German China Association
President: Prof. Dr. Gregor Paul (email), Karlsruhe
DEUTSCH
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Lectures of the GCA / Symposium of the GCA (in German) / Scholarly Events in Chinese Studies across Europe

The GCA invites periodically to lectures, which are held - starting from October 2002 - always on a Thursday at 7 pm in the Museum for East Asian Antiquities, 100 Universitystr., Cologne GER. The entrance fee for members is free, for non-members it is 3 EUR, reduced fee is 1.50 EUR. The lecture is followed by a discussion and there is the opportunity to chat in the café of the museum entrance hall until 11 pm.

Upcoming events: Neite, Schwermann, Summer Meeting, events already held



Datum Referent Thema Erläuterung Ort
13.01.2005, 10.02.2005, 10.03.2005, 14.04.2005, 12.05.2005,
16.06.2005



Köln
09.12.2004
Botschafter a.D. Dr. Hannspeter Hellbeck China am Ende des Jahres 2004 Hannspeter Hellbeck war Stellvertretender Ge­ne­ralkonsul in Hongkong, Leiter des  Referats Ostasien im Auswärtigen Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter in Beijing. Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu Fragen Asiens und insbesondere Chinas gehören zu den wichtigsten einschlägigen Analysen und finden entsprechende Beachtung. Köln
11.11.2004
Michael Henss (Zürich) Tibet und China – Tausend Jahre Kunst und Kultur

Der Vortrag thematisiert Marksteine der sino-tibetischen Beziehungen. Dabei geht es vor al­lem um Beispiele aus Bildender Kunst und Ar­chi­­tektur.

Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuchhandlung „Asiatica“. Er befasst sich seit Jahren mit Themen und Fragen, die für die DCG von Interesse sind und hat denn auch mehrfach entsprechende Referate gehalten, die auf große Resonanz stießen. Zur Geschichte der tibetischen Kunst und Kultur hat Michael Henss zahlreiche Studien veröffentlicht. Sie ge­hört zu seinen engeren Arbeitsfeldern.
Köln
07.10.2004
Vera Schick, M.A. (Stuttgart und Tübingen) Selbstmord als Thema chinesischer Literatur

Der Vortrag wird vor allem die Darstellung des Selbstmords in der chinesischen Literatur der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts be­leuchten.

Die Sinologin Vera Schick ist seit 2000 Dozentin für chinesische Sprache an der Fach­hoch­schule Stuttgart und war bis 2003 Lektorin für klassisches und modernes Chinesisch am Seminar für Sinologie und Koreanistik der Universität Tübingen. Ihr besonderes Interesse gilt der chinesischen Literatur und Literatur­kritik sowie einer Thanatologie und Suizidologie der chinesischen Kultur. Sie arbeitet an einer Dissertation mit dem Thema Das Selbstmord-Motiv in der chinesischen Literatur der 20er und 30er Jahre.
Köln
17.06.2004 Generalkonsul a.D. Dr. Hans Wolfgang Schumann (Königswinter) Der Buddha des Mah?y?na-Buddhismus Im Mahayana, dem „Großen Fahrzeug“, gilt der Buddha oft als eine Art übermenschliches, ja (fast) göttliches Wesen. Der Vortrag geht der Geschichte der Herausbildung dieser Buddha-Vorstellungen und der Funktion und Wirkung der Entwicklungen nach. Chinesische Buddhi-sten verstanden – und verstehen – sich im All-gemeinen als Mah?y?nisten.
Hans Wolfgang Schumann ist einer der be-kanntesten deutschen Indologen und Buddhologen. Seine Veröffentlichungen zählen zu den erfolgreichsten einschlägigen Veröffentlichungen. Genannt seien nur Der historische Buddha, Die großen Götter Indiens und Handbuch Buddhismus.
Köln
13.05.2004 Privatdozentin Dr. Gisela Hildenbrand (Köln) Traditionen der Selbstkultivierung in China Der Gedanke, das Leben zu pflegen und zu kultivieren (yangsheng), taucht in China sehr früh auf. Philosophen und Heilkundige formulierten unterschiedlichste Vorschläge und Regeln, die dann in
praktischen Übungen ihren Ausdruck fanden. Vor allem Methoden der Selbstübung, in denen es um Körperhaltung- und Bewegung, um Atmung und um Sammlung, Ruhe und Imagination
geht - heute unter dem Begriff Qigong zusammengefasst - haben sich im Westen etabliert. 
Je nach Herkunft und Ziel werden in den überaus zahlreichen und vielfältigen überlieferten Verfahren unterschiedliche Übungselemente betont, seien es medizinische, religiöse oder künstlerische.
Die Beziehung zu den Künsten, insbesondere zur Schriftkunst und zur Musik, und hier vor allem zur Musik der Qin, zeigt sich in den Begriffen, den Übungsanforderungen und im
philosophischen Fundament des Yangsheng. Die Beziehung zur chinesischen Heilkunde wird in der Einbindung der Konzepte, die auch der Akupunktur zugrunde liegen, deutlich. Die religiösen
Elemente zeigen, dass insbesondere die daoistischen Schulen der Inneren Alchemie einen reichen Schatz an Praktiken zur Kultivierung des Lebens entwickelt haben.
Dr. med. Gisela Hildenbrand ist Privatdozentin an der Universität Bonn und führendes Mitglied der Medizinsichen Gesellschaft für Qigong e.V. 
Köln
15.04.2004
Podiumsdiskussion über ein aktuelles Thema
Köln
11.03.2004 Dr. Xu Pei (Köln) Die Lyrikerin Xu Pei liest aus ihrem neuesten Gedicht-band „Schneefrau“ Die Lesung bietet auch Gelegenheit zu einem Gespräch über chinesische und deutsche Litera-tur. Außerdem können von Xu Pei signierte Bände ihrer bibliophilen, von namhaften Künst-lern illustrierten Gedichtsammlungen erworben werden.
Xu Pei, geboren und aufgewachsen in der VR China, lebt seit Ende 1988 in Europa. Pro-motion im Fach Germanistik 1996. Xu Pei erhielt mehrere Literatur-Stipendien. Zu ihren Veröffentlichungen gehören: Täglich reitet der Herzog aus. Gedichte (1993). Frauenbilder der Ro-mantik. Dissertation (1997). Lotosfüße. Gedichte (2001).
Köln
12.02.2004 Dr. Thomas Täubner (Freiburg) Chinas neuer Heiliger. Lu Xun in der 
Volksrepublik China – Die gesellschaftsführende Funktion von Kunst und Literatur
„War Konfuzius der Heilige der Feudalgesell-schaft, so ist Lu Xun der Heilige des modernen Chinas“ (zitiert aus der Rede „Über Lu Xun“, die Mao am 19. 10. 1937 in der Nord-Shaanxi-Akademie zu Yan’an anlässlich des ersten Jah-restags des Todes von Lu Xun hielt). Thomas Täubner untersucht mittels der neuentwickelten „Gesellschaftsführungslehre (Soziagogie)“ die gesellschaftsführende Funktion von Kunst und Literatur in der Volksrepublik China. Täubner zeigt am Beispiel der chinesischen Lu-Xun-Rezeption der 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts, wie es der chinesischen Obrigkeit bis heute immer wieder gelingt, den 1937 von Mao Ze-dong in den Rang des Kulturheiligen erhobenen linksgericheten Schriftsteller Lu Xun (1881-1936) dem Volke gemäß den Normen zu prä-sentieren.
Thomas Täubner studierte an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i.Br. Sinologie, Philo-sophie und Kunstgeschichte. Während eines zweijährigen Auslandsaufenthaltes in der VR China studierte er am Literaturinstitut der Uni-versität Nanjing in der Doktorandenklasse Pro-fessor Bao Zhongwens, des Direktor des chine-sischen Literaturinstituts und führendem Mit-glieds der Jiangsuer Lu Xun-Gesellschaft. Im Sommer 2003 promovierte Täubner bei Prof. Dr. jur. Dr. phil. Harro von Senger.
Köln
15.01.2004 Prof. Dr. Joachim Gentz (Universität Göttingen) Einheit der „Drei Lehren“? 
Konfuzianismus, Daoismus und Buddhis-mus im traditionellen China
In welcher Weise wurden die „Drei Lehren“ in der Geschichte Chinas tatsächlich als Einheit gesehen? Wer sah und sieht sie so? Und warum? Gab es auch andere einflussreiche Einschätzungen? In seinem Vortrag wird der Sinologe und Religionswissenschaftler Joachim Gentz all diesen Fragen nachgehen. Köln
04.12.2003 Dr. Manfred Dahmer Qin
Die klassische chinesische Griffbrettzither und ihre Musik
KONZERT, VORTRAG UND GESPRÄCH
Die Qin besaß seit frühester Zeit eine Sonderstellung in der chinesischen Kulturgeschichte: Für kein anderes Instrument wurden vergleichbar viele Kompositionen überliefert. Über kein anderes Instrument wurde so viel geschrieben. Für Gelehrte, Maler, Dichter, Philosophen und Mächtige war sie Teil kultivierten Lebens.
Der renommierte Musiker, Musikwissenschaftler und Sinologe Manfred Dahmer studierte die Qin an der Zentralen Musikhochschule Peking und in Taiwan. Zu seinen Veröffentlichungen zählt das Buch Qin – die klassische chinesische Griffbrettzither, das kürzlich in einer erweiterten Neuauflage und mit CD erschien.
Köln
13.11.2003 Christian Schwermann M. A. (Sinologie Bonn) Antiintellektualismus im alten China Der Vortrag beschreibt die intellektualitäts- und bildungsfeindlichen Strömungen bis zum Beginn der Kaiserzeit (210 vor Chr.) und beleuchtet ihre ideen- und sozialgeschichtlichen Hintergründe.
Eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der einschlägigen aktuellen Hypothesen.
Christian Schwermann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und arbeitet z. Z. an einer Dissertation über den Begriff der Dummheit in altchinesischen Texten. Sein Hauptinteresse gilt der Klassischen Philologie und Geistes- und Kulturgeschichte des alten China (bis 220 n. Chr.).
Köln
09.10.2003 Werner Neite Die europäischen Bauten des Alten Sommerpalastes in Peking. Werden und Niedergang. Mit Dias. Nach Sturz der Ming-Dynastie (1644) nahmen die Qing-Kaiser Peking in Besitz. Im Nordwesten Pekings installierten sie eine Sommerresidenz mit herrlichen Parkanlagen (Yuan ming yuan). Um 1745 entwarfen italienische und französische Missionare für einen kleinen Teil des Gartenkomplexes Anlagen im europäischen Stil. Die Bauten wurden 1860 zuerst von der englisch-französischen Interventionsarmee und dann 1900 von den acht fremden Mächten geplündert und niedergebrannt. Heute sind dort nur noch Ruinen.
Der Dipl.-Pyschologe Werner Neite besichtigte 1991 das Ruinenfeld und fotografierte es. Das „Herzstück“ seines Vortrags bilden freilich von ihm erworbene einmalige Original-Fotografien von 1870 (25 mal 35 cm). Seine Überzeugung, dass Geschichte nur bei leibhaftiger Anschauung lebendig werde, motivierte ihn, sich in das Thema zu vertiefen.
Köln
31.08.2003
Sommertreffen Auf der Terrasse des Cafés Hirsch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln (Universitätsstraße 100, Tel. 0221-4309882) findet am Samstag, den 31. August 2003, von 14 Uhr 30 bis 18 Uhr ein Treffen von Mitgliedern und Freunden der DCG statt. Dieses Treffen soll das persönliche Kennenlernen von langjährigen und neueren Mitgliedern fördern.
05. Juni 2003 Prof. Dr. Konrad Wegmann (Bochum) Das Daode jing Gegenstand des Vortrags ist das Daodejing (Tao-te-king), wie es insbesondere aus der Sicht einer nicht-daoistischen klassischen chinesischen „Schule“, der „Schule“ des Legalismus, gesehen wurde. Der Legalismus avancierte in mancherlei Hinsicht zur Ideologie des Reichseinigers und „Ersten Kaisers“ Qin Shi Huang.
Konrad Wegmann ist Sinologe und Politologe an der Universität Bochum. Er ist einer der besten deutschen Kenner des Daode jing, des den meisten Deutschen als Tao-te-king bekannten, Laozi bzw. Lao-tzu zugeschriebenen Klassikers des Daoismus oder Taoismus. Zuletzt hat Konrad Wegmann u.a. die Reihe Strukturen der Macht: Studien zum politsichen Denken Chinas herausgegeben und eine Analyse der „Laozi-Textversionen im Vergleich“ (Monumenta Serica 47) veröffentlicht.
Köln
08. Mai 2003 Dr. Volker Klöpsch (Krefeld) Der Übersetzer als Verräter? Wider die Mär von der Unübersetzbarkeit chinesischen Dichtung Der Vorwurf des Verrats ist fast so alt wie die Profession des Übersetzens. Er gilt bereits für die Übertragungen zwischen miteinander verwandten europäischen Sprachen. Umso schwieriger erscheint die Vermittlung einer so fremden Kultur und andersartigen Literatur wie der chinesischen in den deutschsprachigen Raum. Bei der Übertragung von Dichtung, dem in China mit Abstand am höchsten geschätzten literarischen Genre, muss der Übersetzer neben dem bloßen Verständnis für den Text auch ein Gespür für die strikten prosodischen Formen und die ganz unterschiedliche Funktion des Gedichtes in der chinesischen Gesellschaft aufbringen.
Der Vortrag gibt einen Abriss der Geschichte von Übersetzungen chinesischer Poesie ins Deutsche und beschreibt anhand einiger Beispiele die ver-schiedenen methodischen Ansätze. Sodann wird versucht, die grundsätzlichen Probleme dieses Vermittlungsprozesses zu beschreiben und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Am Ende könnte die Frage nach poetischen Universalien stehen, die Original und Übersetzung miteinander verbinden und die Mühsal des Übersetzers rechtfertigen.
 Dr. Volker Klöpsch studierte Germanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und Sinologie an den Universitäten Freiburg, Berlin, Edinburgh, Salamanca, Shanghai und Heidelberg. Er arbeitete am Bochumer Sinicum, lehrte als DAAD-Lektor an der Taiwan-Universität in Teipeh deutsche Sprache und Literatur und unterrichtet seit 1990 am Ostasiatischen Seminar der Universität Köln. Neben Übersetzungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts legte er mit Der seidene Faden. Gedichte der Tang die erste vollständige Übertragung der wichtigsten und in China am weitesten verbreiteten Anthologie von Tang-Lyrik ins Deutsche vor. Er ist zudem Mitherausgeber der Hefte für ostasiatische Literatur.
Köln
03. April 2003 Dr. Martin Woesler Zwischen Exotismus und Chinoiserie. Parallelen und Unterschiede zwischen chinesischer und deutscher Literatur. Einflüsse und Abgrenzungen. Um Hintergründe geht es in diesem Referat, Motive und Intentionen beim geistigen Austausch zwischen China und Deutschland. Diese haben stets die entscheidende Rolle gespielt, sowohl bei der Idealisierung der Chinoiserie und des Maoismus wie auch bei der Exotisierung, der bewussten Betonung des Anderen, des Unterschiedlichen, des Unverstandenen. Zentrale Figuren in diesem geistigen Austausch sind die frühen Reisenden, dann die Übersetzer und schließlich die eigenen Autoren, die das oft schon gefilterte Chinabild in Andeutungen (Effi Briest) exotisierten oder in Gleichnissen idealisierten (Der gute Mensch von Sezuan). Spannend sind auch überraschende Parallelen, die sich unabhängig in beiden Kulturkreisen entwickelt haben – ist der Traum der Roten Kammer dem Faust oder eher den Buddenbrooks seelenverwandt? Heißt Heinrich Böll auf chinesisch Wang Meng? Texte, in die andere Sprache übertragen, erreichen ähnliche Wirkungen, etwa wenn in China Guo Moruos Übersetzung von Goethes Werther eine Selbstmordwelle auslöst.
Woesler ist Vorstandsmitglied der DCG. Sein Fachinteresse als Sinologe gilt vor allem der chinesischen Literatur und den Möglichkeiten, die der Computer für die Chinawissenschaften bietet. Zur Zeit arbeitet er – zum Teil wechselnd – in Bochum, Germersheim und Peking. Dabei befasst er sich insbesondere mit Rezeption des Traums der Roten Kammer und dem Aufbau  einer chinesischsprachigen Volltext-Datenbank im Internet. Aufenthalte u. a. an der Peking- und der Harvard-Universität. Zu seinen Veröffentlichungen zählen China‘s digital dream (2002), The Chinese Essay in the 20th Century (2000), und Geschichte des chinesischen Essays (1998).
Köln
06. März 2003 Jürgen Kahl Unbezahlbares Wachstum? Chinas ökologische Herausforderung China hat seit Rio 1992 den Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung adoptiert und sich ehrgeizige umweltpolitische Ziele gesetzt. Der Vortrag geht der Frage nach, um welchen ökologischen Preis das Land seine hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten erzielt, welche Fortschritte und welche Defizite im Umweltschutz zu verzeichnen sind. Dabei geht es auch um die Perspektiven, die sich aus den internationalen Maßnahmen zum Klimaschutz und aus dem WTO-Beitritt der Volksrepublik für die bi- und multilaterale umweltpolitische Zusammenarbeit mit China ergeben.
Jürgen Kahl ist Historiker und Politologe. Nach dem Staatsexamen erhielt er ein China-Sti-pendium der Stiftung Volkswagen-Werk. Kahl arbeitet als Journalist. 1985-1992 war er China-Korrespondent der Süddeutschen und Neuen Zürcher Zeitung. Gegenwärtig ist er Sonderkorrespondent der NZZ. Veröffentlichungen in Fachpublikationen zur chinesischen Innen- und Außenpolitik.
Köln
06. Februar 2003 Generalkonsul a. D. Dr. Wolfgang Schumann (Königswinter) Der Buddha in Kunst und Geschichte Hans Wolfgang Schumann ist Indologe und Religionswissenschaftler. 1960-63 war er Lektor an der Hindu-Universität in Benares. Danach trat er in den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ein, für den er zuletzt als Generalkonsul in Bomaby tätig war. Wolfgang Schumann hat zahlreiche Arbeiten über den Buddhismus und die indische Kultur veröffentlicht. Für seine Bücher Der historische Buddha und Die großen Götter Indiens erhielt er – zusammen mit einem weiteren Indologen – 2000 den Rabindranath-Tagore-Preis der Deutsch-indischen Gesellschaft.
Der Vortrag mit Dias von Originalschauplätzen bietet eine Biographie des historischen Buddha.
Köln
09. Januar 2003 Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch (Hürth) Synästhesie in der chinesischen Landschaftsmalerei Wie haben traditionelle chinesische Maler z. B. den Wind, den Mond, den Schnee oder die Wasserfälle dargestellt, damit der Betrachter die Kälte des Windes, den Glanz des Mondes, die Reinheit des Schnees oder das Tosen des Wasserfalls wahrnehmen kann? Sie verzichteten auf die Wiedergabe zahlreicher Einzelheiten und schilderten nur die zur Identifizierung unbedingt notwendigen Elemente. Durch die visuelle Wahrnehmung dieser Bildelemente soll beim Betrachter die synästhetische Darstellungserweiterung einsetzen. Der Vortrag wird anhand der stimmungsvollen Landschaftsmalereien veranschaulichen, welche synästhetischen Mittel chinesische Maler in ihrem künstlerischen Konzept angewandt haben, das im Laufe der Zeit mehr oder weniger präzise im Maltraktat formuliert und schematisch tradiert wurde.
Frau Jeong-hee Lee-Kalisch ist promovierte Kunsthistorikerin. Nach ihrer Tätigkeit an der Universität Köln und im Museum für Ostasiatische Kunst der Stadt Köln war sie Kuratorin der erfolgreichen Ausstellungen in der Villa Hügel in Essen wie „Das Alte China" (1994-1995) und „Die Alten Königreiche Koreas" (1999-2000), die europaweit eine großen Resonanz fanden. Seit 2001 lehrt sie ostasiatische Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin.
Köln
12. Dezember 2002 Prof. Dr. Thomas Scharping (Köln) Geburtenplanung in China: Wirtschaftliche und soziale Aspekte Der Vortrag wird die Hintergründe und Durchführungsprobleme der chinesischen Ein-Kind-Politik beleuchten und die Ergebnisse der letzten chinesischen Volkszählung vom November 2000 vorstellen.
Thomas Scharping ist Professor für Neuere Geschichte Chinas mit den Schwerpunkten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zu seinen engeren Forschungsgebieten gehören Bevölkerungspolitik und demographische Entwicklung Chinas, zu denen er zahlreiche Arbeiten in Deutschland und den USA veröffentlicht hat, darunter: Chinas Ein-Kind-Kampagne 1978-1994, in: Geburtenplanung in China, Hamburg 1995; sowie Birth Control in China 1949-2000, Population Policy and Demographic Development, Armonk/Honolulu 2001.
Köln
21. November 2002 Prof. Dr. iur. Robert Heuser (Köln) Der Weg des „chinesischen Rechtsstaats“: In neuen Schuhen auf alten Pfaden? Ein fundamentales Anliegen des chinesischen Gemeinwesens ist die Herausbildung von Institutionen der Machtkontrolle. Als zentrales Mittel gilt die „Errichtung eines sozialistischen Rechtsstaats“. Damit wird ein Konzept aufgegriffen, das seit über 200 Jahren im Zentrum der europäischen Verfassungsgeschichte steht. Vor dem Hintergrund des Wesens des europäischen
Rechtsstaats soll im Vortrag aufgewiesen werden, wie „Rechtsstaat“ heute in China gedacht wird, welche neuen Institutionen in Umsetzung dieses Konzepts entstanden sind oder sich in der Entstehung befinden, und ob das sozio-politische und wertspezifische Umfeld sich für diese Neubildungen als tragfähig erweisen kann.
Nach Tätigkeit als Ostasienreferent am Heidelberger Max-Planck-Institut für vergleichendes öffentliches Recht und Völkerrecht und als DAAD-Lektor für deutsches Recht an Universitäten in Osaka, Kobe und Taibei lehrt Robert Heuser seit 1992 Chinesische Rechtskultur an der Universität Köln. Zu früheren Buchpublikationen gehören Das Rechtskapitel im Jinshu. Ein Beitrag zur Kenntnis des Rechts im frühen chinesischen Kaiserreich, München 1987, und Miyazawa Toshiyoshi, Verfassungsrecht, Köln 1986. Zuletzt sind erschienen: Einführung in die chinesische Rechtskultur, Hamburg 1999 (2. Auflage 2002), und Umweltschutzrecht der VR China, Hamburg 2001.
Köln
01.11.2002

