunehmend westlich geprägten Gegenwart, in der McDonald's, MTV und Kung Fu-Romane die Gemüter der Massen bewegen.

16. Mai 2001

Diskussion: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe), Prof. Dr. Heiner Roetz (Bochum), Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff (Köln), Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer (Bochum),
Moderation: Dr. Alexander Bell

Thema: Philosophie im traditionellen China

Köln

Diskussion: Prof. Dr. Gregor Paul ist Professor für Philosophie an der Universität Karlsruhe, Prof. Dr. Heiner Roetz ist Professor für Sinologie an der Universität Bochum, Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie an der Universität Köln, Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bochum.
Gegenstand der Diskussion ist die Frage, ob sich "chinesisches Denken" fundamental von "westlicher Philosophie" unterscheidet.

14. März 2001

Referent: Botschafter a. D. Dr. Konrad Seitz (Wachtberg)

Thema: Ein chinesisches 21. Jahrhundert?

Köln

Konrad Seitz war Leiter des Planungsstabes im Auswärtigen Amt und Botschafter in Indien, Italien und – 1995 bis 1999 – in China. Buch-ver-öffentlichungen zur japanisch-amerikani-schen Herausforderung und zum weltwirt-schaftlichen Wettlauf ins 21. Jahrhundert. Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
China. Eine Weltmacht kehrt zurück (Berlin 2000) ist Konrad Seitz' neues Buch, in dem Größe und Niedergang Chinas in der Vergan-genheit und sein rasanter gegenwärtiger Aufstieg analysiert werden. Konrad Seitz vertritt die These, daß die Globalisierung mit einem chine-sischen Jahrhundert enden wird.

14. Februar 2001

Referent: Botschafter a. D. Dr. Hannspeter Hellbeck (Wachtberg)

Thema: Chinas Außenpolitik vor neuen Herausforderungen

Köln

Hannspeter Hellbeck war Stellvertretender Generalkonsul in Hongkong, Leiter des Refe-rates Ostasien im Auswärtigen Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter in Peking. Zahlrei-che Veröffentlichungen zu Fragen Asiens und insbesondere Chinas. Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
 Chinas Außenpolitik orientiert sich seit einem Jahrzehnt neu: Das Land steht der einzigen verbliebenen Supermacht USA allein gegenüber, sieht sich mit wirtschaftlichen Herausforderun-gen und mit Tauwetter in Korea konfrontiert. Taiwan bleibt eine für China ungelöste Frage. Was bedeutet das für Europa?

17. Januar 2001

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Kubin (Bonn)

Thema: „Das neue Lied von der alten Verzweiflung“

Köln

Wolfgang Kubin liest aus seinem ersten Gedichtband, aus Essays und aus China-bezogenen Zyklen.
Er ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn, Essayist und Lyriker. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen Übersetzungen aus dem Chinesischen, u. a. von Werken Yang Lians, mit dem Kubin 1999 einen Abend der DCG gestaltete.

13. Dezember 2000

Referent: Prof. Dr. Heiner Roetz (Bochum)

Thema: Gibt es eine chinesische Philosophie?

Köln

Der Vortrag wird sich kritisch mit dem relativistischen Standpunkt auseinandersetzen, Philosophie sei eine ausschließliche europäische Errungenschaft.
Das Interesse des Sinologen Heiner Roetz gilt vor allem der Philosophie und da insbesondere der Ethik der vor-Han-Zeit, mit der er sich auch aus methodologischer und metaethischer Sicht auseinandersetzt. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen Die chinesische Ethik der Achsensenzeit (Frankfurt a.M. 1992) und die bei Beck erschienene Biographie Konfuzius.