Anlässlich des Jubiläums der Deutschen Asia Pazific Gesellschaft, die am 07. und 08. November ihre 10. China-Tage  durchführt,
laden DCG und DAPG am Vorabend zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Museum für Ostasiatische Kunst ein.
Prof. Dr. Gregor Paul
wird dabei einen Vortrag mit dem Titel
Traditionelle Kultur, nationales Wirtschaftssystem und internationales Geschäft
Anmerkungen zum deutsch-chinesischen Mit- und Gegeneinander
halten.
Köln
17.10.2002 Generalkonsul a.D. Dr. Wolfgang Runge (Königswinter) Kooperation im Wandel: 30 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China Was waren die Schwerpunkte der  Beziehungen zwischen beiden Staaten? Wie verliefen die unterschiedlichen Phasen im Verhältnis beider Staaten, von der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Oktober 1972 bis zur Gegenwart? Welche Bedeutung kam den wechselnden Konstellationen der internationalen Politik und den innen- und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der VR China zu? Wie stellt sich heute das Spannungsfeld übereinstimmender Interessen und abweichender Grundüberzeugungen dar?
Wolfgang Runge ist promovierter Historiker (für Neuere Geschichte). 1965 tat er in den Auswärtigen Dienst ein. Sein Haupttätigkeitsfeld lag im Bereich der Außenwirtshaftspolitik. Aus dieser Pespektive haben ihn die deutsch-chinesischen Beziehungen wiederholt beschäftigt, zuletzt als Generalkonsul in Guangzhou (Kanton).
Köln
05.06.2002 Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer (Bochum) „Esoterik“ und Wissenschaft – Interpretationen Ostasiens Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politik Ostasiens an der Ruhr-Universität Bochum. Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt seit längerem auf dem Gebiet der politischen Philosophie und Ideengeschichte unter kulturvergleichendem Aspekt.
Die europäische Beschäftigung mit fernöstlichem Denken war von ihren Anfängen an von zwei unterschiedlichen Fragestellungen beherrscht: Der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem, was die Kulturen Ostasiens von der unseren unterscheidet, steht immer wieder eine „esoterische“ Beschäftigung mit dem Fernen Osten gegenüber, die in einer angeblich tiefen und geheimnisvollen Weisheit des Ostens die Rettung vor dem Unbehagen am „Rationalismus“ modernen westlichen Denkens sucht. Nur allzu oft verschwindet bei dieser Suche das reale Ostasien hinter einer Nebelwand mystischer Projektionen.
Köln
15.05.2002 Michael Henss (Zürich) Marco Polo und China (Diavortrag) Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuchhandlung „Asiatica“. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte tibetischer Kunst und Kultur veröffentlicht und ist Gründungsmitglied des „International Committee for Marco Polo Studies“.
Marco Polo (1254 bis 1324) stand am Anfang europäischer Entdeckungsreisen nach Fernost. In Peking war Khubilai Khan, im 13. Jahrhundert Herrscher des mongolischen Imperiums und Kaiser von China, sein Gastgeber. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf China und Zentralasien. Henss zeigt neuere Bilder zu den Orten von Marco Polos Reise und ältere Dokumente und geht auf den aktuellen Stand der Forschung sowie aktuelle Diskussionen ein, wie z.B. auf dem Marco Polo-Kongress in Tianjin 2000.
Köln
10. April 2002 Referent: Dr. Hermann-Josef Röllicke (Düsseldorf) Thema: Der Buddha der Zeit - eine zentrale Gestalt des Mahâyâna-Buddhismus Mit Dias von Malereien aus Dunhuang, dem Ort der buddhistischen Höhlen im Nordwesten Chinas.
Hermann-Josef Röllicke ist promovierter Sinologe und Philosoph. Schwerpunkte seiner Forschung und seiner Publikationen sind die vorbuddhistische und die buddhistische chinesische Philosophie und Dichtung. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit Fragen der Kunst, der Geschichte und der Religion in China. Er ist zur Zeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am EKO-Haus der Japanischen Kultur, Düsseldorf.
Maitreya, der „Freundliche“, ist im Mahâyâna-Buddhismus der „zukünftige“ Buddha. Im Lotos-sûtra und im Sûtra der Auflösung des tiefen Geheimnisses fragt er den gegenwärtigen Buddha nach dem Zeitsinn der Meditation und des Erwachens. Hat der Buddha ein Alter? Erlischt in der Versenkung und im Erwachen die Zeit? Wenn Meditation „Innehalten“ und „Betrachten“ bedeutet, was ist darin „Zeit“?
Köln
06. März 2002 Referent: Dr. Norbert Deuchert (Ulm) Thema: Neuer Fund in China – Die frühbuddhistischen Skulpturen von Qingzhou. Mit Dias Norbert Deuchert ist promovierter Historiker, Mitbegründer und Leiter des Museums Villa Rot bei Ulm, dessen Schwerpunkt Asien ist. Langjährige Beschäftigung mit der Kunst Tibets und Ostasiens, kulturhistorische Forschungsaufträge und Publikationen.
Mehr als 400 frühbuddhistische Skulpturen wurden 1996 in Qingzhou/Provinz Shandong entdeckt. Wegen ihrer künstlerischen Qualität und historischen Bedeutung gelten sie als einer der wichtigsten Funde Chinas in den letzten Jahren. Der Referent, der den Fundort 2000 besuchte, stellt die Meisterwerke anhand von Dias vor und versucht eine religions- und kunstgeschichtliche Einordnung mit Bezügen zum Kulturtransfer entlang der Seidenstraße.
Der Vortrag fällt in die Zeit einer Ausstellung des Rietberg–Museums in Zürich, die 33 Skulpturen zeigt (vgl. Veranstaltungshinweise S. 87).
Köln
06. Februar 2002 Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Gregor Paul / Dr. Bernhard J. Trautner
Prof. Dr. Rolf Trauzettel / Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Oberst a.D. Reinhart Dietrich

R e l i g i o n  u n d  G e w a l t

Gregor Paul ist Professor für Philosophie (Universität Karlsruhe). Bernhard J. Trautner ist Politik- und Islamwissenschaftler (Universität Bremen). Rolf Trauzettel ist Professor für Sinologie (Universität Bonn). Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie (Universität Köln). Reinhart Dietrich war Militärattaché an der Deutschen Botschaft in Peking.
Gegenstand der Diskussion ist die Frage, ob religiös motivierte Gewalt stets Missbrauch an sich guter religiöser Lehren ist, oder ob sie auch durch die Lehren selbst begünstigt werden, ja gefordert sein kann. Das Hauptinteresse soll Inhalt und Geschichte der Religionen in chinesischen Kulturen gelten, doch die Diskussion wird auch indische, islamische und christliche Religionen einbeziehen.

Köln
09. Januar 2002 Referentin: Ute Griesser (Köln) Thema: Thankas – Rollbilder des tibetischen Buddhismus. Kulturelle Bedeutung und Möglichkeiten der Konservierung. Mit Dias Ute Griesser ist Diplom–Restauratorin. Sitz ihres Restaurierungsateliers ist Köln. Zu ihren Hauptaufgabengebieten der Konservierung und Restaurierung zählen Gemälde, gefasste Holzskulpturen und Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst. Im Bereich der Ausstellungsbetreuung war die Referentin von 1995 bis 2000 an der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn tätig. Seit über sechs Jahren befasst sie sich mit der Konservierung von Thanka–Gemälden.
Anhand von Bildbeispielen wird deutlich werden, dass die mit dem kulturellen Gebrauch von Thankas verbundenen Schäden auch spezielle Konservierungsverfahren erfordern.
Köln
12. Dezember 2001 Referent: Professor Dr. Helmolt Vittinghoff (Köln) Thema: Fengshui – "Wellness" aus dem chinesischen Schatzhaus? Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie am Ostasiatischen Seminar der Universität zu Köln. Sein Hauptaugenmerk in Lehre und Forschung gilt der traditionellen Geistesgeschichte Chinas und ihrer Rezeption im gegenwärtigen chinesischen Kulturraum, der auch seine neueste Publikation "Recent Bibliography in Classical Chinese Philosophy" gewidmet ist. Sie erscheint als erster Teil einer auf vier Bände konzipierten Folge im Fachorgan Journal of Chinese Philosophy (Malden, USA) als Doppelband 1/2 des Jahrgangs 2001.
Der Vortrag stellt chinesisches Fengshui und dessen merkantil geprägte Aufnahme im Westen dar. Fengshui lehrt, sich beim Wohnen und allgemeinen menschlichen Handeln an "Naturkräften" zu orientieren.
Köln
14. November 2001 Referentin: PD Dr. med. Gisela Hildenbrand (Bonn) Thema: Qigong Yangsheng – Übungen zur Pflege des Lebens Gisela Hildenbrand beschäftigt sich seit 1984 mit chinesischer Heilkunde und insbesondere mit Qigong, das sie dann auch als Qigong Yangsheng von 1986–1997 bei Professor Jiao Guorui studierte. 1991 war sie Mitbegründerin der "Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng" in Bonn. Seitdem ist sie auch 1. Vorsitzende der Gesellschaft. Sie ist Herausgeberin von Jiao Guoruis Lehrbuchreihe Qigong Yangsheng und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Qigong Yangsheng.
Qigong, ein junger Begriff für eine vielfältige Tradition der Selbstkultivierung, rückt zunehmend in das Interesse westlicher Medizin. Der Vortrag behandelt Herkunft, Stationen der geschichtlichen Entwicklung, Inhalte, Prinzipien und Ziele von Qigong–Übungen sowie deren Rezeption und Anwendungsgebiete im Westen.
Köln
10. Oktober 2001 Referent: Professor Dr. Rolf Trauzettel (Bonn) Thema: Chinesische Mythologie und Geistesgeschichte Professor Trauzettel, einer der renommiertesten deutschen Sinologen, ist auch einem weiteren Publikum bekannt. Seine gemeinsam mit Herbert Franke verfasste Darstellung Das Chinesische Kaiserreich (Frankfurt a.M. 1968) gehört nach wie vor zu den vielkonsultierten Standardwerken deutschsprachiger sinologischer Literatur. Seit einiger Zeit gilt Rolf Trauzettels Interesse vor allem Fragen der chinesischen Geistesgeschichte und Philosophie. Gemeinsam mit Silke Krieger gab er 1990 (bei Hase & Koehler in Mainz) den Band Konfuzianismus und die Modernisierung Chinas heraus. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen zählt die Studie "West–Östliches. Exempel zum Problem chinesisch–abendländischer Komparatistik", die in den minima sinica (2/2000, S. 1-37) erschien.
Der Vortrag wird sich unter anderem auch mit der Frage nach dem Stellenwert von Mythos und Ritual auseinandersetzen.
Köln
23. September 2001 Vortrag in Wuppertal Ort: Fuhlrott–Museum, Raum M 212, Auer Schulstraße 20, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202–563-2618. Zeit: 11 Uhr 30.` Referent: Professor Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Konfuzianismus und klassische chinesische Philosophie

Gregor Paul setzt sich seit vielen Jahren mit der chinesischen Philosophie auseinander. Seine letzte einschlägige Veröffentlichung ist Konfuzius (Freiburg: Herder 2001).

Köln


Sommertreffen Auf der Terrasse des Cafés Hirsch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln (Universitätsstraße 100) findet am Samstag, 25. August 2001, um 15 Uhr ein Treffen von Mitgliedern und Freunden der DCG statt. Dieses Treffen soll das persönliche Kennenlernen von langjährigen und neueren Mitgliedern fördern.

Initiator: Dr. Ulrich Irion, Tel. 0221–522011. Keine Anmeldung erforderlich.

Köln
13. Juni 2001 Referent: Thilo Diefenbach (Köln) Thema: Falun Gong - Herkunft und Hintergründe einer chinesischen Massenbewegung Thilo Diefenbach ist Sinologe und Doktorand bei Prof. Dr. Lutz Bieg, Universität Köln. Mo-derne Literatur und Neuere Geschichte Chinas sind seine Arbeitsschwerpunkte.
Diefenbachs Vortrag will eine plakative Bewertung der Falun Gong-Bewegung ebenso vermeiden wie eine pauschale Rechtfertigung oder Verdammung der offiziellen chinesischen Reaktionen. Zielpunkte des Vortrags sind die Objektivität einer vielseitigen Darstellung und ein kulturhistorisch vergleichender Blick auf das Phänomen.
Köln
11. April 2001 Referent: Shi Ming (Köln) Thema: Massen und Massenkultur in China Shi Ming war in China als Journalist und Beauftragter für Rechtsfragen einer Außenhandelsfirma tätig. Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch einen Vortrag und als Beiträger unseres Symposiums 1999 bekannt. Er arbeitet als Journalist und Autor für ARD, Deutsche Welle, Deutschland-Radio, FAZ und Süddeutsche Zeitung.
Der Vortrag behandelt die Entwicklung von der uneingeschränkten Herrschaft der KPCh, die sich als Partei der Volksmassen versteht, zur zunehmend westlich geprägten Gegenwart, in der McDonald's, MTV und Kung Fu-Romane die Gemüter der Massen bewegen.
Köln
16. Mai 2001 Diskussion: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe), Prof. Dr. Heiner Roetz (Bochum), Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff (Köln), Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer (Bochum),
Moderation: Dr. Alexander Bell
Thema: Philosophie im traditionellen China Diskussion: Prof. Dr. Gregor Paul ist Professor für Philosophie an der Universität Karlsruhe, Prof. Dr. Heiner Roetz ist Professor für Sinologie an der Universität Bochum, Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie an der Universität Köln, Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bochum.
Gegenstand der Diskussion ist die Frage, ob sich "chinesisches Denken" fundamental von "westlicher Philosophie" unterscheidet.
Köln
14. März 2001 Referent: Botschafter a. D. Dr. Konrad Seitz (Wachtberg) Thema: Ein chinesisches 21. Jahrhundert? Konrad Seitz war Leiter des Planungsstabes im Auswärtigen Amt und Botschafter in Indien, Italien und – 1995 bis 1999 – in China. Buch-ver-öffentlichungen zur japanisch-amerikani-schen Herausforderung und zum weltwirt-schaftlichen Wettlauf ins 21. Jahrhundert. Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
China. Eine Weltmacht kehrt zurück (Berlin 2000) ist Konrad Seitz' neues Buch, in dem Größe und Niedergang Chinas in der Vergan-genheit und sein rasanter gegenwärtiger Aufstieg analysiert werden. Konrad Seitz vertritt die These, daß die Globalisierung mit einem chine-sischen Jahrhundert enden wird.
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14. Februar 2001 Referent: Botschafter a. D. Dr. Hannspeter Hellbeck (Wachtberg) Thema: Chinas Außenpolitik vor neuen Herausforderungen Hannspeter Hellbeck war Stellvertretender Generalkonsul in Hongkong, Leiter des Refe-rates Ostasien im Auswärtigen Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter in Peking. Zahlrei-che Veröffentlichungen zu Fragen Asiens und insbesondere Chinas. Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
 Chinas Außenpolitik orientiert sich seit einem Jahrzehnt neu: Das Land steht der einzigen verbliebenen Supermacht USA allein gegenüber, sieht sich mit wirtschaftlichen Herausforderun-gen und mit Tauwetter in Korea konfrontiert. Taiwan bleibt eine für China ungelöste Frage. Was bedeutet das für Europa?
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17. Januar 2001 Referent: Prof. Dr. Wolfgang Kubin (Bonn) Thema: „Das neue Lied von der alten Verzweiflung“ Wolfgang Kubin liest aus seinem ersten Gedichtband, aus Essays und aus China-bezogenen Zyklen.
Er ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn, Essayist und Lyriker. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen Übersetzungen aus dem Chinesischen, u. a. von Werken Yang Lians, mit dem Kubin 1999 einen Abend der DCG gestaltete.
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13. Dezember 2000 Referent: Prof. Dr. Heiner Roetz (Bochum) Thema: Gibt es eine chinesische Philosophie? Der Vortrag wird sich kritisch mit dem relativistischen Standpunkt auseinandersetzen, Philosophie sei eine ausschließliche europäische Errungenschaft.
Das Interesse des Sinologen Heiner Roetz gilt vor allem der Philosophie und da insbesondere der Ethik der vor-Han-Zeit, mit der er sich auch aus methodologischer und metaethischer Sicht auseinandersetzt. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen Die chinesische Ethik der Achsensenzeit (Frankfurt a.M. 1992) und die bei Beck erschienene Biographie Konfuzius.
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22. November 2000 Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl (Trier) Thema: Traditionelle chinesische Kultur und Globalisierung gemeinsam mit der Deutschen Asia Pacific Gesellschaft, Schirmherr: OB Fritz Schramma
18 Uhr Moderation und Begrüßung: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe), Begrüßung durch die DAPG: Uwe Holl, Grußwort des Bürgermeisters Manfred Wolf
19 Uhr Vortrag. Professor Pohl, Sinologe an der Universität Trier, ist durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt geworden. Zu seinen wichtigen Büchern zählen die bei Herder erschienenen Bände Li Zehou: Der Pfad des Schönen und China für Anfänger.
Anschließend Empfang der Stadt Köln.
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18. Oktober 2000 Referent: Dr. Wolf Donner (Köln) Thema: Der Kailash Wolf Donner ist Chefredakteur der Zeitschrift Nepal Information, Autor von zehn länderkundli-chen Büchern und war Jahre lang Vorsitzender der Deutsch-Nepalischen Gesellschaft. Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch frühere Vorträge über Mustang (Nepal) und die Mongolei bekannt.
Der 6714 Meter hohe Berg Kailash im Transhimalaya (Tibet) wird von den Anhängern der vier großen asiatischen Religionen - Hindus, Jainas, Buddhisten und der vor-buddhistischen Bön-Po-Religion - als heilig angesehen, als Sitz der Götter, Verbindungspunkt zwischen Him-mel und Erde, als ein Ort, durch den die Achse des Universums verläuft. Dr. Donner hat vor einiger Zeit den Kailash besucht, hat ihn in einer Höhe von bis zu 5700 Metern (Drölma La) umrundet und berichtet von einer Gelände-fahrt über 3000 Meter zwischen Lhasa im Osten und dem alten tibetischen Königreich Gugé im Westen.
Wie es der Zufall will, findet sich in der Rubrik „Reiseeindrücke“ ein Bericht Dr. Alexander Bells, der vor kurzem ebenfalls den Kailash besuchte.
Köln
20. September 2000 Referent: Michael Henss (Zürich) Thema: Zu Gast beim Kaiser von China. Die Jesui-tenmissionen im fernen Osten: Kulturbegnung statt Kulturkonflikt Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuch-handlung "Asiatica". Er befasst sich seit Jahren mit Themen und Fragen, die für die DCG von Interesse sind und hat denn auch mehrfach entsprechende Referate gehalten, die auf große Resonanz stießen. Zu den engeren Arbeitsgebieten von Michael Henss zählt die Geschichte tibetischer Kunst und Kultur, zu der er zahlreiche Studien veröffentlicht hat.
 Sein Vortrag fügt sich in die Themenreihe „Jesuiten in China“, zu der auch die Lesung von Uli Franz und die Vorstellung einschlägiger Monumenta-Serica-Veröffentlichungen in der Rubrik „Rezensionen und Lektüretips“ gehören.
Köln
14. Juni 2000 Uli Franz Thema: Im Schatten des Himmels (Lesung) - Johann Adam Schall von Bell - Jesuit und Mandarin
Veranstalter: DCG und Lengfeld´sche Buchhandlung
Uli Franz war Lektor und Korrespondent in Peking. Er lebt als Schriftsteller in Köln und in der Schweiz. Uli Franz veröffentlichte mehrere Sachbücher zu China, darunter eine Biographie Deng Xiaopings, die in sieben Sprachen erschienen ist.
Sein kürzlich erschienener historischer Roman "Im Schatten des Himmels" schildert die einzigartige Karriere des Kölner Jesuiten und Astronomen Adam Schall von Bell (1592 - 1666) am chinesischen Kaiserhof.
Köln
17. Mai 2000 Oberst a.D. Reinhart Dietrich Thema: China im Umbruch und die Rolle der Armee - Beobachtungen und Erfahrungen. Reinhart Dietrich wurde 1938 in China, in Pato in der Provinz Yünnan als Sohn eines Missionars geboren. Sein Abitur machte er jedoch 1957 in Deutschland.
Nach einer Laufbahn als Artillerieoffizier, im Bundesministerium für Verteidigung und in der Nato war Reinhart Dietrich 1982-1987 als Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Peking tätig. 1987 kehrte er in das BMV zurück, um dann 1989 aus der Bundeswehr auszuscheiden.
Gegenwärtig  arbeitet er vor allem als Wirtschaftsberater, eine Aufgabe, die ihn auch wie-derholt nach China führt.
Köln
12. April 2000 Prof. Dr. Roger Goepper Thema: Die chinesische Schrift als ästhetisches Prinzip chinesischer Kultur. Mit Dias. Professor Goepper war jahrelang Leiter des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen vor. Köln
15. März 2000 Referent: Prof. Dr. Wilhelm Matzat Thema: Qingdao (Tsingtau) - eine deutsche Stadtgründung in China. Ihre Entwicklung von 1898 bis 1998. Mit Dias. Wilhelm Matzat wurde 1930 in Qingdao gebo-ren und lebte dort bis 1946. Seit 1981 ist  er erneut sieben Mal in Qingdao gewesen. Und seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich speziell mit der Geschichte Qingdaos.
Als China 1842 „geöffnet“ wurde, durften sich Ausländer zunächst nur in den sogenannten Vertragshäfen niederlassen, wo sich die ihnen zugewiesenen Bebauungsareale (Konzessionen oder Niederlassungen oder settlements) am Ran-de schon existierender chinesischer Städte befanden. Nur in vier Fällen haben die Europä-er in China eine neue Stadt „auf der grünen Wiese“ gegründet, d.h. ohne räumlichen Bezug zu einer existierenden chinesischen Stadt: die Bri-ten erbauten Victoria (auf der Insel Hong-kong), die Deutschen Qingdao und die Russen Dalny und Harbin. Die drei letztgenannten Städte entstanden in ein und demselben Jahr, und zwar 1898.
Köln
16. Februar 2000 Referent: Prof. Dr. Gregor Paul Thema: Was heißt schon „konfuzianisch“? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff` Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft bekannt. Zu seinen China-bezogenen Buch-Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa - Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussion über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische  Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999. „Konfuzianisches“ thematisiert auch sein Buch Philosophie in Japan, München 1993.
Die Art und Weise, wie die Wörter „Konfuzius“, „konfuzianisch“ und „Konfuzianismus“ in den deutschsprachigen Medien verwendet werden, trägt eher zur Desinformation, ja zur Indoktrination bei als zu sachgerechter Information. Der Vortrag soll wenigstens einige der gröbsten Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.
Köln
19. Januar 2000 Referent: Shi Ming Thema: Bildung und Zeitgeist in China Nach einem Germanistik- und Jura-Studium in Peking arbeitete Shi Ming in seinem Land als Journalist und als Beauftragter für Rechtsfragen einer  Außenhandelsfirma. Zur Zeit ist er als freier Journalist und Autor für die ARD, die Deutsche Welle, das Deutschlandradio Köln und Berlin, die FAZ und die Süddeutsche Zeitung tätig. Köln
15. Dezember 1999, 19 Uhr Dr. Robert Haas Thema: Der chinesische Grab- und Totenkult. Essenz einer Kultur. Mit Dias. Robert Haas lebte und arbeitete zusammen mit seiner chinesischen Ehefrau von 1990-1996 in Asien. In dieser Zeit hat er auch eine Reihe von Arbeiten zur politischen und religiösen Kultur veröffentlicht. Nach seiner Rückkehr kam es zu mehreren Ausstellungen mit Fotos, die er auf chinesischen Friedhöfen Südostasiens gemacht hatte. – Zur Zeit ist Haas als Referatsleiter im Stab von Hans Koschnick tätig, dem Bosnien-beauftragten der Bundesregierung.
 Wenn irgend etwas Chinas Ruf als Land der Kontinuität stützt, dann ist es sein seit Urzeiten praktizierter Grab-, Toten- und Ahnenkult. Robert Haas, der z.Zt. an einer Arbeit zu diesem Thema schreibt, sieht ihn als die Grundlage der Kultur und der Identität Chinas an. Im Vortrag wird er einen Überblick über die damit verbundenen religiösen Aspekte, verschiedene Elemente und Hintergründe des in seinen Einzelheiten höchst faszinierenden Rituals sowie über die Situation im heutigen China geben. Der Vortrag wird durch einige Dias unterstützt.
Köln
17. November 1999 Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff Thema: Original und Fälschung in der chinesischen Geistesgeschichte Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie. Gegenwärtig vertritt er einen Lehrstuhl an der Universität Köln und arbeitet an einer fremdsprachigen (nicht-chinesischsprachigen) Bibliographie chinesischer Philosophie. Langjaehrige Chinaerfahrung durch mehr als 30 Reiseleitungen. Geschaeftsfuehrer des Asia Network Information Center (Muenchen).
Zum Inhalt: Im abendländischen Kulturraum gilt das Original eines Werkes als Zeugnis einer unnachahmlichen Schaffenskraft, als Beweis von Kreativitaet und Einzigartigkeit, kurzum als vortrefflicher und unwiederholbarer Schoepfungsakt, weshalb ihm ein geradezu heiliger Wert beigemessen wird. Kopien oder gar Faelschungen, moegen sie auch vom Original nicht oder nur kaum zu unterscheiden sein, werden als minderwertig, frevelhaft oder leblos verworfen, da die taeuschen und betruegen, zumindest jedoch verhoehnen und in die Irre fuehren wollen, zum wiegearteten Vorteil des Faelschers und Kopierers auch immer. Nur das Original zaehlt und zaehlte, was sich in ihren zuweilen exorbitanten Preisen niederschlaegt.
Im chinesisch beeinflussten Ostasien ist meisterhaftes Faelschen und Kopieren seit altersher weit verbreitet. Erst in den letzten Jahren versucht man im chinesischen Kulturraum, auf Betreiben der westlichen Herstellungslaender der Originalwerke, ueber gesetzliche Regelungen dem Faelschen und Kopieren Einhalt zu gebieten, doch ein tieferes Unrechtsbewusstsein konnte noch nicht geschaffen werden.
Liegen die Ursachen fuer das fehlende Unrechtsbewusstsein etwa in der ominoesen chinesischen Mentalitaet? Auf diese und andere Fragen sucht Prof. Vittinghoff in seinem Vortrag Antworten. Er möchte auch die Fragwuerdigkeit des abendländischen Originalitätsverhaftetseins aufzeigen.
Köln