22. November 2000

Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl (Trier)

Thema: Traditionelle chinesische Kultur und Globalisierung

Köln

gemeinsam mit der Deutschen Asia Pacific Gesellschaft, Schirmherr: OB Fritz Schramma
18 Uhr Moderation und Begrüßung: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe), Begrüßung durch die DAPG: Uwe Holl, Grußwort des Bürgermeisters Manfred Wolf
19 Uhr Vortrag. Professor Pohl, Sinologe an der Universität Trier, ist durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt geworden. Zu seinen wichtigen Büchern zählen die bei Herder erschienenen Bände Li Zehou: Der Pfad des Schönen und China für Anfänger.
Anschließend Empfang der Stadt Köln.

18. Oktober 2000

Referent: Dr. Wolf Donner (Köln)

Thema: Der Kailash

Köln

Wolf Donner ist Chefredakteur der Zeitschrift Nepal Information, Autor von zehn länderkundli-chen Büchern und war Jahre lang Vorsitzender der Deutsch-Nepalischen Gesellschaft. Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch frühere Vorträge über Mustang (Nepal) und die Mongolei bekannt.
Der 6714 Meter hohe Berg Kailash im Transhimalaya (Tibet) wird von den Anhängern der vier großen asiatischen Religionen - Hindus, Jainas, Buddhisten und der vor-buddhistischen Bön-Po-Religion - als heilig angesehen, als Sitz der Götter, Verbindungspunkt zwischen Him-mel und Erde, als ein Ort, durch den die Achse des Universums verläuft. Dr. Donner hat vor einiger Zeit den Kailash besucht, hat ihn in einer Höhe von bis zu 5700 Metern (Drölma La) umrundet und berichtet von einer Gelände-fahrt über 3000 Meter zwischen Lhasa im Osten und dem alten tibetischen Königreich Gugé im Westen.
Wie es der Zufall will, findet sich in der Rubrik „Reiseeindrücke“ ein Bericht Dr. Alexander Bells, der vor kurzem ebenfalls den Kailash besuchte.

20. September 2000

Referent: Michael Henss (Zürich)

Thema: Zu Gast beim Kaiser von China. Die Jesui-tenmissionen im fernen Osten: Kulturbegnung statt Kulturkonflikt

Köln

Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuch-handlung "Asiatica". Er befasst sich seit Jahren mit Themen und Fragen, die für die DCG von Interesse sind und hat denn auch mehrfach entsprechende Referate gehalten, die auf große Resonanz stießen. Zu den engeren Arbeitsgebieten von Michael Henss zählt die Geschichte tibetischer Kunst und Kultur, zu der er zahlreiche Studien veröffentlicht hat.
 Sein Vortrag fügt sich in die Themenreihe „Jesuiten in China“, zu der auch die Lesung von Uli Franz und die Vorstellung einschlägiger Monumenta-Serica-Veröffentlichungen in der Rubrik „Rezensionen und Lektüretips“ gehören.

14. Juni 2000

Uli Franz

Thema: Im Schatten des Himmels (Lesung) - Johann Adam Schall von Bell - Jesuit und Mandarin
Veranstalter: DCG und Lengfeld´sche Buchhandlung

Köln

Uli Franz war Lektor und Korrespondent in Peking. Er lebt als Schriftsteller in Köln und in der Schweiz. Uli Franz veröffentlichte mehrere Sachbücher zu China, darunter eine Biographie Deng Xiaopings, die in sieben Sprachen erschienen ist.
Sein kürzlich erschienener historischer Roman "Im Schatten des Himmels" schildert die einzigartige Karriere des Kölner Jesuiten und Astronomen Adam Schall von Bell (1592 - 1666) am chinesischen Kaiserhof.

17. Mai 2000

Oberst a.D. Reinhart Dietrich

Thema: China im Umbruch und die Rolle der Armee - Beobachtungen und Erfahrungen.

Köln

Reinhart Dietrich wurde 1938 in China, in Pato in der Provinz Yünnan als Sohn eines Missionars geboren. Sein Abitur machte er jedoch 1957 in Deutschland.
Nach einer Laufbahn als Artillerieoffizier, im Bundesministerium für Verteidigung und in der Nato war Reinhart Dietrich 1982-1987 als Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Peking tätig. 1987 kehrte er in das BMV zurück, um dann 1989 aus der Bundeswehr auszuscheiden.
Gegenwärtig  arbeitet er vor allem als Wirtschaftsberater, eine Aufgabe, die ihn auch wie-derholt nach China führt.