Symposium zum 50jährigen Bestehen der VR China

Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von Tradition und Neuerung

 Prof. Dr. Gregor Paul (Universität Karlsruhe):
Zum Konzept des Symposiums: Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von Tradition und Neuerung

 Prof. Dr. Wolfgang Kubin (Universität Bonn):
Die Rezeption des "Traums der Roten Kammer" in der Volksrepublik China

 PD Dr. Hans-Georg Moeller (Universität Bonn):
Die Rezeption des Konfuzianismus in der Volksrepublik China

Prof. Dr. Jürgen Domes (Universität des Saarlands):
Tradition und Traditionsbruch in der Volksrepublik China

Dr. Rüdiger Machetzki (Asieninstitut Hamburg):
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Volksrepublik China

Botschafter a.D. Dr. Hannspeter Hellbeck,
Botschafter a.D. Dr. Konrad Seitz, weitere Teilnehmer
Diskussion

Donnerstag, 30. September 1999,  9.30 - 17 Uhr
Kölner Bank von 1867, Hohenzollernring 31-35, Köln

Eintritt frei. Gefördert vom Auswärtigen Amt, der Kölner Bank von 1867 und der Henkel KgaA Düsseldorf.

Köln
16. Juni 1999 Marion Schneider Thema: Ein Jahr im Kungfu-Kloster Shaolin. Der elfjährige David allein in China. Mit Dias. Marion Schneider war unter anderem als Gymnasiallehrerin, in der Erwachsenenbildung und als Journalistin tätig. Sie leitete eine Sprachschule, einen Großkunden-Betrieb und baute die China-Abteilung einer großen Weiterbildungsgesellschaft auf. Mittlerweile selbständig, berät sie Firmen in Fragen der Kooperation mit China. Auf dem Kultur-Sektor arbeitet sie als Asien-Spezialistin, hält Vorträge, führt Seminare durch und schreibt einschlägige Artikel. Köln
12. Mai 1999 Yang Lian liest aus seinen Gedichten Übersetzung und Moderation: Professor Dr. Wolfgang Kubin. Yang Lian wurde 1955 geboren und wuchs in Beijing auf. Gegen Ende der „Kulturrevolution“ wurde er zur „Umerziehung“ aufs Land verschickt. Dann arbeitete er für den Rundfunk. Seit 1989 lebt Yang im Exil. 1994/95 war er Stipendiat der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart und Berlin. Unter dem Titel „Heimkehr in die Fremde“ veröffentlichte er in der Zeitschrift „KulturAustausch“ 4/1998 eine Reflexion seines Beijing-Besuchs im Oktober 1998.
Yang Lian hat mehrere „Bestseller“ geschrieben, die in zahlreiche westliche Sprachen übersetzt wurden. In deutscher Übertragung liegen vor: Pilgerfahrt (Innsbruck: Hand-Presse 1987), Masken und Krokodile, Gedichte (Berlin: Aufbau Verlag 1994), Geisterreden. Essays aus Auckland, Berlin, Yew York (Zürich: Amman Verlag 1995), China Daily (Fotoband mit Gedichten, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 1995) und Der Ruhepunkt des Meeres (Gedichte, Edition Solitude 1996).
Wolfgang Kubin ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn. Seine Veröffentlichungen schließen zahlreiche Übersetzungen moderner chinesischer Literatur ein. Masken und Krokodile und Der Ruhepunkt des Meeres sind von ihm ins Deutsche übertragen worden.
Köln
14. April 1999 Referent: Prof. Dr. Lutz Bieg Thema: Literatur in der Volksrepublik China seit 1978 - die Ankunft der chinesischen Literatur in der Normalität Lutz Bieg (geb. 1943). Studium der Sinologie unter Einschluß des Manjurischen und Japanischen, der Germanistik und Philosophie in Köln und Heidelberg (Dr. phil. 1971). Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar 1975-1977. Aufenthalt als DAAD Lektor in der VR China und Hongkong 1977-1982. 1986 Habilitation an der FU Berlin. Seit 1989 Professor für moderne chinesische Literatur und Philosophie an der Universität zu Köln. Köln
10. März 1999 Referentin: Dr. Monika Gänßbauer Thema: Trauma der Vergangenheit. Die Kulturrevolution und ihre Folgen. Monika Gänßbauer wurde 1996 über die Verarbeitung der Kulturrevolution in der chinesischen Literatur promoviert. Seit zwei Jahren ist sie Leiterin der China InfoStelle evangelischer Kirchen in Deutschland. Der Umgang mit dem Kollektivtrauma 'Kulturrevolution' in der VR China soll in diesem Vortrag kritisch beleuchtet werden. Es wird eine Bilanz der bisherigen Vergangenheitsbewältigung gezogen - was wurde bisher geleistet, was wäre noch zu wünschen? Ansätze zu einer alternativen Geschichtsinterpretation möchte Frau Gänßbauer anhand einer Interviewsammlung des Autors Feng Jicai aufzeigen. Köln
10. Februar 1999 Referent: Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff Thema: Wertewandel im heutigen China. Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie und Geschaeftsführer des Asia
Network Information Center (München). Zur Zeit vertritt er einen
Sinologie-Lehrstuhl in Köln. Sein Interesse gilt vor allem der klassischen
chinesischen Philosophie und insbesondere dem Daoismus. Professor Vittinghoff
arbeitet an einer Bibliographie der klassischen Philosophie Chinas bis zur
Han-Zeit.
Köln
13. Januar 1999 Referent: Dr. Martin Woesler Thema: Chinesische Essayistik Dr. Woesler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr–Universität Bochum und Gastwissenschaftler an der Harvard–Universität Cambridge. Er wurde über den chinesischen Essay promoviert. Der Vortrag möchte dem Wesen der in China beliebten Gattung des Essays nachspüren
und ein paar Ecksteine in der 2000jährigen Essaytradition benennen. Insbesondere die junge Essaytradition seit der 4.-Mai-Bewegung 1919 soll anhand einiger Textbeispiele von Lu Xun, Ba Jin und Zhu Ziqing lebendig gemacht werden. Einige auch humoristisch ansprechende Beispiele aus Taiwan und von jungen Autoren sollen das Bild abrunden.
Köln
16. Dezember 1998 Referent: Privatdozent Dr. H.–G. Möller Thema: Erinnern und Vergessen – unterschiedliche Akzentuierungen im chinesischen und westlichen Denken H.–G. Möller ist Wissenschaftlicher Assistent am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und durch zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen insbesondere zur chinesischen Philosophie ausgewiesen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die im Fischer–Taschenbuch–Verlag erschienene Übersetzung des Tao Te King. Köln
18. November 1998 Referent: Dr. Guido Rappe Thema: Philosophischer Daoismus` Dr. Rappe ist Magister der Ethnologie und hat mit einer Untersuchung über Archaische Leiberfahrung (Berlin 1995: Akademie Verlag) promoviert. Sein Spezialgebiet, zu dem er zahlreiche weitere Studien veröffentlichte, sind Fragen der komparativen Philosophie. Zur Zeit schließt er eine Habilitationsschrift zur konfuzianischen Ethik ab. Dr. Rappe war zwei Jahre als Humboldt–Stipendiat an der Universität Kyoto in Japan. Sein Vor-trag wird allgemeinverständlich sein. Köln
21. 0ktober 1998 Herr Dr. Dr. WolfDonner Thema Bei den Mongolen. Mit Dias. Herr Dr. Donner ist Vorsitzender der Deutsch-Nepalesischen Gesellschaft. Er ist für seine fesselnden und instruktiven Vorträge bekannt. Der Eintritt ist frei. Köln
23. Mai 2000 Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe) Thema: Was heißt schon "konfuzianisch"? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff Die Art und Weise, wie die Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den deutschsprachigen Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu sach-gerechter Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind. Achern
20. Juni 2000 Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz) Thema: Personenbilder der modernen chinesischen Literatur s.u. Achern
11. Mai 2000 Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe) Thema: Der ideale Mensch. Die Utopie der konfuzianischen Klassik Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft be-kannt. Zu seinen China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa – Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999. Achern
29. Juni 2000 Referent: PD Dr. Ulrich Lau (Berlin) Thema: Das Bild des Delinquenten in der frühchinesischen Rechtssprechung Ulrich Lau ist einer der wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer Texte widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er Inschriften und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben zahlreichen kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien zur Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie (1045?-771 v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es seine vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen "Gesetzestexten" oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte. Achern
6. Juli 2000 Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz) Thema: Personenbilder der philosophisch orientierten Essayistik im modernen China Als Vorstandsmitglied der DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie literaturwisschenschaftlichen Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay veröffentlicht. Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusminister Chinas, als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998. Achern
8. November 2000 S.E., der Botschafter der Volksrepublik China, LU Qiutian Chinesische und europäische Denkweise Gemeinsame Verantaltung mit dem Interdisziplinären Institut für Angewandte Kulturwissenschaft (IAK) der Universität Karlsruhe

October 9, 2003

Lecturer: Werner Neite
Subject: The European Buildings in the Area of the Old Summer Palace Peking. [Description only in German by now.] Werden und Niedergang. Mit Dias.

Nach Sturz der Ming-Dynastie (1644) nahmen die Qing-Kaiser Peking in Besitz. Im Nordwesten Pekings installierten sie eine Sommerresidenz mit herrlichen Parkanlagen (Yuan ming yuan). Um 1745 entwarfen italienische und französische Missionare für einen kleinen Teil des Gartenkomplexes Anlagen im europäischen Stil. Die Bauten wurden 1860 zuerst von der englisch-französischen Interventionsarmee und dann 1900 von den acht fremden Mächten geplündert und niedergebrannt. Heute sind dort nur noch Ruinen.
Der Dipl.-Psychologe Werner Neite besichtigte 1991 das Ruinenfeld und fotografierte es. Das „Herzstück“ seines Vortrags bilden freilich von ihm erworbene einmalige Original-Fotoreihen von 1870 (25 mal 35 cm). Seine Überzeugung, dass Geschichte nur bei leibhaftiger Anschauung lebendig werde, motivierte ihn, sich in das Thema zu vertiefen.



November 13, 2003

Lecturer: Christian Schwermann M. A. (Sinologie Bonn)
Subject: Natural-philosophical Explanations of Sillyness in Old China

[Description only in German by now.] Eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der einschlägigen aktuellen Hypothesen.
Christian Schwermann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und arbeitet z. Z. an einer Dissertation über den Begriff der Dummheit in altchinesischen Texten. Sein Hauptinteresse gilt der Klassischen Philologie und Geistes- und Kulturgeschichte des alten China (bis 220 n. Chr.).



December 14, 2003

[Description only in German by now.] Podiumsdiskussion oder Referat zu einem aktuellen Thema.



Fixed dates of events in Cologne in the year 2004

January 15, February 12, March 11, April 15, May 13, and June 17



Summer Meeting

[Description only in German by now.] Auf der Terrasse des Cafés Hirsch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln (Universitätsstraße 100, Tel. 0221-4309882) findet am Samstag, den 31. August 2003, von 14 Uhr 30 bis 18 Uhr ein Treffen von Mitgliedern und Freunden der DCG statt. Dieses Treffen soll das persönliche Kennenlernen von langjährigen und neueren Mitgliedern fördern.



 December 2003. Date not yet fixed.

[Description only in German by now.] Podiumsdiskussion zu einem aktuellen Thema.
Teilnehmer: Sinologen, weitere Kulturwissenschaftler und Diplomaten.

OR

Lecturer: Christian Schwermann M. A. (Sinologie Bonn)
Subject: Forms of Critique in China


Events already held: Woesler, Kahl, Schumann, Lee-Kalisch, Scharping, Heuser, Paul, Runge, Weber-Schäfer, Henss, Röllicke, Deuchert, Panel discussion Religion and Violence, Griesser, Vittinghoff, Hildenbrand, Trauzettel, Paul, Diefenbach, Philosophie, Shi Ming, Donner, Henss, Franz, Dietrich, Goepper, Matzat, Paul, ShiMing, Haas, Dietrich, Vittinghoff, Symposium, Schneider, Yang Lian, Bieg, Gänßbauer, Vittinghoff, Woesler, Möller, Rappe, Donner

[only in German by now]
June 05, 2003

Lecturer: Prof. Dr. Konrad Wegmann (Bochum)
Subject: Das Daode jing

[Description only in German by now.] Gegenstand des Vortrags ist das Daodejing (Tao-te-king), wie es insbesondere aus der Sicht einer nicht-daoistischen klassischen chinesischen „Schule“, der „Schule“ des Legalismus, gesehen wurde. Der Legalismus avancierte in mancherlei Hinsicht zur Ideologie des Reichseinigers und „Ersten Kaisers“ Qin Shi Huang.
Konrad Wegmann ist Sinologe und Politologe an der Universität Bochum. Er ist einer der besten deutschen Kenner des Daode jing, des den meisten Deutschen als Tao-te-king bekannten, Laozi bzw. Lao-tzu zugeschriebenen Klassikers des Daoismus oder Taoismus. Zuletzt hat Konrad Wegmann u.a. die Reihe Strukturen der Macht: Studien zum politsichen Denken Chinas herausgegeben und eine Analyse der „Laozi-Textversionen im Vergleich“ (Monumenta Serica 47) veröffentlicht.