12. April 2000

Prof. Dr. Roger Goepper

Thema: Die chinesische Schrift als ästhetisches Prinzip chinesischer Kultur. Mit Dias.

Köln

Professor Goepper war jahrelang Leiter des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen vor.

15. März 2000

Referent: Prof. Dr. Wilhelm Matzat

Thema: Qingdao (Tsingtau) - eine deutsche Stadtgründung in China. Ihre Entwicklung von 1898 bis 1998. Mit Dias.

Köln

Wilhelm Matzat wurde 1930 in Qingdao gebo-ren und lebte dort bis 1946. Seit 1981 ist  er erneut sieben Mal in Qingdao gewesen. Und seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich speziell mit der Geschichte Qingdaos.
Als China 1842 „geöffnet“ wurde, durften sich Ausländer zunächst nur in den sogenannten Vertragshäfen niederlassen, wo sich die ihnen zugewiesenen Bebauungsareale (Konzessionen oder Niederlassungen oder settlements) am Ran-de schon existierender chinesischer Städte befanden. Nur in vier Fällen haben die Europä-er in China eine neue Stadt „auf der grünen Wiese“ gegründet, d.h. ohne räumlichen Bezug zu einer existierenden chinesischen Stadt: die Bri-ten erbauten Victoria (auf der Insel Hong-kong), die Deutschen Qingdao und die Russen Dalny und Harbin. Die drei letztgenannten Städte entstanden in ein und demselben Jahr, und zwar 1898.

16. Februar 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul

Thema: Was heißt schon „konfuzianisch“? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff`

Köln

Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft bekannt. Zu seinen China-bezogenen Buch-Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa - Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussion über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische  Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999. „Konfuzianisches“ thematisiert auch sein Buch Philosophie in Japan, München 1993.
Die Art und Weise, wie die Wörter „Konfuzius“, „konfuzianisch“ und „Konfuzianismus“ in den deutschsprachigen Medien verwendet werden, trägt eher zur Desinformation, ja zur Indoktrination bei als zu sachgerechter Information. Der Vortrag soll wenigstens einige der gröbsten Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.

19. Januar 2000

Referent: Shi Ming

Thema: Bildung und Zeitgeist in China

Köln

Nach einem Germanistik- und Jura-Studium in Peking arbeitete Shi Ming in seinem Land als Journalist und als Beauftragter für Rechtsfragen einer  Außenhandelsfirma. Zur Zeit ist er als freier Journalist und Autor für die ARD, die Deutsche Welle, das Deutschlandradio Köln und Berlin, die FAZ und die Süddeutsche Zeitung tätig.

15. Dezember 1999, 19 Uhr

Dr. Robert Haas

Thema: Der chinesische Grab- und Totenkult. Essenz einer Kultur. Mit Dias.

Köln

Robert Haas lebte und arbeitete zusammen mit seiner chinesischen Ehefrau von 1990-1996 in Asien. In dieser Zeit hat er auch eine Reihe von Arbeiten zur politischen und religiösen Kultur veröffentlicht. Nach seiner Rückkehr kam es zu mehreren Ausstellungen mit Fotos, die er auf chinesischen Friedhöfen Südostasiens gemacht hatte. – Zur Zeit ist Haas als Referatsleiter im Stab von Hans Koschnick tätig, dem Bosnien-beauftragten der Bundesregierung.
 Wenn irgend etwas Chinas Ruf als Land der Kontinuität stützt, dann ist es sein seit Urzeiten praktizierter Grab-, Toten- und Ahnenkult. Robert Haas, der z.Zt. an einer Arbeit zu diesem Thema schreibt, sieht ihn als die Grundlage der Kultur und der Identität Chinas an. Im Vortrag wird er einen Überblick über die damit verbundenen religiösen Aspekte, verschiedene Elemente und Hintergründe des in seinen Einzelheiten höchst faszinierenden Rituals sowie über die Situation im heutigen China geben. Der Vortrag wird durch einige Dias unterstützt.

17. November 1999

Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff

Thema: Original und Fälschung in der chinesischen Geistesgeschichte

Köln

Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie. Gegenwärtig vertritt er einen Lehrstuhl an der Universität Köln und arbeitet an einer fremdsprachigen (nicht-chinesischsprachigen) Bibliographie chinesischer Philosophie. Langjaehrige Chinaerfahrung durch mehr als 30 Reiseleitungen. Geschaeftsfuehrer des Asia Network Information Center (Muenchen).
Zum Inhalt: Im abendländischen Kulturraum gilt das Original eines Werkes als Zeugnis einer unnachahmlichen Schaffenskraft, als Beweis von Kreativitaet und Einzigartigkeit, kurzum als vortrefflicher und unwiederholbarer Schoepfungsakt, weshalb ihm ein geradezu heiliger Wert beigemessen wird. Kopien oder gar Faelschungen, moegen sie auch vom Original nicht oder nur kaum zu unterscheiden sein, werden als minderwertig, frevelhaft oder leblos verworfen, da die taeuschen und betruegen, zumindest jedoch verhoehnen und in die Irre fuehren wollen, zum wiegearteten Vorteil des Faelschers und Kopierers auch immer. Nur das Original zaehlt und zaehlte, was sich in ihren zuweilen exorbitanten Preisen niederschlaegt.
Im chinesisch beeinflussten Ostasien ist meisterhaftes Faelschen und Kopieren seit altersher weit verbreitet. Erst in den letzten Jahren versucht man im chinesischen Kulturraum, auf Betreiben der westlichen Herstellungslaender der Originalwerke, ueber gesetzliche Regelungen dem Faelschen und Kopieren Einhalt zu gebieten, doch ein tieferes Unrechtsbewusstsein konnte noch nicht geschaffen werden.
Liegen die Ursachen fuer das fehlende Unrechtsbewusstsein etwa in der ominoesen chinesischen Mentalitaet? Auf diese und andere Fragen sucht Prof. Vittinghoff in seinem Vortrag Antworten. Er möchte auch die Fragwuerdigkeit des abendländischen Originalitätsverhaftetseins aufzeigen.




Köln

Symposium zum 50jährigen Bestehen der VR China

Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von Tradition und Neuerung

 Prof. Dr. Gregor Paul (Universität Karlsruhe):
Zum Konzept des Symposiums: Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von Tradition und Neuerung

 Prof. Dr. Wolfgang Kubin (Universität Bonn):
Die Rezeption des "Traums der Roten Kammer" in der Volksrepublik China

 PD Dr. Hans-Georg Moeller (Universität Bonn):
Die Rezeption des Konfuzianismus in der Volksrepublik China

Prof. Dr. Jürgen Domes (Universität des Saarlands):
Tradition und Traditionsbruch in der Volksrepublik China

Dr. Rüdiger Machetzki (Asieninstitut Hamburg):
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Volksrepublik China

Botschafter a.D. Dr. Hannspeter Hellbeck,
Botschafter a.D. Dr. Konrad Seitz, weitere Teilnehmer
Diskussion

Donnerstag, 30. September 1999,  9.30 - 17 Uhr
Kölner Bank von 1867, Hohenzollernring 31-35, Köln

Eintritt frei. Gefördert vom Auswärtigen Amt, der Kölner Bank von 1867 und der Henkel KgaA Düsseldorf.

16. Juni 1999

Marion Schneider

Thema: Ein Jahr im Kungfu-Kloster Shaolin. Der elfjährige David allein in China. Mit Dias.