May 08, 2003

Lecturer: Dr. Volker Klöpsch (Krefeld)
Subject: Der Übersetzer als Verräter? Wider die Mär von der Unübersetzbarkeit chinesischen Dichtung

[Description only in German by now.] Der Vorwurf des Verrats ist fast so alt wie die Profession des Übersetzens. Er gilt bereits für die Übertragungen zwischen miteinander verwandten europäischen Sprachen. Umso schwieriger erscheint die Vermittlung einer so fremden Kultur und andersartigen Literatur wie der chinesischen in den deutschsprachigen Raum. Bei der Übertragung von Dichtung, dem in China mit Abstand am höchsten geschätzten literarischen Genre, muss der Übersetzer neben dem bloßen Verständnis für den Text auch ein Gespür für die strikten prosodischen Formen und die ganz unterschiedliche Funktion des Gedichtes in der chinesischen Gesellschaft aufbringen.
Der Vortrag gibt einen Abriss der Geschichte von Übersetzungen chinesischer Poesie ins Deutsche und beschreibt anhand einiger Beispiele die ver-schiedenen methodischen Ansätze. Sodann wird versucht, die grundsätzlichen Probleme dieses Vermittlungsprozesses zu beschreiben und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Am Ende könnte die Frage nach poetischen Universalien stehen, die Original und Übersetzung miteinander verbinden und die Mühsal des Übersetzers rechtfertigen.
 Dr. Volker Klöpsch studierte Germanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und Sinologie an den Universitäten Freiburg, Berlin, Edinburgh, Salamanca, Shanghai und Heidelberg. Er arbeitete am Bochumer Sinicum, lehrte als DAAD-Lektor an der Taiwan-Universität in Teipeh deutsche Sprache und Literatur und unterrichtet seit 1990 am Ostasiatischen Seminar der Universität Köln. Neben Übersetzungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts legte er mit Der seidene Faden. Gedichte der Tang die erste vollständige Übertragung der wichtigsten und in China am weitesten verbreiteten Anthologie von Tang-Lyrik ins Deutsche vor. Er ist zudem Mitherausgeber der Hefte für ostasiatische Literatur.



April 03, 2003

Lecturer: Dr. Martin Woesler
Subject: Between Exotism and Chinoiserie. Parallels and differences between Chinese and German literature. Influences and demarcation.

[Description only in German by now.] Um Hintergründe geht es in diesem Referat, Motive und Intentionen beim geistigen Austausch zwischen China und Deutschland. Diese haben stets die entscheidende Rolle gespielt, sowohl bei der Idealisierung der Chinoiserie und des Maoismus wie auch bei der Exotisierung, der bewussten Betonung des Anderen, des Unterschiedlichen, des Unverstandenen. Zentrale Figuren in diesem geistigen Austausch sind die frühen Reisenden, dann die Übersetzer und schließlich die eigenen Autoren, die das oft schon gefilterte Chinabild in Andeutungen (Effi Briest) exotisierten oder in Gleichnissen idealisierten (Der gute Mensch von Sezuan). Spannend sind auch überraschende Parallelen, die sich unabhängig in beiden Kulturkreisen entwickelt haben – ist der Traum der Roten Kammer dem Faust oder eher den Buddenbrooks seelenverwandt? Heißt Heinrich Böll auf chinesisch Wang Meng? Texte, in die andere Sprache übertragen, erreichen ähnliche Wirkungen, etwa wenn in China Guo Moruos Übersetzung von Goethes Werther eine Selbstmordwelle auslöst.
Woesler ist Vorstandsmitglied der DCG. Sein Fachinteresse als Sinologe gilt vor allem der chinesischen Literatur und den Möglichkeiten, die der Computer für die Chinawissenschaften bietet. Zur Zeit arbeitet er – zum Teil wechselnd – in Bochum, Germersheim und Peking. Dabei befasst er sich insbesondere mit Rezeption des Traums der Roten Kammer und dem Aufbau  einer chinesischsprachigen Volltext-Datenbank im Internet. Aufenthalte u. a. an der Peking- und der Harvard-Universität. Zu seinen Veröffentlichungen zählen China‘s digital dream (2002), The Chinese Essay in the 20th Century (2000), und Geschichte des chinesischen Essays (1998).



March 06, 2003

Lecturer: Jürgen Kahl
Subject: Unpayable growth? China's ecological challenge

[Description only in German by now.] China hat seit Rio 1992 den Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung adoptiert und sich ehrgeizige umweltpolitische Ziele gesetzt. Der Vortrag geht der Frage nach, um welchen ökologischen Preis das Land seine hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten erzielt, welche Fortschritte und welche Defizite im Umweltschutz zu verzeichnen sind. Dabei geht es auch um die Perspektiven, die sich aus den internationalen Maßnahmen zum Klimaschutz und aus dem WTO-Beitritt der Volksrepublik für die bi- und multilaterale umweltpolitische Zusammenarbeit mit China ergeben.
Jürgen Kahl ist Historiker und Politologe. Nach dem Staatsexamen erhielt er ein China-Sti-pendium der Stiftung Volkswagen-Werk. Kahl arbeitet als Journalist. 1985-1992 war er China-Korrespondent der Süddeutschen und Neuen Zürcher Zeitung. Gegenwärtig ist er Sonderkorrespondent der NZZ. Veröffentlichungen in Fachpublikationen zur chinesischen Innen- und Außenpolitik.


February 06, 2003

Lecturer: Generalkonsul a. D. Dr. Wolfgang Schumann (Königswinter)
Subject: The historic Buddha in art and history

[Description only in German by now.] Hans Wolfgang Schumann ist Indologe und Religionswissenschaftler. 1960-63 war er Lektor an der Hindu-Universität in Benares. Danach trat er in den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ein, für den er zuletzt als Generalkonsul in Bomaby tätig war. Wolfgang Schumann hat zahlreiche Arbeiten über den Buddhismus und die indische Kultur veröffentlicht. Für seine Bücher Der historische Buddha und Die großen Götter Indiens erhielt er – zusammen mit einem weiteren Indologen – 2000 den Rabindranath-Tagore-Preis der Deutsch-indischen Gesellschaft.
Der Vortrag mit Dias von Originalschauplätzen bietet eine Biographie des historischen Buddha.


Wednesday November 6, 2002

[Description only in German by now.] Anlässlich des Jubiläums der Deutschen Asia Pazific Gesellschaft, die am 07. und 08. November ihre 10. China-Tage  durchführt,
laden DCG und DAPG am Vorabend zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Museum für Ostasiatische Kunst ein.

Lecturer: Prof. Dr. Gregor Paul
Subject: Traditional Culture, national economical growth and international business
Comments on German-Chinese "with each other" and "against each other"



January 09, 2003

Lecturer: Dr. Jeong-hee Lee-Kalisch (Hürth)
Subject: Synaesthetics in Chinese landscape painting

[Description only in German by now.] Wie haben traditionelle chinesische Maler z. B. den Wind, den Mond, den Schnee oder die Wasserfälle dargestellt, damit der Betrachter die Kälte des Windes, den Glanz des Mondes, die Reinheit des Schnees oder das Tosen des Wasserfalls wahrnehmen kann? Sie verzichteten auf die Wiedergabe zahlreicher Einzelheiten und schilderten nur die zur Identifizierung unbedingt notwendigen Elemente. Durch die visuelle Wahrnehmung dieser Bildelemente soll beim Betrachter die synästhetische Darstellungserweiterung einsetzen. Der Vortrag wird anhand der stimmungsvollen Landschaftsmalereien veranschaulichen, welche synästhetischen Mittel chinesische Maler in ihrem künstlerischen Konzept angewandt haben, das im Laufe der Zeit mehr oder weniger präzise im Maltraktat formuliert und schematisch tradiert wurde.
Frau Jeong-hee Lee-Kalisch ist promovierte Kunsthistorikerin. Nach ihrer Tätigkeit an der Universität Köln und im Museum für Ostasiatische Kunst der Stadt Köln war sie Kuratorin der erfolgreichen Ausstellungen in der Villa Hügel in Essen wie „Das Alte China" (1994-1995) und „Die Alten Königreiche Koreas" (1999-2000), die europaweit eine großen Resonanz fanden. Seit 2001 lehrt sie ostasiatische Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin.



December 12, 2002

Lecturer: Prof. Dr. Thomas Scharping (Köln)
Subject: Birth control in China: Economic and social aspects

[Description only in German by now.] Der Vortrag wird die Hintergründe und Durchführungsprobleme der chinesischen Ein-Kind-Politik beleuchten und die Ergebnisse der letzten chinesischen Volkszählung vom November 2000 vorstellen.
Thomas Scharping ist Professor für Neuere Geschichte Chinas mit den Schwerpunkten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zu seinen engeren Forschungsgebieten gehören Bevölkerungspolitik und demographische Entwicklung Chinas, zu denen er zahlreiche Arbeiten in Deutschland und den USA veröffentlicht hat, darunter: Chinas Ein-Kind-Kampagne 1978-1994, in: Geburtenplanung in China, Hamburg 1995; sowie Birth Control in China 1949-2000, Population Policy and Demographic Development, Armonk/Honolulu 2001.


Thursday November 21, 2002

Lecturer: Prof. Dr. iur. Robert Heuser (Cologne)
Subject: The way of the „Chinese constitutional state“: Wearing new shoes but walking on old paths?

Ein fundamentales Anliegen des chinesischen Gemeinwesens ist die Herausbildung von Institutionen der Machtkontrolle. Als zentrales Mittel gilt die „Errichtung eines sozialistischen Rechtsstaats“. Damit wird ein Konzept aufgegriffen, das seit über 200 Jahren im Zentrum der europäischen Verfassungsgeschichte steht. Vor dem Hintergrund des Wesens des europäischen
Rechtsstaats soll im Vortrag aufgewiesen werden, wie „Rechtsstaat“ heute in China gedacht wird, welche neuen Institutionen in Umsetzung dieses Konzepts entstanden sind oder sich in der Entstehung befinden, und ob das sozio-politische und wertspezifische Umfeld sich für diese Neubildungen als tragfähig erweisen kann.
Nach Tätigkeit als Ostasienreferent am Heidelberger Max-Planck-Institut für vergleichendes öffentliches Recht und Völkerrecht und als DAAD-Lektor für deutsches Recht an Universitäten in Osaka, Kobe und Taibei lehrt Robert Heuser seit 1992 Chinesische Rechtskultur an der Universität Köln. Zu früheren Buchpublikationen gehören Das Rechtskapitel im Jinshu. Ein Beitrag zur Kenntnis des Rechts im frühen chinesischen Kaiserreich, München 1987, und Miyazawa Toshiyoshi, Verfassungsrecht, Köln 1986. Zuletzt sind erschienen: Einführung in die chinesische Rechtskultur, Hamburg 1999 (2. Auflage 2002), und Umweltschutzrecht der VR China, Hamburg 2001.


Thursday, October 17, 2002

Lecturer: Generalkonsul a.D. Dr. Wolfgang Runge (Königswinter)
Subject: Cooperation in transition: 30 years diplomatic relations between the Federal Republic of Germany and the People's Republic of China

[Description only in German by now.] Was waren die Schwerpunkte der  Beziehungen zwischen beiden Staaten? Wie verliefen die unterschiedlichen Phasen im Verhältnis beider Staaten, von der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Oktober 1972 bis zur Gegenwart? Welche Bedeutung kam den wechselnden Konstellationen der internationalen Politik und den innen- und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der VR China zu? Wie stellt sich heute das Spannungsfeld übereinstimmender Interessen und abweichender Grundüberzeugungen dar?
Wolfgang Runge ist promovierter Historiker (für Neuere Geschichte). 1965 tat er in den Auswärtigen Dienst ein. Sein Haupttätigkeitsfeld lag im Bereich der Außenwirtshaftspolitik. Aus dieser Pespektive haben ihn die deutsch-chinesischen Beziehungen wiederholt beschäftigt, zuletzt als Generalkonsul in Guangzhou (Kanton).


June 5, 2002

Lecturer: Prof. Peter Weber-Schäfer (Bochum)
Subject: „Esoterics“ and Science – Interpretations of East Asia

[Description only in German by now.] Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politik Ostasiens an der Ruhr-Universität Bochum. Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt seit längerem auf dem Gebiet der politischen Philosophie und Ideengeschichte unter kulturvergleichendem Aspekt.
Die europäische Beschäftigung mit fernöstlichem Denken war von ihren Anfängen an von zwei unterschiedlichen Fragestellungen beherrscht: Der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem, was die Kulturen Ostasiens von der unseren unterscheidet, steht immer wieder eine „esoterische“ Beschäftigung mit dem Fernen Osten gegenüber, die in einer angeblich tiefen und geheimnisvollen Weisheit des Ostens die Rettung vor dem Unbehagen am „Rationalismus“ modernen westlichen Denkens sucht. Nur allzu oft verschwindet bei dieser Suche das reale Ostasien hinter einer Nebelwand mystischer Projektionen.


May 15, 2002

Lecturer: Michael Henss (Zurich)
Subject: Marco Polo and China (w/ color slides)

[Description only in German by now.] Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuchhandlung „Asiatica“. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte tibetischer Kunst und Kultur veröffentlicht und ist Gründungsmitglied des „International Committee for Marco Polo Studies“.
Marco Polo (1254 bis 1324) stand am Anfang europäischer Entdeckungsreisen nach Fernost. In Peking war Khubilai Khan, im 13. Jahrhundert Herrscher des mongolischen Imperiums und Kaiser von China, sein Gastgeber. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf China und Zentralasien. Henss zeigt neuere Bilder zu den Orten von Marco Polos Reise und ältere Dokumente und geht auf den aktuellen Stand der Forschung sowie aktuelle Diskussionen ein, wie z.B. auf dem Marco Polo-Kongress in Tianjin 2000.


April 10, 2002
Lecturer: Hermann-Josef Röllicke, PhD (Düsseldorf)
Subject: The Buddha of Time - a central figure of the Mahâyâna buddhism

[Description only in German by now.] Mit Dias von Malereien aus Dunhuang, dem Ort der buddhistischen Höhlen im Nordwesten Chinas.
Hermann-Josef Röllicke ist promovierter Sinologe und Philosoph. Schwerpunkte seiner Forschung und seiner Publikationen sind die vorbuddhistische und die buddhistische chinesische Philosophie und Dichtung. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit Fragen der Kunst, der Geschichte und der Religion in China. Er ist zur Zeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am EKO-Haus der Japanischen Kultur, Düsseldorf.
Maitreya, der „Freundliche“, ist im Mahâyâna-Buddhismus der „zukünftige“ Buddha. Im Lotos-sûtra und im Sûtra der Auflösung des tiefen Geheimnisses fragt er den gegenwärtigen Buddha nach dem Zeitsinn der Meditation und des Erwachens. Hat der Buddha ein Alter? Erlischt in der Versenkung und im Erwachen die Zeit? Wenn Meditation „Innehalten“ und „Betrachten“ bedeutet, was ist darin „Zeit“?


March 6, 2002

Lecturer: Dr. Norbert Deuchert (Ulm)
Subject: New Troves in China – The Early Buddhist Sculptures of Qingzhou. With Slide Show

[description only in German by now]
Norbert Deuchert ist promovierter Historiker, Mitbegründer und Leiter des Museums Villa Rot bei Ulm, dessen Schwerpunkt Asien ist. Langjährige Beschäftigung mit der Kunst Tibets und Ostasiens, kulturhistorische Forschungsaufträge und Publikationen.
Mehr als 400 frühbuddhistische Skulpturen wurden 1996 in Qingzhou/Provinz Shandong entdeckt. Wegen ihrer künstlerischen Qualität und historischen Bedeutung gelten sie als einer der wichtigsten Funde Chinas in den letzten Jahren. Der Referent, der den Fundort 2000 besuchte, stellt die Meisterwerke anhand von Dias vor und versucht eine religions- und kunstgeschichtliche Einordnung mit Bezügen zum Kulturtransfer entlang der Seidenstraße.
Der Vortrag fällt in die Zeit einer Ausstellung des Rietberg–Museums in Zürich, die 33 Skulpturen zeigt (vgl. Veranstaltungshinweise S. 87).