Köln

Marion Schneider war unter anderem als Gymnasiallehrerin, in der Erwachsenenbildung und als Journalistin tätig. Sie leitete eine Sprachschule, einen Großkunden-Betrieb und baute die China-Abteilung einer großen Weiterbildungsgesellschaft auf. Mittlerweile selbständig, berät sie Firmen in Fragen der Kooperation mit China. Auf dem Kultur-Sektor arbeitet sie als Asien-Spezialistin, hält Vorträge, führt Seminare durch und schreibt einschlägige Artikel.

12. Mai 1999

Yang Lian liest aus seinen Gedichten

Übersetzung und Moderation: Professor Dr. Wolfgang Kubin.

Köln

Yang Lian wurde 1955 geboren und wuchs in Beijing auf. Gegen Ende der „Kulturrevolution“ wurde er zur „Umerziehung“ aufs Land verschickt. Dann arbeitete er für den Rundfunk. Seit 1989 lebt Yang im Exil. 1994/95 war er Stipendiat der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart und Berlin. Unter dem Titel „Heimkehr in die Fremde“ veröffentlichte er in der Zeitschrift „KulturAustausch“ 4/1998 eine Reflexion seines Beijing-Besuchs im Oktober 1998.
Yang Lian hat mehrere „Bestseller“ geschrieben, die in zahlreiche westliche Sprachen übersetzt wurden. In deutscher Übertragung liegen vor: Pilgerfahrt (Innsbruck: Hand-Presse 1987), Masken und Krokodile, Gedichte (Berlin: Aufbau Verlag 1994), Geisterreden. Essays aus Auckland, Berlin, Yew York (Zürich: Amman Verlag 1995), China Daily (Fotoband mit Gedichten, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 1995) und Der Ruhepunkt des Meeres (Gedichte, Edition Solitude 1996).
Wolfgang Kubin ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn. Seine Veröffentlichungen schließen zahlreiche Übersetzungen moderner chinesischer Literatur ein. Masken und Krokodile und Der Ruhepunkt des Meeres sind von ihm ins Deutsche übertragen worden.

14. April 1999

Referent: Prof. Dr. Lutz Bieg

Thema: Literatur in der Volksrepublik China seit 1978 - die Ankunft der chinesischen Literatur in der Normalität

Köln

Lutz Bieg (geb. 1943). Studium der Sinologie unter Einschluß des Manjurischen und Japanischen, der Germanistik und Philosophie in Köln und Heidelberg (Dr. phil. 1971). Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar 1975-1977. Aufenthalt als DAAD Lektor in der VR China und Hongkong 1977-1982. 1986 Habilitation an der FU Berlin. Seit 1989 Professor für moderne chinesische Literatur und Philosophie an der Universität zu Köln.

10. März 1999

Referentin: Dr. Monika Gänßbauer

Thema: Trauma der Vergangenheit. Die Kulturrevolution und ihre Folgen.

Köln

Monika Gänßbauer wurde 1996 über die Verarbeitung der Kulturrevolution in der chinesischen Literatur promoviert. Seit zwei Jahren ist sie Leiterin der China InfoStelle evangelischer Kirchen in Deutschland. Der Umgang mit dem Kollektivtrauma 'Kulturrevolution' in der VR China soll in diesem Vortrag kritisch beleuchtet werden. Es wird eine Bilanz der bisherigen Vergangenheitsbewältigung gezogen - was wurde bisher geleistet, was wäre noch zu wünschen? Ansätze zu einer alternativen Geschichtsinterpretation möchte Frau Gänßbauer anhand einer Interviewsammlung des Autors Feng Jicai aufzeigen.

10. Februar 1999

Referent: Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff

Thema: Wertewandel im heutigen China.

Köln

Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie und Geschaeftsführer des Asia
Network Information Center (München). Zur Zeit vertritt er einen
Sinologie-Lehrstuhl in Köln. Sein Interesse gilt vor allem der klassischen
chinesischen Philosophie und insbesondere dem Daoismus. Professor Vittinghoff
arbeitet an einer Bibliographie der klassischen Philosophie Chinas bis zur
Han-Zeit.

13. Januar 1999

Referent: Dr. Martin Woesler

Thema: Chinesische Essayistik

Köln

Dr. Woesler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr–Universität Bochum und Gastwissenschaftler an der Harvard–Universität Cambridge. Er wurde über den chinesischen Essay promoviert. Der Vortrag möchte dem Wesen der in China beliebten Gattung des Essays nachspüren
und ein paar Ecksteine in der 2000jährigen Essaytradition benennen. Insbesondere die junge Essaytradition seit der 4.-Mai-Bewegung 1919 soll anhand einiger Textbeispiele von Lu Xun, Ba Jin und Zhu Ziqing lebendig gemacht werden. Einige auch humoristisch ansprechende Beispiele aus Taiwan und von jungen Autoren sollen das Bild abrunden.

16. Dezember 1998

Referent: Privatdozent Dr. H.–G. Möller

Thema: Erinnern und Vergessen – unterschiedliche Akzentuierungen im chinesischen und westlichen Denken

Köln

H.–G. Möller ist Wissenschaftlicher Assistent am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und durch zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen insbesondere zur chinesischen Philosophie ausgewiesen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die im Fischer–Taschenbuch–Verlag erschienene Übersetzung des Tao Te King.

18. November 1998

Referent: Dr. Guido Rappe

Thema: Philosophischer Daoismus`

Köln

Dr. Rappe ist Magister der Ethnologie und hat mit einer Untersuchung über Archaische Leiberfahrung (Berlin 1995: Akademie Verlag) promoviert. Sein Spezialgebiet, zu dem er zahlreiche weitere Studien veröffentlichte, sind Fragen der komparativen Philosophie. Zur Zeit schließt er eine Habilitationsschrift zur konfuzianischen Ethik ab. Dr. Rappe war zwei Jahre als Humboldt–Stipendiat an der Universität Kyoto in Japan. Sein Vor-trag wird allgemeinverständlich sein.

21. 0ktober 1998

Herr Dr. Dr. WolfDonner

Thema Bei den Mongolen. Mit Dias.

Köln

Herr Dr. Donner ist Vorsitzender der Deutsch-Nepalesischen Gesellschaft. Er ist für seine fesselnden und instruktiven Vorträge bekannt. Der Eintritt ist frei.

 

 

 

 

 

23. Mai 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)

Thema: Was heißt schon "konfuzianisch"? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff

Achern

Die Art und Weise, wie die Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den deutschsprachigen Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu sach-gerechter Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.

20. Juni 2000

Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz)

Thema: Personenbilder der modernen chinesischen Literatur

Achern

s.u.

11. Mai 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)

Thema: Der ideale Mensch. Die Utopie der konfuzianischen Klassik

Achern

Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft be-kannt. Zu seinen China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa – Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999.

29. Juni 2000

Referent: PD Dr. Ulrich Lau (Berlin)

Thema: Das Bild des Delinquenten in der frühchinesischen Rechtssprechung

Achern

Ulrich Lau ist einer der wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer Texte widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er Inschriften und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben zahlreichen kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien zur Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie (1045?-771 v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es seine vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen "Gesetzestexten" oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte.

6. Juli 2000

Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz)

Thema: Personenbilder der philosophisch orientierten Essayistik im modernen China

Achern

Als Vorstandsmitglied der DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie literaturwisschenschaftlichen Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay veröffentlicht. Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusminister Chinas, als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998.

8. November 2000

S.E., der Botschafter der Volksrepublik China, LU Qiutian

Chinesische und europäische Denkweise

Karlsruhe

Gemeinsame Verantaltung mit dem Interdisziplinären Institut für Angewandte Kulturwissenschaft (IAK) der Universität

Begonnen von Martin Woesler. Seit 2003 fortgeführt und zuletzt am 14. 09. 2006 aktualisiert von Gregor Paul.