February 6, 2002

panel discussion
Prof. Dr. Gregor Paul / Dr. Bernhard J. Trautner
Prof. Dr. Rolf Trauzettel / Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Oberst a.D. Reinhart Dietrich

Subject: Religion and Violence

[Description only in German by now.]
Gregor Paul ist Professor für Philosophie (Universität Karlsruhe). Bernhard J. Trautner ist Politik- und Islamwissenschaftler (Universität Bremen). Rolf Trauzettel ist Professor für Sinologie (Universität Bonn). Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie (Universität Köln). Reinhart Dietrich war Militärattaché an der Deutschen Botschaft in Peking.
Gegenstand der Diskussion ist die Frage, ob religiös motivierte Gewalt stets Missbrauch an sich guter religiöser Lehren ist, oder ob sie auch durch die Lehren selbst begünstigt werden, ja gefordert sein kann. Das Hauptinteresse soll Inhalt und Geschichte der Religionen in chinesischen Kulturen gelten, doch die Diskussion wird auch indische, islamische und christliche Religionen einbeziehen.

The lecture of Prof. Thomas Scharping, Cologne, originally scheduled for this date, will take place in autumn 2002.


09. Januar 2002

Lecturer: Ute Griesser (Köln)
Subject: Thankas – Rolled Paintings of the Tibetan Buddhism. Cultural Meaning and Chances of Conservation. With Slide Show

[description only in German by now]
Ute Griesser ist Diplom–Restauratorin. Sitz ihres Restaurierungsateliers ist Köln. Zu ihren Hauptaufgabengebieten der Konservierung und Restaurierung zählen Gemälde, gefasste Holzskulpturen und Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst. Im Bereich der Ausstellungsbetreuung war die Referentin von 1995 bis 2000 an der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn tätig. Seit über sechs Jahren befasst sie sich mit der Konservierung von Thanka–Gemälden.
Anhand von Bildbeispielen wird deutlich werden, dass die mit dem kulturellen Gebrauch von Thankas verbundenen Schäden auch spezielle Konservierungsverfahren erfordern.


12. Dezember 2001

Lecturer: Professor Dr. Helmolt Vittinghoff (Köln)
Subject: Fengshui – "Wellness" from the Chinese House of Treasures?

[description only in German by now]
Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie am Ostasiatischen Seminar der Universität zu Köln. Sein Hauptaugenmerk in Lehre und Forschung gilt der traditionellen Geistesgeschichte Chinas und ihrer Rezeption im gegenwärtigen chinesischen Kulturraum, der auch seine neueste Publikation "Recent Bibliography in Classical Chinese Philosophy" gewidmet ist. Sie erscheint als erster Teil einer auf vier Bände konzipierten Folge im Fachorgan Journal of Chinese Philosophy (Malden, USA) als Doppelband 1/2 des Jahrgangs 2001.
Der Vortrag stellt chinesisches Fengshui und dessen merkantil geprägte Aufnahme im Westen dar. Fengshui lehrt, sich beim Wohnen und allgemeinen menschlichen Handeln an "Naturkräften" zu orientieren.


14. November 2001

Lecturer: PD Dr. med. Gisela Hildenbrand (Bonn)
Subject: Qigong Yangsheng – Exercises to Care for Life

[description only in German by now]
Gisela Hildenbrand beschäftigt sich seit 1984 mit chinesischer Heilkunde und insbesondere mit Qigong, das sie dann auch als Qigong Yangsheng von 1986–1997 bei Professor Jiao Guorui studierte. 1991 war sie Mitbegründerin der "Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng" in Bonn. Seitdem ist sie auch 1. Vorsitzende der Gesellschaft. Sie ist Herausgeberin von Jiao Guoruis Lehrbuchreihe Qigong Yangsheng und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Qigong Yangsheng.
Qigong, ein junger Begriff für eine vielfältige Tradition der Selbstkultivierung, rückt zunehmend in das Interesse westlicher Medizin. Der Vortrag behandelt Herkunft, Stationen der geschichtlichen Entwicklung, Inhalte, Prinzipien und Ziele von Qigong–Übungen sowie deren Rezeption und Anwendungsgebiete im Westen.


10. Oktober 2001

Lecturer: Professor Dr. Rolf Trauzettel (Bonn)
Subject: Chinese Mythology and Intellectual History

[description only in German by now]
Professor Trauzettel, einer der renommiertesten deutschen Sinologen, ist auch einem weiteren Publikum bekannt. Seine gemeinsam mit Herbert Franke verfasste Darstellung Das Chinesische Kaiserreich (Frankfurt a.M. 1968) gehört nach wie vor zu den vielkonsultierten Standardwerken deutschsprachiger sinologischer Literatur. Seit einiger Zeit gilt Rolf Trauzettels Interesse vor allem Fragen der chinesischen Geistesgeschichte und Philosophie. Gemeinsam mit Silke Krieger gab er 1990 (bei Hase & Koehler in Mainz) den Band Konfuzianismus und die Modernisierung Chinas heraus. Zu seinen neuesten Veröffentlichungen zählt die Studie "West–Östliches. Exempel zum Problem chinesisch–abendländischer Komparatistik", die in den minima sinica (2/2000, S. 1-37) erschien.
Der Vortrag wird sich unter anderem auch mit der Frage nach dem Stellenwert von Mythos und Ritual auseinandersetzen.



23. September 2001

Lecture in Wuppertal

Location: Fuhlrott–Museum, Raum M 212, 20 Auer Schulstraße, 42103 Wuppertal, Germany, phone: 0202–563-2618.
Time: 11 Uhr 30.

Lecturer: Professor Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Subject: Confucianism and Classical Chinese Philosophy

[description only in German by now]
Gregor Paul setzt sich seit vielen Jahren mit der chinesischen Philosophie auseinander. Seine letzte einschlägige Veröffentlichung ist Konfuzius (Freiburg: Herder 2001).


June 13, 2001

Lecturer: Thilo Diefenbach (Cologne)
Subject: Falun Gong - Origin and Backgrounds of a Chinese Mass Movement
[description only in German by now]

Thilo Diefenbach ist Sinologe und Doktorand bei Prof. Dr. Lutz Bieg, Universität Köln. Mo-derne Literatur und Neuere Geschichte Chinas sind seine Arbeitsschwerpunkte.
Diefenbachs Vortrag will eine plakative Bewertung der Falun Gong-Bewegung ebenso vermeiden wie eine pauschale Rechtfertigung oder Verdammung der offiziellen chinesischen Reaktionen. Zielpunkte des Vortrags sind die Objektivität einer vielseitigen Darstellung und ein kulturhistorisch vergleichender Blick auf das Phänomen.


May 16, 2001

Discussion: Prof. Gregor Paul (Karlsruhe), Prof. Heiner Roetz (Bochum), Prof. Helmolt Vittinghoff (Köln), Prof. Peter Weber-Schäfer (Bochum),
Discussant: Dr. Alexander Bell
Subject: Philosophy in traditional China

[Description only in German by now:] Prof. Dr. Gregor Paul ist Professor für Philosophie an der Universität Karlsruhe, Prof. Dr. Heiner Roetz ist Professor für Sinologie an der Universität Bochum, Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie an der Universität Köln, Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bochum.
Gegenstand der Diskussion ist die Frage, ob sich "chinesisches Denken" fundamental von "westlicher Philosophie" unterscheidet.



April 11, 2001

Lecturer: Shi Ming (Köln)
Subject: Masses and Mass Culture in China

[Description only in German by now:] Shi Ming war in China als Journalist und Beauftragter für Rechtsfragen einer Außenhandelsfirma tätig. Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch einen Vortrag und als Beiträger unseres Symposiums 1999 bekannt. Er arbeitet als Journalist und Autor für ARD, Deutsche Welle, Deutschland-Radio, FAZ und Süddeutsche Zeitung.
Der Vortrag behandelt die Entwicklung von der uneingeschränkten Herrschaft der KPCh, die sich als Partei der Volksmassen versteht, zur zunehmend westlich geprägten Gegenwart, in der McDonald's, MTV und Kung Fu-Romane die Gemüter der Massen bewegen.


November 22, 2000

Lecturer: Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl (Trier)
Subject: Traditional Chinese Culture and Globalisation

joined lecture with the German Asia Pacific Association, under the auspices of OB Fritz Schramma
[description only in German by now]

18 Uhr Moderation und Begrüßung: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe), Begrüßung durch die DAPG: Uwe Holl, Grußwort des Bürgermeisters Manfred Wolf
19 Uhr Vortrag. Professor Pohl, Sinologe an der Universität Trier, ist durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt geworden. Zu seinen wichtigen Büchern zählen die bei Herder erschienenen Bände Li Zehou: Der Pfad des Schönen und China für Anfänger.
Anschließend Empfang der Stadt Köln.


December 13, 2000

Lecturer: Prof. Dr. Heiner Roetz (Bochum)
Subject: Does a Chinese Philosophy Exist?
[description only in German by now]

Der Vortrag wird sich kritisch mit dem relativistischen Standpunkt auseinandersetzen, Philosophie sei eine ausschließliche europäische Errungenschaft.
Das Interesse des Sinologen Heiner Roetz gilt vor allem der Philosophie und da insbesondere der Ethik der vor-Han-Zeit, mit der er sich auch aus methodologischer und metaethischer Sicht auseinandersetzt. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen Die chinesische Ethik der Achsensenzeit (Frankfurt a.M. 1992) und die bei Beck erschienene Biographie Konfuzius.



Autumn 2002

Lecturer: Prof. Thomas Scharping (Cologne)
Subject: Birth Control in China: Economical and Social Aspects

[Description only in German by now.]
Thomas Scharping ist Professor für Neuere Geschichte Chinas mit den Schwerpunkten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zu seinen engeren Forschungsgebieten gehören Bevölkerungspolitik und demographische Entwicklung Chinas, zu denen er zahlreiche Arbeiten in Deutschland und den USA veröffentlicht hat, darunter: Chinas Ein-Kind-Kampagne 1978–1994, in: Geburtenplanung in China, Hamburg 1995; sowie Birth Control in China 1949–2000, Population Policy and Demographic Development, Armonk/Honolulu 2001.
Der Vortrag wird die Hintergründe und Durchführungsprobleme der chinesischen Ein-Kind-Politik beleuchten und die Ergebnisse der letzten chinesischen Volkszählung vom November 2000 vorstellen.



Lectures in Karlsruhe

[description only in German by now]
In Zusammenarbeit mit den Instituten für Phi-losophie und Angewandte Kulturwissenschaft der Universität Karlsruhe bietet die DCG in den Räumlichkeiten des Instituts für Philosophie, Kollegium am Schloss, Bau II (Telefon 0721-608-2149), drei Vorträge an. Sie werden jeweils an einem Donnerstag um 19 Uhr 30 gehalten.

May 11, 2000

Lecturer: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Subject: The Ideal Human Being. The Utopia of Confucian Classical Time.
[description only in German by now]

Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft bekannt. Zu seinen China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa – Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999.


June 29, 2000

Lecturer: PD Dr. Ulrich Lau (Berlin)
Subject: The Image of the Delinquent in the Early Chinese Iuridical System
[description only in German by now]

Ulrich Lau ist einer der wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer Texte widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er Inschriften und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben zahlreichen kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien zur Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie (1045?-771 v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es seine vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen "Gesetzestexten" oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte.


July 6, 2000

Lecturer: Dr. Martin Woesler (Mainz)
Subject: Images of the Person in the Philosophically Orientiented Essayism in Modern China
[description only in German by now]

Als Vorstandsmitglied der DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie literaturwisschenschaftlichen Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay veröffentlicht. Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusmisnister Chinas, als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998.


January 17, 2001

Lecturer: Prof. Dr. Wolfgang Kubin (Bonn)
Subject: „The New Song of the Old Desparation"
[description only in German by now]

Wolfgang Kubin liest aus seinem ersten Gedichtband, aus Essays und aus China-bezogenen Zyklen.
Er ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn, Essayist und Lyriker. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen Übersetzungen aus dem Chinesischen, u. a. von Werken Yang Lians, mit dem Kubin 1999 einen Abend der DCG gestaltete.



February 14, 2001

Lecturer: Former Ambassador Dr. Hannspeter Hellbeck (Wachtberg)
Subject: China's Foreign Policy Meeting New Challenges
[description only in German by now]

Hannspeter Hellbeck war Stellvertretender Generalkonsul in Hongkong, Leiter des Refe-rates Ostasien im Auswärtigen Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter in Peking. Zahlrei-che Veröffentlichungen zu Fragen Asiens und insbesondere Chinas. Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
 Chinas Außenpolitik orientiert sich seit einem Jahrzehnt neu: Das Land steht der einzigen verbliebenen Supermacht USA allein gegenüber, sieht sich mit wirtschaftlichen Herausforderun-gen und mit Tauwetter in Korea konfrontiert. Taiwan bleibt eine für China ungelöste Frage. Was bedeutet das für Europa?



March 14, 2001

Lecturer: Botschafter a. D. Dr. Konrad Seitz (Wachtberg)
Subject: A Chinese 21st century?
[description only in German by now]

Konrad Seitz war Leiter des Planungsstabes im Auswärtigen Amt und Botschafter in Indien, Italien und – 1995 bis 1999 – in China. Buch-ver-öffentlichungen zur japanisch-amerikani-schen Herausforderung und zum weltwirt-schaftlichen Wettlauf ins 21. Jahrhundert. Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
China. Eine Weltmacht kehrt zurück (Berlin 2000) ist Konrad Seitz' neues Buch, in dem Größe und Niedergang Chinas in der Vergan-genheit und sein rasanter gegenwärtiger Aufstieg analysiert werden. Konrad Seitz vertritt die These, daß die Globalisierung mit einem chine-sischen Jahrhundert enden wird.


October 18, 2000

Lecturer: Dr. Wolf Donner (Cologne)
Subject: The Kailash
[description only in German by now]

Wolf Donner ist Chefredakteur der Zeitschrift Nepal Information, Autor von zehn länderkundli-chen Büchern und war Jahre lang Vorsitzender der Deutsch-Nepalischen Gesellschaft. Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch frühere Vorträge über Mustang (Nepal) und die Mongolei bekannt.
Der 6714 Meter hohe Berg Kailash im Transhimalaya (Tibet) wird von den Anhängern der vier großen asiatischen Religionen - Hindus, Jainas, Buddhisten und der vor-buddhistischen Bön-Po-Religion - als heilig angesehen, als Sitz der Götter, Verbindungspunkt zwischen Him-mel und Erde, als ein Ort, durch den die Achse des Universums verläuft. Dr. Donner hat vor einiger Zeit den Kailash besucht, hat ihn in einer Höhe von bis zu 5700 Metern (Drölma La) umrundet und berichtet von einer Gelände-fahrt über 3000 Meter zwischen Lhasa im Osten und dem alten tibetischen Königreich Gugé im Westen.
Wie es der Zufall will, findet sich in der Rubrik „Reiseeindrücke“ ein Bericht Dr. Alexander Bells, der vor kurzem ebenfalls den Kailash besuchte.


September 20, 2000

Lecturer: Michael Henss (Zurich)
Subject: Guests of the Chinese Emperor. The Mission of Jesuits in the Far East. Meeting instead of Clash of Cultures.
[description only in German by now]

Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuch-handlung "Asiatica". Er befasst sich seit Jahren mit Themen und Fragen, die für die DCG von Interesse sind und hat denn auch mehrfach entsprechende Referate gehalten, die auf große Resonanz stießen. Zu den engeren Arbeitsgebieten von Michael Henss zählt die Geschichte tibetischer Kunst und Kultur, zu der er zahlreiche Studien veröffentlicht hat.
 Sein Vortrag fügt sich in die Themenreihe „Jesuiten in China“, zu der auch die Lesung von Uli Franz und die Vorstellung einschlägiger Monumenta-Serica-Veröffentlichungen in der Rubrik „Rezensionen und Lektüretips“ gehören.


June 14, 2000
Uli Franz
GCA and Lengfeld´sche Buchhandlung, Cologne:
Subject: In the Shadow of Heaven - Johann Adam Schall von Bell - Jesuit and Mandarin
[description only in German by now]

Uli Franz war Lektor und Korrespondent in Peking. Er lebt als Schriftsteller in Köln und in der Schweiz. Uli Franz veröffentlichte mehrere Sachbücher zu China, darunter eine Biographie Deng Xiaopings, die in sieben Sprachen erschienen ist.
Sein kürzlich erschienener historischer Roman "Im Schatten des Himmels" schildert die einzigartige Karriere des Kölner Jesuiten und Astronomen Adam Schall von Bell (1592 - 1666) am chinesischen Kaiserhof.



May 17, 2000
Lecturer: Oberst a.D. Reinhart Dietrich
Subject: China in Transition and the Role of the Armee - Observations and Personal Experiences
[description only in German by now] Reinhart Dietrich wurde 1938 in China, in Pato in der Provinz Yünnan als Sohn eines Missionars geboren. Sein Abitur machte er jedoch 1957 in Deutschland.
Nach einer Laufbahn als Artillerieoffizier, im Bundesministerium für Verteidigung und in der Nato war Reinhart Dietrich 1982-1987 als Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Peking tätig. 1987 kehrte er in das BMV zurück, um dann 1989 aus der Bundeswehr auszuscheiden.
Gegenwärtig  arbeitet er vor allem als Wirtschaftsberater, eine Aufgabe, die ihn auch wie-derholt nach China führt.

April 12, 2000
Lecturer: Prof. Dr. Roger Goepper
Subject: The Chinese Font as an Aesthetic Principle of Chinese Culture. (incl. slide show)
[description only in German by now] Professor Goepper war jahrelang Leiter des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen vor.

March 15, 2000
Lecturer: Prof. Dr. Wilhelm Matzat
Subject: Qingdao (Tsingtau) - a German city founding in China. [description only in German by now] Ihre Entwicklung von 1898 bis 1998. Mit Dias.
Wilhelm Matzat wurde 1930 in Qingdao gebo-ren und lebte dort bis 1946. Seit 1981 ist  er erneut sieben Mal in Qingdao gewesen. Und seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich speziell mit der Geschichte Qingdaos.
Als China 1842 „geöffnet“ wurde, durften sich Ausländer zunächst nur in den sogenannten Vertragshäfen niederlassen, wo sich die ihnen zugewiesenen Bebauungsareale (Konzessionen oder Niederlassungen oder settlements) am Ran-de schon existierender chinesischer Städte befanden. Nur in vier Fällen haben die Europä-er in China eine neue Stadt „auf der grünen Wiese“ gegründet, d.h. ohne räumlichen Bezug zu einer existierenden chinesischen Stadt: die Bri-ten erbauten Victoria (auf der Insel Hong-kong), die Deutschen Qingdao und die Russen Dalny und Harbin. Die drei letztgenannten Städte entstanden in ein und demselben Jahr, und zwar 1898.


February 6, 2000
Lecturer: Prof. Dr. Gregor Paul
Subject: What Means "Confucian" after All? [description only in German by now] Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff
Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mitgliedern und Freunden der Gesellschaft bekannt. Zu seinen China-bezogenen Buch-Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa - Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussion über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische  Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999. „Konfuzianisches“ thematisiert auch sein Buch Philosophie in Japan, München 1993.
Die Art und Weise, wie die Wörter „Konfuzius“, „konfuzianisch“ und „Konfuzianismus“ in den deutschsprachigen Medien verwendet werden, trägt eher zur Desinformation, ja zur Indoktrination bei als zu sachgerechter Information. Der Vortrag soll wenigstens einige der gröbsten Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.

January 19, 2000
Lecturer: Shi Ming
Subject: Education and 'Zeitgeist' in China [description only in German by now]
[description only in German by now] Nach einem Germanistik- und Jura-Studium in Peking arbeitete Shi Ming in seinem Land als Journalist und als Beauftragter für Rechtsfragen einer  Außenhandelsfirma. Zur Zeit ist er als freier Journalist und Autor für die ARD, die Deutsche Welle, das Deutschlandradio Köln und Berlin, die FAZ und die Süddeutsche Zeitung tätig.

December 15 1999
Dr. Robert Haas
Subject: The Chinese Burial and Death Cult. Essence of a Culture (incl. slide show).
[description only in German by now] Robert Haas lebte und arbeitete zusammen mit seiner chinesischen Ehefrau von 1990-1996 in Asien. In dieser Zeit hat er auch eine Reihe von Arbeiten zur politischen und religiösen Kultur veröffentlicht. Nach seiner Rückkehr kam es zu mehreren Ausstellungen mit Fotos, die er auf chinesischen Friedhöfen Südostasiens gemacht hatte. – Zur Zeit ist Haas als Referatsleiter im Stab von Hans Koschnick tätig, dem Bosnien-beauftragten der Bundesregierung.
 Wenn irgend etwas Chinas Ruf als Land der Kontinuität stützt, dann ist es sein seit Urzeiten praktizierter Grab-, Toten- und Ahnenkult. Robert Haas, der z.Zt. an einer Arbeit zu diesem Thema schreibt, sieht ihn als die Grundlage der Kultur und der Identität Chinas an. Im Vortrag wird er einen Überblick über die damit verbundenen religiösen Aspekte, verschiedene Elemente und Hintergründe des in seinen Einzelheiten höchst faszinierenden Rituals sowie über die Situation im heutigen China geben. Der Vortrag wird durch einige Dias unterstützt.


Novermber 17, 1999
Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Subject: Original and Fake in the Chinese Spiritual Tradition
Description [only in German by now]: Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie. Gegenwärtig vertritt er einen Lehrstuhl an der Universität Köln und arbeitet an einer fremdsprachigen (nicht-chinesischsprachigen) Bibliographie chinesischer Philosophie. Langjaehrige Chinaerfahrung durch mehr als 30 Reiseleitungen. Geschaeftsfuehrer des Asia Network Information Center (Muenchen).
Vielen Mitgliedern der DCG ist Professor Vittinghoff bereits als Referent bekannt.
Zum Inhalt: Im abendländischen Kulturraum gilt das Original eines Werkes als Zeugnis einer unnachahmlichen Schaffenskraft, als Beweis von Kreativitaet und Einzigartigkeit, kurzum als vortrefflicher und unwiederholbarer Schoepfungsakt, weshalb ihm ein geradezu heiliger Wert beigemessen wird. Kopien oder gar Faelschungen, moegen sie auch vom Original nicht oder nur kaum zu unterscheiden sein, werden als minderwertig, frevelhaft oder leblos verworfen, da die taeuschen und betruegen, zumindest jedoch verhoehnen und in die Irre fuehren wollen, zum wiegearteten Vorteil des Faelschers und Kopierers auch immer. Nur das Original zaehlt und zaehlte, was sich in ihren zuweilen exorbitanten Preisen niederschlaegt.
Im chinesisch beeinflussten Ostasien ist meisterhaftes Faelschen und Kopieren seit altersher weit verbreitet. Erst in den letzten Jahren versucht man im chinesischen Kulturraum, auf Betreiben der westlichen Herstellungslaender der Originalwerke, ueber gesetzliche Regelungen dem Faelschen und Kopieren Einhalt zu gebieten, doch ein tieferes Unrechtsbewusstsein konnte noch nicht geschaffen werden.
Liegen die Ursachen fuer das fehlende Unrechtsbewusstsein etwa in der ominoesen chinesischen Mentalitaet? Auf diese und andere Fragen sucht Prof. Vittinghoff in seinem Vortrag Antworten. Er möchte auch die Fragwuerdigkeit des abendländischen Originalitätsverhaftetseins aufzeigen.


Symposium on the 50th Anniversary of the P.R. of China

The History of the People's Republic of China as a Result and Reflex of Tradition and Innovation

Lectures and Subjects:

 Prof. Dr. Gregor Paul (University of Karlsruhe):
Zum Konzept des Symposiums: Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von Tradition und Neuerung

 Prof. Dr. Wolfgang Kubin (University of Bonn):
Die Rezeption des "Traums der Roten Kammer" in der Volksrepublik China

 PD Dr. Hans-Georg Moeller (University of Bonn):
Die Rezeption des Konfuzianismus in der Volksrepublik China

Prof. Dr. Jürgen Domes (University of the Saarland):
Tradition und Traditionsbruch in der Volksrepublik China

Dr. Rüdiger Machetzki (Asia Institute Hamburg):
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Volksrepublik China

Ambassador a.D. Dr. Hannspeter Hellbeck,
Ambassador a.D. Dr. Konrad Seitz, further participants
Diskussion

Thursday, September 30, 1999,  9.30 am - 5 pm
Kölner Bank von 1867, Hohenzollernring 31-35, Cologne, Germany

No entrance fee. Sponsored by the Foreign Ministry of Germany, Bank Cologne, and Henkel KgaA Düsseldorf.



June 16th, 1999
Marion Schneider
Subject: One year in the Kungfu monastery Shaolin. The 11-year-old David alone in China. With color slides.
[description only in German by now] Marion Schneider war unter anderem als Gymnasiallehrerin, in der Erwachsenenbildung und als Journalistin tätig. Sie leitete eine Sprachschule, einen Großkunden-Betrieb und baute die China-Abteilung einer großen Weiterbildungsgesellschaft auf. Mittlerweile selbständig, berät sie Firmen in Fragen der Kooperation mit China. Auf dem Kultur-Sektor arbeitet sie als Asien-Spezialistin, hält Vorträge, führt Seminare durch und schreibt einschlägige Artikel.


May 12th, 1999
Yang Lian: recitation of his poems
Translation and Moderation: Professor Dr. Wolfgang Kubin.
[description only in German by now] Yang Lian wurde 1955 geboren und wuchs in Beijing auf. Gegen Ende der „Kulturrevolution“ wurde er zur „Umerziehung“ aufs Land verschickt. Dann arbeitete er für den Rundfunk. Seit 1989 lebt Yang im Exil. 1994/95 war er Stipendiat der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart und Berlin. Unter dem Titel „Heimkehr in die Fremde“ veröffentlichte er in der Zeitschrift „KulturAustausch“ 4/1998 eine Reflexion seines Beijing-Besuchs im Oktober 1998.
Yang Lian hat mehrere „Bestseller“ geschrieben, die in zahlreiche westliche Sprachen übersetzt wurden. In deutscher Übertragung liegen vor: Pilgerfahrt (Innsbruck: Hand-Presse 1987), Masken und Krokodile, Gedichte (Berlin: Aufbau Verlag 1994), Geisterreden. Essays aus Auckland, Berlin, Yew York (Zürich: Amman Verlag 1995), China Daily (Fotoband mit Gedichten, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 1995) und Der Ruhepunkt des Meeres (Gedichte, Edition Solitude 1996).
Wolfgang Kubin ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn. Seine Veröffentlichungen schließen zahlreiche Übersetzungen moderner chinesischer Literatur ein. Masken und Krokodile und Der Ruhepunkt des Meeres sind von ihm ins Deutsche übertragen worden.

April 14th, 1999
lecturer: Prof. Dr. Lutz Bieg
subject: Literature in the PR China since 1978 - Arrival of the Chinese literature in Normality
[description only in German by now] Lutz Bieg (geb. 1943). Studium der Sinologie unter Einschluß des Manjurischen und Japanischen, der Germanistik und Philosophie in Köln und Heidelberg (Dr. phil. 1971). Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar 1975-1977. Aufenthalt als DAAD Lektor in der VR China und Hongkong 1977-1982. 1986 Habilitation an der FU Berlin. Seit 1989 Professor für moderne chinesische Literatur und Philosophie an der Universität zu Köln.

March 10th, 1999
lecturer: Monika Gänßbauer, Ph. D.
subject: Trauma of the past. The Cultural Revolution.
Referentin: Dr. Monika Gänßbauer
Thema: Trauma of the past. The 'Cultural Revolution' and its consequences.
[description only in German by now] Monika Gänßbauer wurde 1996 über die Verarbeitung der Kulturrevolution in der chinesischen Literatur promoviert. Seit zwei Jahren ist sie Leiterin der China InfoStelle evangelischer Kirchen in Deutschland. Der Umgang mit dem Kollektivtrauma 'Kulturrevolution' in der VR China soll in diesem Vortrag kritisch beleuchtet werden. Es wird eine Bilanz der bisherigen Vergangenheitsbewältigung gezogen - was wurde bisher geleistet, was wäre noch zu wünschen? Ansätze zu einer alternativen Geschichtsinterpretation möchte Frau Gänßbauer anhand einer Interviewsammlung des Autors Feng Jicai aufzeigen.

Februar 10th, 1999
lecturer: Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
subject: Changing Values in Contemporary China
(description only in German by now)
Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie und Geschaeftsführer des Asia
Network Information Center (München). Zur Zeit vertritt er einen
Sinologie-Lehrstuhl in Köln. Sein Interesse gilt vor allem der klassischen
chinesischen Philosophie und insbesondere dem Daoismus. Professor Vittinghoff
arbeitet an einer Bibliographie der klassischen Philosophie Chinas bis zur
Han-Zeit.

January 13th, 1999
lecturer: Martin Woesler, Ph. D.
subject: Chinese Essayism
(description only in German by now)
Dr. Woesler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr–Universität Bochum und Gastwissenschaftler an der Harvard–Universität Cambridge. Er wurde über den chinesischen Essay promoviert. Der Vortrag möchte dem Wesen der in China beliebten Gattung des Essays nachspüren
und ein paar Ecksteine in der 2000jährigen Essaytradition benennen. Insbesondere die junge Essaytradition seit der 4.-Mai-Bewegung 1919 soll anhand einiger Textbeispiele von Lu Xun, Ba Jin und Zhu Ziqing lebendig gemacht werden. Einige auch humoristisch ansprechende Beispiele aus Taiwan und von jungen Autoren sollen das Bild abrunden.


, December 16th, 1998
lecturer: H.–G. Möller, Ph. D., PD
subject: Remembering and Forgetting – different accentuations in Chinese and Western thinking
(description only in German by now)
H.–G. Möller ist Wissenschaftlicher Assistent am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und durch zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen insbesondere zur chinesischen Philosophie ausgewiesen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die im Fischer–Taschenbuch–Verlag erschienene Übersetzung des Tao Te King.

, November 18th, 1998
lecturer: Dr. Guido Rappe
upon the theme Philosophical Daoism.
Dr. Rappe wrote his ph. d. thesis upon the theme "Archaic Experience of the Body" (Berlin 1995:
Akademie Verlag). Next to this he published numerous studies on problems of comparative philosophy. In 1998 he is finishing his habilitational thesis on ethics. In this thesis, he concentrates on neoconfucian analyses. Dr. Rappe has been at the university Kyoto in Japan with a scholarship from the Humboldt Foundation.
His speech will be understandable without knowledge of the subject.


, October 21st, 1998
lecturer: Dr. Dr. Wolf Donner
upon the theme At the Mongols. With picture show.
Dr. Donner is Chairman of the German-Nepalesian Society. He is well known for his highly interesting and instructive speeches.




Bereits durchgeführte Veranstaltungen in Achern:

May 23, 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Was heißt schon "konfuzianisch"? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff

Die Art und Weise, wie die Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den deutschsprachigen Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu sach-gerechter Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.



June 20, 2000

Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz)
Thema: Personenbilder der modernen chinesischen Literatur



Bereits durchgeführte Veranstaltungen in Karlsruhe:


May 11, 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Der ideale Mensch. Die Utopie der konfuzianischen Klassik

Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft be-kannt. Zu seinen China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa – Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999.
 


June 29, 2000

Referent: PD Dr. Ulrich Lau (Berlin)
Thema: Das Bild des Delinquenten in der frühchinesischen Rechtssprechung

Ulrich Lau ist einer der wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer Texte widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er Inschriften und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben zahlreichen kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien zur Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie (1045?-771 v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es seine vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen "Gesetzestexten" oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte.


July 6, 2000

Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz)
Thema: Personenbilder der philosophisch orientierten Essayistik im modernen China

Als Vorstandsmitglied der DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie literaturwisschenschaftlichen Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay veröffentlicht. Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusminister Chinas, als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998.



November 8, 2000

Lecturer: Ambassador of the People's Republic of China, Mr. Lu Qiutian
Thema: Chinesische und europäische Denkweise

16 Uhr. Gemeinsame Verantaltung mit dem Interdisziplinären Institut für Angewandte Kulturwissenschaft (IAK) der Universität



Lectures in Achern
[description only in German by now]

Auch an der Akademie für europäisch-asiatische Wirtschaft und Kultur (AWK) in Achern bei Of-fenburg (Friedrichshöhe 40, 77855 Achern, Tel. 07841-605-0 oder 07841-605-102) bietet die DCG mehrere Vorträge an. Sie finden an unter-schiedlichen Wochentagen, doch stets zur sel-ben Zeit, um 19 Uhr 30, statt.



[descriptions only in German by now]
26. September, 10. Oktober, 7. November, 5. Dezember 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Geschichte des Konfuzianismus in vier Teilen.


May 23, 2000

Lecturer: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Subject: What means "confucian"? Sense and Senselessness, Information and Desinformation in the Usage of the Phrase and the Term

Die Art und Weise, wie die Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den deutschsprachigen Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu sach-gerechter Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.


June 20, 2000

Lecturer: Dr. Martin Woesler (Mainz)
Subject: Images of the Person in the Philosophically Orientiented Essayism in Modern China



September 26, October 10, November 7, December 6, 2000

Lecturer: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Subject: History of Confucianism in four parts.



Webmaster (email) Last updated 2001 ver 1.09 Bochum
-1>December 15 1999
Dr. Robert Haas
Subject: The Chinese Burial and Death Cult. Essence of a Culture (incl. slide show).
[description only in German by now] Robert Haas lebte und arbeitete zusammen mit seiner chinesischen Ehefrau von 1990-1996 in Asien. In dieser Zeit hat er auch eine Reihe von Arbeiten zur politischen und religiösen Kultur veröffentlicht. Nach seiner Rückkehr kam es zu mehreren Ausstellungen mit Fotos, die er auf chinesischen Friedhöfen Südostasiens gemacht hatte. – Zur Zeit ist Haas als Referatsleiter im Stab von Hans Koschnick tätig, dem Bosnien-beauftragten der Bundesregierung.
 Wenn irgend etwas Chinas Ruf als Land der Kontinuität stützt, dann ist es sein seit Urzeiten praktizierter Grab-, Toten- und Ahnenkult. Robert Haas, der z.Zt. an einer Arbeit zu diesem Thema schreibt, sieht ihn als die Grundlage der Kultur und der Identität Chinas an. Im Vortrag wird er einen Überblick über die damit verbundenen religiösen Aspekte, verschiedene Elemente und Hintergründe des in seinen Einzelheiten höchst faszinierenden Rituals sowie über die Situation im heutigen China geben. Der Vortrag wird durch einige Dias unterstützt.


Novermber 17, 1999
Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Subject: Original and Fake in the Chinese Spiritual Tradition
Description [only in German by now]: Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie. Gegenwärtig vertritt er einen Lehrstuhl an der Universität Köln und arbeitet an einer fremdsprachigen (nicht-chinesischsprachigen) Bibliographie chinesischer Philosophie. Langjaehrige Chinaerfahrung durch mehr als 30 Reiseleitungen. Geschaeftsfuehrer des Asia Network Information Center (Muenchen).
Vielen Mitgliedern der DCG ist Professor Vittinghoff bereits als Referent bekannt.
Zum Inhalt: Im abendländischen Kulturraum gilt das Original eines Werkes als Zeugnis einer unnachahmlichen Schaffenskraft, als Beweis von Kreativitaet und Einzigartigkeit, kurzum als vortrefflicher und unwiederholbarer Schoepfungsakt, weshalb ihm ein geradezu heiliger Wert beigemessen wird. Kopien oder gar Faelschungen, moegen sie auch vom Original nicht oder nur kaum zu unterscheiden sein, werden als minderwertig, frevelhaft oder leblos verworfen, da die taeuschen und betruegen, zumindest jedoch verhoehnen und in die Irre fuehren wollen, zum wiegearteten Vorteil des Faelschers und Kopierers auch immer. Nur das Original zaehlt und zaehlte, was sich in ihren zuweilen exorbitanten Preisen niederschlaegt.
Im chinesisch beeinflussten Ostasien ist meisterhaftes Faelschen und Kopieren seit altersher weit verbreitet. Erst in den letzten Jahren versucht man im chinesischen Kulturraum, auf Betreiben der westlichen Herstellungslaender der Originalwerke, ueber gesetzliche Regelungen dem Faelschen und Kopieren Einhalt zu gebieten, doch ein tieferes Unrechtsbewusstsein konnte noch nicht geschaffen werden.
Liegen die Ursachen fuer das fehlende Unrechtsbewusstsein etwa in der ominoesen chinesischen Mentalitaet? Auf diese und andere Fragen sucht Prof. Vittinghoff in seinem Vortrag Antworten. Er möchte auch die Fragwuerdigkeit des abendländischen Originalitätsverhaftetseins aufzeigen.


Symposium on the 50th Anniversary of the P.R. of China

The History of the People's Republic of China as a Result and Reflex of Tradition and Innovation

Lectures and Subjects:

 Prof. Dr. Gregor Paul (University of Karlsruhe):
Zum Konzept des Symposiums: Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von Tradition und Neuerung

 Prof. Dr. Wolfgang Kubin (University of Bonn):
Die Rezeption des "Traums der Roten Kammer" in der Volksrepublik China

 PD Dr. Hans-Georg Moeller (University of Bonn):
Die Rezeption des Konfuzianismus in der Volksrepublik China

Prof. Dr. Jürgen Domes (University of the Saarland):
Tradition und Traditionsbruch in der Volksrepublik China

Dr. Rüdiger Machetzki (Asia Institute Hamburg):
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Volksrepublik China

Ambassador a.D. Dr. Hannspeter Hellbeck,
Ambassador a.D. Dr. Konrad Seitz, further participants
Diskussion

Thursday, September 30, 1999,  9.30 am - 5 pm
Kölner Bank von 1867, Hohenzollernring 31-35, Cologne, Germany

No entrance fee. Sponsored by the Foreign Ministry of Germany, Bank Cologne, and Henkel KgaA Düsseldorf.



June 16th, 1999
Marion Schneider
Subject: One year in the Kungfu monastery Shaolin. The 11-year-old David alone in China. With color slides.
[description only in German by now] Marion Schneider war unter anderem als Gymnasiallehrerin, in der Erwachsenenbildung und als Journalistin tätig. Sie leitete eine Sprachschule, einen Großkunden-Betrieb und baute die China-Abteilung einer großen Weiterbildungsgesellschaft auf. Mittlerweile selbständig, berät sie Firmen in Fragen der Kooperation mit China. Auf dem Kultur-Sektor arbeitet sie als Asien-Spezialistin, hält Vorträge, führt Seminare durch und schreibt einschlägige Artikel.


May 12th, 1999
Yang Lian: recitation of his poems
Translation and Moderation: Professor Dr. Wolfgang Kubin.
[description only in German by now] Yang Lian wurde 1955 geboren und wuchs in Beijing auf. Gegen Ende der „Kulturrevolution“ wurde er zur „Umerziehung“ aufs Land verschickt. Dann arbeitete er für den Rundfunk. Seit 1989 lebt Yang im Exil. 1994/95 war er Stipendiat der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart und Berlin. Unter dem Titel „Heimkehr in die Fremde“ veröffentlichte er in der Zeitschrift „KulturAustausch“ 4/1998 eine Reflexion seines Beijing-Besuchs im Oktober 1998.
Yang Lian hat mehrere „Bestseller“ geschrieben, die in zahlreiche westliche Sprachen übersetzt wurden. In deutscher Übertragung liegen vor: Pilgerfahrt (Innsbruck: Hand-Presse 1987), Masken und Krokodile, Gedichte (Berlin: Aufbau Verlag 1994), Geisterreden. Essays aus Auckland, Berlin, Yew York (Zürich: Amman Verlag 1995), China Daily (Fotoband mit Gedichten, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 1995) und Der Ruhepunkt des Meeres (Gedichte, Edition Solitude 1996).
Wolfgang Kubin ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn. Seine Veröffentlichungen schließen zahlreiche Übersetzungen moderner chinesischer Literatur ein. Masken und Krokodile und Der Ruhepunkt des Meeres sind von ihm ins Deutsche übertragen worden.

April 14th, 1999
lecturer: Prof. Dr. Lutz Bieg
subject: Literature in the PR China since 1978 - Arrival of the Chinese literature in Normality
[description only in German by now] Lutz Bieg (geb. 1943). Studium der Sinologie unter Einschluß des Manjurischen und Japanischen, der Germanistik und Philosophie in Köln und Heidelberg (Dr. phil. 1971). Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar 1975-1977. Aufenthalt als DAAD Lektor in der VR China und Hongkong 1977-1982. 1986 Habilitation an der FU Berlin. Seit 1989 Professor für moderne chinesische Literatur und Philosophie an der Universität zu Köln.

March 10th, 1999
lecturer: Monika Gänßbauer, Ph. D.
subject: Trauma of the past. The Cultural Revolution.
Referentin: Dr. Monika Gänßbauer
Thema: Trauma of the past. The 'Cultural Revolution' and its consequences.
[description only in German by now] Monika Gänßbauer wurde 1996 über die Verarbeitung der Kulturrevolution in der chinesischen Literatur promoviert. Seit zwei Jahren ist sie Leiterin der China InfoStelle evangelischer Kirchen in Deutschland. Der Umgang mit dem Kollektivtrauma 'Kulturrevolution' in der VR China soll in diesem Vortrag kritisch beleuchtet werden. Es wird eine Bilanz der bisherigen Vergangenheitsbewältigung gezogen - was wurde bisher geleistet, was wäre noch zu wünschen? Ansätze zu einer alternativen Geschichtsinterpretation möchte Frau Gänßbauer anhand einer Interviewsammlung des Autors Feng Jicai aufzeigen.

Februar 10th, 1999
lecturer: Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
subject: Changing Values in Contemporary China
(description only in German by now)
Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie und Geschaeftsführer des Asia
Network Information Center (München). Zur Zeit vertritt er einen
Sinologie-Lehrstuhl in Köln. Sein Interesse gilt vor allem der klassischen
chinesischen Philosophie und insbesondere dem Daoismus. Professor Vittinghoff
arbeitet an einer Bibliographie der klassischen Philosophie Chinas bis zur
Han-Zeit.

January 13th, 1999
lecturer: Martin Woesler, Ph. D.
subject: Chinese Essayism
(description only in German by now)
Dr. Woesler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr–Universität Bochum und Gastwissenschaftler an der Harvard–Universität Cambridge. Er wurde über den chinesischen Essay promoviert. Der Vortrag möchte dem Wesen der in China beliebten Gattung des Essays nachspüren
und ein paar Ecksteine in der 2000jährigen Essaytradition benennen. Insbesondere die junge Essaytradition seit der 4.-Mai-Bewegung 1919 soll anhand einiger Textbeispiele von Lu Xun, Ba Jin und Zhu Ziqing lebendig gemacht werden. Einige auch humoristisch ansprechende Beispiele aus Taiwan und von jungen Autoren sollen das Bild abrunden.


, December 16th, 1998
lecturer: H.–G. Möller, Ph. D., PD
subject: Remembering and Forgetting – different accentuations in Chinese and Western thinking
(description only in German by now)
H.–G. Möller ist Wissenschaftlicher Assistent am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und durch zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen insbesondere zur chinesischen Philosophie ausgewiesen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die im Fischer–Taschenbuch–Verlag erschienene Übersetzung des Tao Te King.

, November 18th, 1998
lecturer: Dr. Guido Rappe
upon the theme Philosophical Daoism.
Dr. Rappe wrote his ph. d. thesis upon the theme "Archaic Experience of the Body" (Berlin 1995:
Akademie Verlag). Next to this he published numerous studies on problems of comparative philosophy. In 1998 he is finishing his habilitational thesis on ethics. In this thesis, he concentrates on neoconfucian analyses. Dr. Rappe has been at the university Kyoto in Japan with a scholarship from the Humboldt Foundation.
His speech will be understandable without knowledge of the subject.


, October 21st, 1998
lecturer: Dr. Dr. Wolf Donner
upon the theme At the Mongols. With picture show.
Dr. Donner is Chairman of the German-Nepalesian Society. He is well known for his highly interesting and instructive speeches.




Bereits durchgeführte Veranstaltungen in Achern:

May 23, 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Was heißt schon "konfuzianisch"? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff

Die Art und Weise, wie die Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den deutschsprachigen Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu sach-gerechter Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.



June 20, 2000

Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz)
Thema: Personenbilder der modernen chinesischen Literatur



Bereits durchgeführte Veranstaltungen in Karlsruhe:


May 11, 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Der ideale Mensch. Die Utopie der konfuzianischen Klassik

Als Leiter der DCG ist Gregor Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft be-kannt. Zu seinen China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa – Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage: Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen 1998, sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage (Mithg.), 2. Aufl. Baden-Baden 1999.
 


June 29, 2000

Referent: PD Dr. Ulrich Lau (Berlin)
Thema: Das Bild des Delinquenten in der frühchinesischen Rechtssprechung

Ulrich Lau ist einer der wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer Texte widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er Inschriften und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben zahlreichen kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien zur Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie (1045?-771 v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es seine vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen "Gesetzestexten" oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte.


July 6, 2000

Referent: Dr. Martin Woesler (Mainz)
Thema: Personenbilder der philosophisch orientierten Essayistik im modernen China

Als Vorstandsmitglied der DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie literaturwisschenschaftlichen Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay veröffentlicht. Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusminister Chinas, als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998.



November 8, 2000

Lecturer: Ambassador of the People's Republic of China, Mr. Lu Qiutian
Thema: Chinesische und europäische Denkweise

16 Uhr. Gemeinsame Verantaltung mit dem Interdisziplinären Institut für Angewandte Kulturwissenschaft (IAK) der Universität



Lectures in Achern
[description only in German by now]

Auch an der Akademie für europäisch-asiatische Wirtschaft und Kultur (AWK) in Achern bei Of-fenburg (Friedrichshöhe 40, 77855 Achern, Tel. 07841-605-0 oder 07841-605-102) bietet die DCG mehrere Vorträge an. Sie finden an unter-schiedlichen Wochentagen, doch stets zur sel-ben Zeit, um 19 Uhr 30, statt.



[descriptions only in German by now]
26. September, 10. Oktober, 7. November, 5. Dezember 2000

Referent: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Thema: Geschichte des Konfuzianismus in vier Teilen.


May 23, 2000

Lecturer: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Subject: What means "confucian"? Sense and Senselessness, Information and Desinformation in the Usage of the Phrase and the Term

Die Art und Weise, wie die Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den deutschsprachigen Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu sach-gerechter Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.


June 20, 2000

Lecturer: Dr. Martin Woesler (Mainz)
Subject: Images of the Person in the Philosophically Orientiented Essayism in Modern China



September 26, October 10, November 7, December 6, 2000

Lecturer: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe)
Subject: History of Confucianism in four parts.



Webmaster (email) Last updated 2001 ver 1.09 Bochum